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C
Dem Namen nach unbekannter Gott der > Maya, der mit dem ersten Schöpfungstag (Chuen) in Verbindung gebracht wird. C dürfte eine astrale Gottheit (Polarstern oder Venus) sein. Lit.: Lurker, Manfred: Lexikon der Götter und Dämonen. Stuttgart: Kröner, 1989.
C., Eva
Abkürzung für Eva Carrière, verh. Waespé, bekannt auch als Marthe Béraud (1886-1943?), französisches Medium. C. war die Tochter eines Offiziers der französischen Armee. Im Alter von 18 Jahren wohnte sie in Algier bei General Noël und seiner Frau, den Eltern … Weiterlesen
C., Stella
Eigentlicher Name Stella Deacon, Krankenschwester aus London mit medialer Fähigkeit, die 1923 von Harry > Price (1881-1948) entdeckt und untersucht wurde. Bei den Experimenten unter Versuchsbedingungen traten > Raps, > Tischlevitationen, Bewegungen von Gegenständen und andere psychokinetische Phänomene auf. Zudem … Weiterlesen
C.B.C.S.
Chevaliers Bienfaisants de la Cité Sainte. Die Bezeichnung wurde 1778 auf dem Lyoner Konvent als Name des reformierten Systems der beiden französischen freimaurerischen Ordensprovinzen der strikten Observanz angenommen. Mit dieser Adaptation des Lyoner martinistischen Systems der „Chevaliers Bienfaisants de la … Weiterlesen
C.M.B.
Auch K.M.B., sind die drei Anfangsbuchstaben der Hl. Drei Könige: Caspar, Melchior und Balthasar. Sie werden bei der Hausweihe am Abend des Dreikönigstages oder am Tag selbst mit einer Kreide auf die Türen der Wohnung, des Stalles und der Scheune geschrieben, … Weiterlesen
Caacrinolaas
Auch Caasimolar, Classyatabolas, Glassiabolas, Glasya, Glasya-Labolas, Glasylalabolas genannt, ist nach Johannes > Weyer der Große Präsident der Hölle. Er erscheint als Geier (Greif), lehrt die freien Künste, stiftet zu Morden an, kann unsichtbar machen, kennt die Zukunft und die Vergangenheit. … Weiterlesen
Caanthus
Griech., Kaanthos, Sohn des > Oceanus. Seine Schwester Melia war mit Apollo entflohen, mit dem sie Ismenius und Tenerus zeugte. C. wurde beauftragt, Melia zu suchen. Als er sie bei Apollo fand, zündete er den Hain des Gottes am Fluss … Weiterlesen
Caban
Die „Erde“, 17. Tag des Maya-Monats. Das Zeichen dieses Tages wird mit der Zahl > Eins, der > Erdgöttin, dem > Mond und dem Mais assoziiert. Bei den > Azteken bzw. Zapoteken hieß dieser Tag Ollin bzw. Xoo. Lit.: Jones, … Weiterlesen
Cabirus
Sohn des > Vulcanus und der Cabira, Tochter des Protheus; Nationalgottheit der Makedonier und Schutzgott des Landes. Auf einer seltenen Messingmünze von Claudius Gothicus steht Deo Cabiro als Gottheit, mit einem Pilleus auf dem Kopf, einem Hammer in der rechten … Weiterlesen
Caboclos
Indianische Geister in der > Macumba- und > Umbanda-Religion Brasiliens, die im Wald ihr Unwesen treiben und die Geheimnisse der Pflanzen und Kräuter kennen. Unter Caboclo ist zunächst der zivilisierte Indianer und ebenso der Mestize zu verstehen. Die C. bilden, … Weiterlesen
Cabracán, Kabrakan
„Zweibein“, indianischer > Riese und Erdbebendämon der > Maya, „Zerstörer der Berge“. Er ist der zweite Sohn des > Vucub-Caquix und Bruder des > Zipacná. Mit diesen beiden wurde C. von den Zwillingsbrüdern Hunahpú und Xbalanqué in der Unterwelt > … Weiterlesen
Cáca
Altrömische Göttin des Herdes, Tochter des > Vulcanus, Schwester des berüchtigten Räubers > Cácus, mit dem man sie in einer sehr frühen Phase auch als Götterpaar in Zusammenhang brachte. Sie verliebte sich in > Herkules und verriet zum Preis seiner … Weiterlesen
Cacha
Zeremonienstätte 100 Kilometer südöstlich von Cuzco in Peru, die schon vor den > Inka genutzt wurde. Man fand dort einen Tempel des > Viracocha. Nach der Legende kam Viracocha, nachdem er am Titicaca-See > Sonne, > Mond und > Sterne … Weiterlesen
Cäcilia de Pistorini
Johanna Hilaria Walpurgis von Pistorini, später Schwester Maria Cäcilia (*13.01.1725), Besessenheitsfall. P. wurde in der Oberpfalz geboren und zeigte bereits in ihrer Jugend ein außergewöhnliches Verhalten. 1742 trat sie in das Noviziat der Prämonstratenserinnen im Kloster Unterzell am Main bei Würzburg … Weiterlesen
Cäcilia von Rom
2.-3. Jh., hl. (Fest: 22. November), Märtyrerin. Obwohl ihre Verehrung weit verbreitet ist, ist die Historizität ihres Martyriums keineswegs gesichert. Ihre Akten gehen auf das 5. Jh. zurück, früheren Schriftstellern ist sie unbekannt. Nach der Legende soll C. Ende des … Weiterlesen
Cacodaemon
Griech., böser Geist im Gegensatz zum > Agathodaimon, dem guten Geist. Von jedem Menschen wurde angenommen, dass er einen guten und einen bösen Geist habe. Die Griechen nannten den König der bösen Geister > Hades, die Ägypter > Typhon, die … Weiterlesen
Cacus
Griech. kakós, schlecht, Sohn des > Vulcanus, vorrömischer feuerschnaubender Riese und Unhold, halb Tier, halb Mensch, der in einer Höhle auf dem > Aventin hauste, vorübergehende Wanderer tötete, Herakles einen Teil seiner Rinderherde stahl und die Tiere am Schwanz in … Weiterlesen
Cad Goddeu
„Kampf der Bäume“ oder „Schlacht der Bäume“, ein in walisischer Sprache verfasstes Gedicht, das im Llyfr Taliesin (Buch von Taliesin) aus dem 13. Jh. überliefert ist. Das Gedicht erzählt vom Kampf zwischen Gwydion und > Amaethon gegen > Arawn, den … Weiterlesen
Caddy, Eileen
Schriftstellerin (26.08.1917-13.12.2006) und Mitbegründerin der > Findhorngemeinde. C. vernahm in einer Zeit großer persönlicher Ratlosigkeit eine Stimme, die sie schließlich als „meine Liebe“ bezeichnete. Sie deutete diese Stimme als die Stimme Gottes, die in jedem Menschen und Wesen verborgen, aber … Weiterlesen
Cade, C. Maxwell
*3.12.1918 Kensington, London; † 28.05.1985, Medizinischer Psychologe und Strahlenphysiker. C. studierte vor dem Zweiten Weltkrieg in London Medizin und Psychologie und widmete sich dann 25 Jahre lang der Forschung in der Strahlenphysik in der Industrie und an einem Forschungsinstitut. Ab 1970 … Weiterlesen
Cadiere, Marie-Catherine
(*1709), Protagonistin einer der letzten großen Hexenprozesse vor einem französischen Gericht. C. war eine sehr fromme junge Frau, die nach Heiligkeit strebte, Bücher über Mystik las und sich lebhaft für die „Offenbarungen“ der Visitandine Rémuzat aus Marseille interessierte. Schon bald behauptete … Weiterlesen
Cadmeus
In der griechischen Mythologie Beiname des > Bacchus, eines Enkels von > Cadmus. Lit.: Vollmer, Wilhelm: Wörterbuch der Mythologie. Erftstadt: area verlag gmbh, 2004.
Cadmus/Kadmos
Sohn des Agenor, des Königs der Phönikier, und der Telphassa, Bruder der > Europa. Nach der Entführung der Europa durch > Zeus wird C. vom Vater ausgesandt, seine Schwester zu suchen. Er wendet sich an das > delphische Orakel, das … Weiterlesen
Cadocus (Cadog) von Llancarfan
6. Jh., Abt., hl. (Fest: 21. Sept.). C. stammte aus vornehmem walisischen Geschlecht, war nach der Überlieferung, die sich an die im 11./12. Jh. von Lifris verfasste Vita anschließt, ein Königssohn und Verwandter des hl. David von Schottland sowie der … Weiterlesen
Caduceus
Lat., griech. kerykeion, Heroldstab, der geflügelte Stab des griechischen Gottes > Hermes, des römischen > Merkur, um den sich zwei Schlangen mit einander zugewandten Köpfen winden. Ein oft zusätzlich angebrachtes Flügelpaar deutet auf die Schnelligkeit des Götterboten hin. Auch die … Weiterlesen
Caducifer
Lat., „Träger des Caduceus“, Beiname des > Merkur als Träger des > Caduceus, des geflügelten Schlangenstabs. Der Name bezeichnet Merkur einerseits als > Herold der Götter, andererseits als Besitzer der geheimnisvollen Macht, die Seelen der Verstorbenen zur Unterwelt und die … Weiterlesen
Caeculus
Lat., „der ein wenig Blinde“, „der Feuergezeugte“. Nach Berichten von Cato und Plinius habe unter dem 5. römischen König Tarquinius Priscus (angeblich 616-579 v. Chr.) das Dienstmädchen der Königin Tanaquil namens Ocresia am Kaminfeuer sitzend einen Phallus im Feuer gesehen, der … Weiterlesen
Caedmon/Cadmon
*650?, † 680, hl. (Fest: 11. Februar), der erste christliche Dichter Englands. Der einzige Hinweis auf C. findet sich in der Historia Ecclesiastica gentis Anglorum (731) des englischen Theologen und Historikers > Beda Venerabilis („der Ehrwürdige“, um 673-735). Nach Beda (Hist. … Weiterlesen
Caelestis, Dea
Lat., die Himmelsgöttin, oder auch Virgo Caelestis, die Himmelsjungfrau, genannt. C. ist die karthagische Form der > Astarte, die von Elagabal in Rom eingeführt wurde. Auf Münzen des 4. und 3. Jh. v. Chr. ist sie gelegentlich auf einem Löwen reitend … Weiterlesen
Caerlon/Caerleon
Walisisch: Caerllion, ein Dorf am Ufer des Usk im Norden von Newport in Wales, Stadtteil von Newport. C. ist einer der Orte, der als das > Camelot König > Arthurs identifiziert wurde. Der Name Camelot taucht erst bei dem französischen Autor > Chrétien de … Weiterlesen
Caetano, Domenico Emanuele
* um 1670 Neapel, † 23.08.1709 Küstrin/Markgrafschaft Brandenburg, hingerichtet, Goldmacher. Herkunft und Jugend von C. liegen im Dunkeln. 1695 verließ er jedenfalls Neapel und begab sich nach Venedig und Verona, wo er wohlhabenden Personen gegen entsprechendes Geld versprach, das Geheimnis des … Weiterlesen
Caffémantie
Caffemantia, Wahrsagen aus dem Kaffeesatz, wie schon bei Johann Albert Fabricius in seiner Bibliographia von 1713 zu lesen ist. Diese Form des Wahrsagens hat sich in verschiedenen Gebieten bis heute erhalten. Lit.: Fabricius, Johann Albert: Jo. Alberti Fabricii bibliographia antiquaria, … Weiterlesen
Cagan ebügen
Mongol., „der Weiße Alte“, mongolischer Herdengott und Gott der Fruchtbarkeit, dargestellt als weißhaariger, weiß gekleideter Greis. Lit.: Schwarz, Henry G.: Mongolian and the Mongols: Holdings at Western Washington University. Bellingham, WA: Western Washington, 1992.
Cagan/Kaggen/Kaang
Schöpfergott der Buschmänner in Botswana, Südafrika. Man kann ihn zwar nicht sehen, jedoch mit dem Herzen erkennen. Er hat alle Wesen durch Befehl erschaffen und die Tiere in den Dienst des Menschen gestellt. C. ist der große Zauberer, der Meister … Weiterlesen
Cagastrum
Von > Paracelsus eingeführter Begriff zur Bezeichnung von etwas, das an sich nicht existiert, im Gegensatz zum Iliastrum, der Urkraft, die am Anfang der Weltschöpfung steht. So ist iliastrisch das echte Silber, cagastrisch das Katzensilber. Iliastrisch ist ein echter Prophet, … Weiterlesen
Cagliostro, Graf Alessandro
Eigentlich Giuseppe Balsamo (* 20.04.1743 Palermo; † 28.08.1795 Fort San Leo bei Urbino, Italien), Goldmacher, Betrüger, geistreichster Hochstapler des 18. Jhs. Als Sohn eines bankrotten Händlers ging C. bei einem Apotheker in die Lehre. 1769 verließ er nach mehreren Betrügereien seine Heimatstadt. … Weiterlesen
Cahagnet, Louis-Alphonse
Französischer Handwerker, Medium, Forscher und Schriftsteller. C. (1809-1885) war Materialist und Atheist, wurde aber durch das Lesen der Werke von E. > Swedenborg zur Untersuchung von > Somnambulismus, > Mediumismus und > Spiritismus angeregt. 1845 begann er mit der Beobachtung … Weiterlesen
Cahuáchi
Die heilige Hauptstadt des Nazca-Volkes im Nazca-Tal im Süden Perus, ein Kulturzentrum, das sich über eine Fläche von 24 km2 erstreckt und eine der größten Zerimonialstätten bildet, die von Zivilisationen der präkolumbianischen Zeit bekannt sind. Die Gebäude sind aus luftgetrockneten … Weiterlesen
Cai-shen
Chin. Ts’ai-shen, Gott des Reichtums in > China, der mit verschiedenen historischen Persönlichkeiten in Beziehung gesetzt wird. Er soll als Einsiedler gelebt und große Wunderkräfte besessen haben, die es ihm erlaubten, auf einem schwarzen Tiger zu reiten und > Blitz, … Weiterlesen
Cailleach
Auch Calliagh, Caillech, Cally, schott.: Carlin, Gruppe gälischer Sagengestalten aus Schottland, Irland und der Isle of Man. Es handelt sich dabei um hexenartige Riesinnen, die zumeist mit dem Wetter in Verbindung gebracht wurden. Einige C. gelten als Verkörperung des Winters, andere … Weiterlesen
Caim
Nach der Pseudomonarchia daemonum des Johannes > Weyer ein > Dämon, der zuerst als Drossel erscheint und dann die Gestalt eines Mannes mit einem Schwert annimmt. C. lehrt die Vogelsprache und beantwortet wahrheitsgemäß die ihm gestellten Fragen. Lit.: Wierus, Joannes: … Weiterlesen
Cain, John
Bekannter englischer Geistheiler (* 21.04.1931 Eastham; † 28.09.1985). Schon mit sechs Jahren linderte er durch Berühren der Stirn die Migräneattacken seiner Mutter. Nach Vollendung seines 21. Lebensjahres ging C. vorerst zur Armee, wo er u.a. als Masseur sehr geschätzt wurde. Nach der … Weiterlesen
Caipora
Auch Caapora, leitet sich vom Wort kaa’pora (Waldbewohner) der Tupí-Indianer ab und bezeichnet ein gespenstisches Wesen im brasilianischen Brauchtum. Die übernatürliche Gestalt wird verschieden beschrieben: als einfüßige Frau, als Kind mit übergroßem Kopf, als nackter, am ganzen Körper behaarter Indianerjunge … Weiterlesen
Caitanya
Sanskr., 1. Das spirituell erwachte Bewusstsein im Hinduismus. 2. Caitanya (28.01./28.02.1486-9.07.1533 oder 9.06.1532), ein Anhänger des > Krishna und Begründer des Caitanya- oder Gaudīya-Sampradāya, einer Bewegung, die von entscheidender Bedeutung für die Verehrung Krishnas war. In Bengalen als Viśvambhara Miśra … Weiterlesen
Caitya
Sanskr., „ein Schrein“, auch cetiya (Pali). 1. In den indischen Religionen ein Schrein oder Monument, ein Ort der Verehrung, ein Grabhügel. 2. Im > Buddhismus jeder Gegenstand der Verehrung, im Speziellen eine bestimmte Art buddhistischer Tempel. Die vornehmlich in der … Weiterlesen
Caiumarath
Oder Kaid-Mords (pers. Mythologie), der erste Mensch. Er lebte tausend Jahre und regierte 560 Jahre. Er pflanzte einen Baum, aus dessen Früchten die menschliche Rasse hervorging. Der Teufel verführte das erste Paar, das sich nach dem Fall schwarz kleidete und … Weiterlesen
Cakrapuya
Sanskr., „Verehrung im Kreis“, geheime Kulthandlung des > Shaktismus, die bei nächtlichen Zusammenkünften durch eine gleiche Anzahl von männlichen und weiblichen Schülern aus der gleichen Linie von Gurus stattfindet. Diese bilden einen geschlossenen Kreis und geben sich nach dem Hersagen … Weiterlesen
Cala, Carlo
Herzog von Diano, Marchese von Ramonte, ein Adeliger aus Kalabrien, Italien. Von ihm stammt das 1661 in Neapel veröffentlichte Buch Memorie historiche dell’apparitione delle cruce prodigiose da Carlo Cala (Historische Erinnerungen von Carlo Cala an die Erscheinung wunderhafter Kreuze). Lit.: … Weiterlesen
Calafato, Eustochia
Taufname Smeralda (*25.03.1434 Annunziata bei Messina, Italien; † 20.01.1485 Messina), heilig (11.06.1988, Fest: 20 Januar), Klarissin. C. trat 1449 in das Klarissenkloster von S. Maria di Basicò ein. 1460 gründete sie ein Klarissenkloster mit strenger Observanz und bezog mit ihrer Gemeinschaft … Weiterlesen
Calanda, Wunder von
Handelt vom Nachwachsen eines amputierten Beines. 1637 stürzte der 18-jährige Miguel Juan Pellicer, Sohn eines Bauern in Calanda, Erdiözese Saragossa, Spanien, beim Einbringen der Getreideernte von dem vor den Wagen gespannten Maultier, auf dem er ritt. Ein Rad des Wagens … Weiterlesen
Calathus
Griech./lat., „geflochtenes Körbchen“, heiliger Korb der > Demeter (Ceres), der am Abend des vierten Tages der > Eleusinien in Prozession auf dem mit Blumen gefüllten Wagen der Göttin zum Andenken an das Blumenpflücken der > Proserpina und deren Entführung durch … Weiterlesen
Calatin Clan
Auch Cailitin und Calaitin, nach der irischen Mythologie ein vielgestaltiges giftiges Monster, bestehend aus dem Vater und seinen 27 Söhnen. Jede ihrer Waffen konnte durch Berührung einen Menschen innerhalb von neun Tagen töten. Dieses Monster wurde gegen > Cuchulain aufgeboten, … Weiterlesen
Calces metallorum
Lat., „Metallkalke“, Einzahl: calx metallorum, Metallkalke, die in der > Alchemie durch Kalzinieren (> calcinatio), die Veraschung durch Brennen oder Glühen des Ausgangsmaterials, gebildet wurden. In der heutigen Terminologie sind die c. m. als Oxide (Oxyde) zu bezeichnen. Nach der … Weiterlesen
Calcinatio
Lat., „Verkalkung“, alchemistischer Arbeitsvorgang, bei dem feste Körper durch verschiedene Manipulationen pulvrig gemacht werden. Das so gewonnene Produkt wurde calx (Kalk) genannt. C. war der erste der sieben Arbeitsvorgänge zur Herstellung des Steins der Weisen (> Lapis philosophorum). Lit.: Alchemie: … Weiterlesen
Calcium carbonicum
Lat., Kalziumkarbonat, chemische Verbindung der Elemente Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff. Es bildet ein Drittel der Erdrinde, ist in vielen Körpergeweben, besonders Knochen und Zähnen, enthalten und gehört zu den wichtigsten Mineralsalzen in der Milch und anderen Speisen. Der Geologe bezeichnet … Weiterlesen
Caldwell, Taylor
Eigentlich Janet Miriam Reback (*07.09.1900 Prestwich bei Manchester, England; †30.08.1985 Greenwich, Connecticut, USA), mehrfach preisgekrönte Bestsellerautorin und Journalistin. C. war die Tochter des schottischen Kunsthändlers August William Reback, veröffentlichte aber unter dem Pseudonym Taylor Caldwell zahlreiche Werke mit hoher Auflage. … Weiterlesen
Calemeris
Auch Calamaris, Zauberwort gegen Fieber, nach dem > Schwindeschema geschrieben. C. wird vom spätlateinischen calamare, „beruhigen“, abgeleitet. Lit: Heim, Ricardus: Incantamenta magica Graeca Latina. Leipzig: Teubner, 1892.
Calendaria Magica
Lat., „magischer Kalender“, systematische Auflistung der Entsprechungen zwischen Zahlen und Sigillen (Charakteren) mit den > Tierkreiszeichen, > Planeten, Elementen, himmlischen Dämonenhierarchien, Gott, usw., etwa in der Form: 1 = Gott; 2 = Männlich und Weiblich; 3 = Oben, Unten, Mitte; … Weiterlesen
Caliburnus
Lateinische Bezeichnung des magischen Schwertes > Excalibur von König > Artus, das ihn unverwundbar machen sollte. Lit.: Baumer, Franz: Koenig Artus und sein Zauberreich. München: Langen-Müller, 1991.
Caligo
Lat., „Finsternis“, „dichter Dampf “, nach der römischen Mythologie der Ursprung aller Dinge, aus dem das > Chaos und alle anderen Dinge hervorgingen. Aus dem Chaos wurde C. zur Mutter der > Nacht, des > Tages, des > Erebus und des … Weiterlesen
Callaway, Hugh G.
*30.11.1885 Southampton, England; † 28.04.1949, britischer Ingenieur, der sich als Schriftsteller und Forscher insbesondere mit der Frage der > Astralprojektion und der > Außerkörperlichen Erfahrung (AKE) befasste, nachdem er 1902 seine eigene erste Astralprojektion erlebt hatte. 1939 veröffentlichte er unter dem … Weiterlesen
Calli
Das „Haus“, der dritte der 20 aztekischen Tage und ein „Jahresträger“. In einem 52-Jahreszyklus aztekischer Zeitrechnung gibt es 13 Jahre, die mit diesem Tag beginnen. C. galt als guter Tag, seine Schutzgottheit war > Tepeyolohtli und seine Himmelsrichtung der Westen. … Weiterlesen
Calligaris-Technik
Diagnostisches und therapeutisches Verfahren, das der Neurologe Prof. Dr. Giuseppe > Calligaris (1876-1944) zur Aufdeckung von Wechselwirkungen zwischen Soma, Psyche und Denken über Linearketten eingeführt hat. Demnach befindet sich auf der Hautoberfläche des Menschen ein System waagrechter und senkrechter „Linearketten“, … Weiterlesen
Calligaris, Giuseppe
*29.10.1876 Forni di Sotto/Udine, Italien; †31. März 1944 ebd. Dem Beruf seines Vaters folgend, der Gemeindearzt seines Heimatortes war, studierte C. an der Universität Bologna Medizin und promovierte 1901 mit der bezeichnenden Arbeit „Il pensiero che guarisce“ (Der Gedanke, der … Weiterlesen
Calmet, Augustin
*26.02.1672; †25.10.1757), Benediktinermönch und Abt. In Ménil-la-Horgne bei Commercy (Lothringen) geboren, trat er 1688 in den Benediktinerorden ein. Nach seiner Priesterweihe 1696 lehrte er Philosophie und Theologie an der Abtei Moyen-Moutier. 1704 wurde C. zum Professor für Exegese in Münster … Weiterlesen
Calosirto, Carlo Gaetano
> Johannes Joseph vom Kreuz.
Calumet
Name der Friedenspfeife der nordamerikanischen Indianer. Die Bezeichnung wurde von dem französischen Wort chalumeau (Schilfrohr) abgeleitet und bezog sich auf ein nach bestimmten Prinzipien verziertes langes Rohr, das nur gelegentlich als Pfeifenrohr verwendet wurde. Kennzeichnend waren eine blaue oder grüne … Weiterlesen
Calundronius
Ein form- und farbloser magischer Stein, der die Fähigkeit besitzt, bösen Geistern zu widerstehen und Zauber zu vernichten, indem er dem Träger einen Vorteil seinen Gegnern gegenüber verleiht. Lit.: Spence, Lewis: An Encyclopaedia of Occultism. New York: Cosimo, 2006.
Căluşari
Rumän. cal, Pferd, abgeleitet von lat. caballus, „heilende Tänzer“; Gruppe von Tänzern, die durch das choreographische und reinigende Ritual Krankheiten zu heilen versuchen. Schutzherrin dieser kathartischen Geheimgesellschaft ist Doamna Zînelor, die Königin der Feen, die rumänische Variante der > Diana, … Weiterlesen
Calvados
Spukfall. Als „Fall C.“ (Calvados, das 14. französische Département) beschreibt Nicolas Camille > Flammarion (1842-1925) einen angeblich gut dokumentierten Spukfall auf einem Schloss in der Normandie, wo sich 1867 unerklärliche Phänomen zeigten: Öffnen von Türen, Geräusche (Klopfen, Knallen, Schreien usw.), … Weiterlesen
Calvat, Melanie
1831-1904, Seherin von > La Salette. C. wurde am 7. November 1831 in Corps, Diözese Grenoble, Frankreich, geboren. Als kleines Kind musste sie auf der Straße betteln und sich zwischen dem 9. und 10. Lebensjahr bei Bauern der umliegenden Dörfer … Weiterlesen
Calvin, Jean
*10.07.1509, †27.05.1564, christlicher Reformator und Theologe. Geboren in Noyon in der Picardie/Frankreich, studierte er in Paris, Orleans und Bourges. Ausgebildet in den Methoden der mittelalterlichen Scholastik und in Formen der humanistischen Gelehrsamkeit, erfuhr er unter protestantischer Beeinflussung 1530 eine entscheidende … Weiterlesen
Camael
Auch Chamael oder Kamael, ein Erzengel. In der > Kabbala ist er als (Sephira Geburah = Stärke) „Der Gestrenge Gottes“, „Das verbrennende Feuer Gottes“ bekannt; er ist die Verkörperung der Festigkeit, Strenge und Unerbittlichkeit Gottes, der Hüter der Schwelle (wenn … Weiterlesen
Camaxtli
Indian. 1. Astraler Stammesgott der Chichimeken, eines präkolumbischen Volkes in Mesoamerika. 2. Jagd- und Schicksalsgott der > Azteken, der an seinem Körper die Zeichen der 20 Tage trägt. Zudem geleitet er die gefallenen oder geopferten Krieger, deren Seelen als Sterne … Weiterlesen
Camazotz
Auch Cama Zotz (indian.), nach der Mythologie der > Maya ein blutgieriger Fledermausgott, der mit seinen langen Zähnen, Klauen und der messerscharfen Nase mühelos den Kopf eines Menschen von seinem Rumpf trennen kann. So habe C. die Heldenzwillinge Hunahpú und Xbalanqué … Weiterlesen
Cambion
Nach der Mythologie ein Halb-Mensch, hervorgegangen aus einem > Succubus und einem > Incubus unter Verwendung der Fortpflanzungsfähigkeiten eines Mannes und einer Frau. Der Überlieferung nach sind nämlich Dämonen wie Succubus und Incubus zeugungsunfähig und bedürfen daher des Menschen. Die … Weiterlesen
Cambr(a)y, Ienne de
1581-1639, Augustinerin, Ordensname: Jeanne Marie de la Présentation, dann Reklusin in Lille (1625), mystische Schriftstellerin. Ihr Leben war von außergewöhnlichen Gebetsgnaden erfüllt, die sie in Briefen an ihre Beichtväter, welche ihr Bruder Pierre de C. gesammelt und veröffentlicht hat, ausführlich … Weiterlesen
Cambridge-Untersuchung
1857 setzte der Herausgeber der Bostoner Zeitung Courier einen Preis von 500 Dollar für eine Vorführung spiritistischer Phänomene in Gegenwart der drei Harvard-Professoren Benjamin > Pierce, Louis S. Agassiz und E. N. Horsford aus. Die Sitzungen fanden am 25./26./27. Juni 1857 … Weiterlesen
Camelot
Sagenhafte Burg des König > Artus, auf der die Tafelrunde tagte. In den ältesten Sagen wird C. noch nicht erwähnt. Der Name taucht erst im 12. Jh. im Roman Der Karrenritter des französischen Autors > Chrétien de Troyes auf. Als … Weiterlesen
Camena
Lat., Camenae (Plural), Kamene (dt.), altrömische weissagende Quellnymphen bzw. Gottheiten. Sie wurden in Rom nahe der Porta Capena verehrt, wo die Vestalinnen täglich Wasser holten. Zu ihnen gehörten Carmenta und Egeria, deren Dienst in einem römischen Hain von Numa gestiftet … Weiterlesen
Camera obscura
Lat. camera, Raum; obscura, dunkel, Dunkelkammer oder Loch-Kamera. Sie wurde bereits von > Aristoteles (384-322 v. Chr.) in seinem Werk Problemata beschrieben. Er erkannte, dass das Licht von der Sonne zum Loch und von diesem zur Erde einen Doppelkegel bildet und … Weiterlesen
Camillus von Lellis
* 25.05.1550 Bucchianico; † 14.07.1614 Rom, heilig (1746, Fest: 14. Juli), Ordensgründer. Ohne systematische Ausbildung wurde C. Landsknecht und verfiel der Spielsucht. Mit 25 Jahren erlebte er seine Bekehrung und trat in den Kapuzinerorden ein, den er aber wegen eines bösartigen … Weiterlesen
Campakaöl
Ein aromatisches Öl aus den Blättern der Magnolienart Michelia Campaka. In Indien gilt es als Volksheilmittel und ist heute auch in Europa bekannt, wo es vor allem im Wellness-Bereich Anwendung findet. Lit.: Werner, Helmut: Lexikon der Esoterik. Wiesbaden: Fourier, 1991.
Campanella, Tommaso
* 05.09.1568 Stilo/Süd-Kalabrien; † 21.05.1639 Paris, italienischer Dominikaner, Philosoph, Utopist, Revolutionär und Dichter; trat 1583 in den Dominikanerorden ein, studierte 1588 Theologie in Cosenza und kam 1589 nach Neapel. Wegen der Veröffentlichung der Schriften De investigatione rerum (1586, nicht erhalten) und … Weiterlesen
Campanus
* 1220 Novara; † 1296 Viterbo, eigentl. Giovanni Campani, auch bekannt als Campanus von Novara, italienischer Mathematiker und Astrologe. C. diente als Kaplan bei Papst Urban IV. und war Leibarzt von Papst Bonifaz VIII. Er reiste durch Arabien und Spanien und … Weiterlesen
Campbel(l), Gilbert
Schottischer Weber, dessen Haus 1654 Ort merkwürdiger Erscheinungen war. Im Oktober 1654 bat ein gewisser Alexander Agne den Weber C. um etwas Geld. Die gebotene Summe war angeblich zu niedrig, weshalb der Bettler drohte, ihm Schaden zuzufügen. Kurz darauf wurde … Weiterlesen
Campbell, Duncan
1680 ?-1730, taubstummer Wahrsager. C. wurde in Lappland als Sohn eines schottischen Vaters und einer Einheimischen geboren. 1694 übersiedelte die Familie nach London, wo C. mit seinen Voraussagen in besseren Kreisen Eindruck machte. Als er in Schulden geriet, ging er nach … Weiterlesen
Campbell, Joseph
(* 26.03.1904 White Plains, New York; † 30.10.1987 Honolulu), amerik. Religionswissenschaftler und Autor, bekannt für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Mythologie. C. trat das direkte Erbe von C.G. > Jung an und wirkte auch als spiritueller Mentor vieler Anhänger des … Weiterlesen
Campe
(Griech.), 1. Ein Ungeheuer, das die von > Uranus in den > Tartarus gesperrten > Centimanen, > Titanen und > Zyklopen bewachen sollte. Als > Jupiter, beraten von seiner Mutter und der > Metis, zur Bekämpfung seines Vaters Verstärkung suchte, … Weiterlesen
Camrosh
(Iran.), Vogelwesen der iranischen Mythen, das die Samen des Lebensbaumes, > Gao-kerena, einsammelte und zu > Tishtrya brachte, der sie dem Regenwasser beimengte und so Keimung und Wachstum ermöglichte. Die periodische Beutesuche des C. verschaffte dem iranischen Volk Lebensmöglichkeiten, den … Weiterlesen
Camulos
Auch Camulus, keltischer Gott, dessen Verehrung durch einige Weihetafeln und zahlreiche Inschriften gesichert ist. In der > Interpretatio Romana wird er dem römischen > Mars gleichgesetzt. Die Etymologie des Namens ist ungeklärt. C. wird als Schutzgott im Krieg gedeutet und … Weiterlesen
Canaima
(Indian.), bösartige Gottheit und Widerpart des guten Gottes Cajuña bei den Waika und Makiratere-Indianern am Unterlauf des Orinoco. C. äußere sich in den Flusswäldern des Orinoco vor allem dann, wenn in den zahllosen Tierstimmen unvermittelt Ruhe eintritt. Auch bei den … Weiterlesen
Canale, Bartholomäus Maria
(* 10.12.1605 Mailand; † 27.01.1681 Monza/Italien), Barnabit und Mystiker; verfasste mehrere asketische Bücher und war ein gefragter Spiritual. Der Seligsprechungsprozess ist eingeleitet. 1948 wurde seine Tugendhaftigkeit anerkannt. W. (Auswahl): Diario spirituale: considerazioni per tutti i giorni dell’anno, diviso in tre parti. … Weiterlesen
Canangaöl
> Öl, das wie > Ylang-Ylang-Öl aus dem Cananga-Baum (Cananga odorata), einem bis zu 25 m hohen tropischen Baum, gewonnen wird, der auf den Philippinen und in Java heimisch ist, aber auch auf der Insel Réunion vorkommt. Die Blüten des … Weiterlesen
Canavesio, Orlando
(1915-1957), argentinischer Chirurg und Neurologe. Geboren in Buenos Aires, Argentinien, studierte C. Medizin und interessierte sich für die medizinischen und biologischen Aspekte der parapsychischen Phänomene. C. war einer der wenigen argentinischen Experten für die wissenschaftliche Diagnose von Geisteskrankheiten. Seine medizinische … Weiterlesen
Cancer
(Lat., Krebs), im Tierkreis die lateinische Bezeichnung für das vierte > Tierkreiszeichen. Lit.: Sahihi, Arman: Das neue Lexikon der Astrologie. Genf: Ariston, 1991; Fiebig, Johannes: Tierkreiszeichen Krebs. Klein Königsförde am Nord-Ostsee-Kanal: Königsfurt-Verl., 1991.
Candamius
(Lat.), altspanischer Gott. Auf ihn verweisen heute noch mehrere Ortsnamen in Zentral- und Nordwestspanien. Vermutlich war er ein Berggott, der auch himmlische (coelare) Funktionen hatte. Die Römer bezeichneten ihn als > Jupiter. Lit.: González, J., in: Boletin del Instituto de … Weiterlesen
Candarosana
(Sanskr., „der Zornige und Leidenschaftliche“), wilde Gottheit des > Buddhismus. C. ist einköpfig, zweiarmig, schielend, mit großem Mund und fletschenden Hauern. Als heilige Schnur trägt er eine weiße > Schlange, als Gewand ein Tigerfell und in der Krone findet sich … Weiterlesen
Candi
(Sanskr., böse, wütend, gewalttätig). 1. Einer der Namen der Hindu-Göttin. Damit soll nicht sosehr eine bestimmte Göttin, als vielmehr die gewalttätige Erscheinungsform der > Devi herausgestellt werden. Da C. in der Sanskrit-Liebesdichtung eine Frau im Zustand des Zorns bezeichnet, die … Weiterlesen
Candi
Pseudonym, unter dem Leo Cunibert Mohlberg (1878-1963) das Buch Briefe an Tschü: Anregungen zu radiästhetischen Studien in 35 Briefen veröffentlichte. Der Benediktinermönch Mohlberg war ein weltbekannter Forscher auf dem Gebiet der Geschichte der Liturgie sowie Professor am Päpstlichen Institut für … Weiterlesen
Candleburning Magic
(Engl., Kerzenleuchter-Magie), eine Form der Magie, die besonders im angelsächsischen Raum verbreitet ist. Das einfache magische Ritual zum Erzielen eines Wunsches oder Beschwörungserfolges besteht im Anzünden einer oder mehrerer farbiger Kerzen, wobei die Farbe der Kerze, die sich nach dem … Weiterlesen
Candomblé
(Bantu, candombe, Perkussionsinstrument), afro-brasilianische Kultform. Zentrum des C. ist Salvador (Bahia) in Brasilien. Es handelt sich dabei nicht um eine organisierte „Kirche“, sondern um eine Vielzahl unabhängiger Zentren (terreiros), von denen einige rein afrikanisch ausgerichtet, andere mehr „synkretistisch“ sind. Die … Weiterlesen
Candra
Auch Chandra (sanskr., „der Glänzende“), indischer Mondgott von weißer Körperfarbe. Er trägt weiße Gewänder und fährt einen weißen Wagen, der von zehn weißen Rossen oder einer weißen Antilope gezogen wird. In späterer Zeit war C. ein anderer Name für > … Weiterlesen
Canephoren
Auch Kanephoren (griech., „Korbträgerinnen“), Jungfrauen, die in Athen bei festlichen Anlässen wie den Festen von > Minerva, > Ceres und > Bacchus in prachtvollen Körben Opfergerätschaften auf dem Kopf trugen. Die C. wurden nur aus den edelsten Geschlechtern genommen und … Weiterlesen
Caneques
Zwergengestaltige > Poltergeister der > Maya und als solche die ausführenden Gottheiten bei > Sturm und > Donner, die dem Regengott > Chac assistierten. Sie hausten in den Wäldern und verursachten Einwohnern und Reisenden Ungemach. Lit.: Jones, David M.: Die … Weiterlesen
Canewdon, Hexen von
Das Dorf C. in Essex in Südostengland stand lange im Ruf, eine der ältesten Hochburgen des > Hexenwesens in der englischen Geschichte zu sein. Der Sage nach soll es, solange der Kirchturm steht, sieben Hexen in C. geben. Erzählungen bis … Weiterlesen
Canidia
Eine von Horaz verewigte Magierin. Sie soll bei ihren Zaubereien Wachsfiguren verwendet und mit ihren magischen Gedichten den Mond zum Herabsteigen gezwungen haben. Kritiker werfen Horaz vor, C., eine reale Person, nach Pomponius Porphyrius eine Apothekerin namens Gratidia aus Neapel, … Weiterlesen
Canin, Marie-Thérèse
50. Wunderheilung von > Lourdes. C., geboren 1910 in Marseille (Frankreich), wurde am 9. Oktober 1947 im Alter von 37 Jahren in Lourdes von einer Wirbel- und Bauchfelltuberkulose mit Fisteln geheilt. 1936 erkrankte sie im Alter von 26 Jahren an … Weiterlesen
Cannon, Alexander
(1896-1963?), britischer Psychiater, Hypnotiseur und Autor paranormologischer Bücher. Geboren in Leeds, England, studierte er in Leeds, London, Wien, Honkong sowie an anderen Universitäten und erwarb neben dem Dr. med. und dem Dr. phil. auch noch weitere Titel, darunter so illustre … Weiterlesen
Canobeus
Nach der griechischen Mythologie ein ägyptischer > Herkules aus Canobus. Als Herkules einst das delphische Orakel befragte, wollte ihm die > Pythia keinen Spruch geben, weil er vom Mord des Iphitus noch nicht gereinigt war. Daraufhin drohte er, den goldenen … Weiterlesen
Canon Episcopi
(Lat. canon, Rechtssammlung; episcopus, Bischof), eine Rechtssammlung, die nach dem Textbeginn „Episcopi“ (die Bischöfe) benannt ist. Der C. erschien erstmals um 906 in den in Trier verfassten Libri duo de synodalibus causis et ecclesiasticis disciplinis, dem Sendhandbuch des Abtes Regino … Weiterlesen
Canon, The
(Engl., „Der Kanon“), Titel eines esoterischen Buches von William Stirling, das erstmals 1897 in London erschien und die Gesetze beschreibt, auf denen Astronomie, Kunst, Naturwissenschaften, Politik und Musik in den Kulturen der alten Völker beruht haben sollen. Die Proportionen und … Weiterlesen
Canopus
(Alpha Carinae, 14°16’ Krebs), hellster Fixstern im Sternbild Schiffskiel, im Sternzeichen > Krebs gelegen. Er wird von > Saturn und > Jupiter geprägt und weist auf kommende Gefahren (bei Schiffsreisen) hin. Benannt wurde er nach einem Schiffssteuermann in den Diensten … Weiterlesen
Canopy
(Engl.), Baldachin, unter dem in der > Freimaurerei der Meister sitzt und der in einigen angelsächsischen Großlogen bei feierlichen Aufzügen über dem Großmeister getragen wurde. Celestial C. bezeichnet den Himmel, der zumeist an den Decken der Logenräume dargestellt wird und … Weiterlesen
Canori Mora, Elisabeth
(* 21.11.1774 Rom; † 05.02.1825 ebd.), Mutter und Mitglied des Dritten Ordens der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, selig (24.04.1994, Fest: 5. Februar). Mit 21 Jahren heiratete sie Cristoforo, den Sohn des berühmten Francesco Mora, dem sie vier Kinder schenkte, wovon zwei bereits im … Weiterlesen
Canossa, Magdalena von
(* 01.03.1774 Verona/Italien; † 10.04.1835 ebd.), heilig (2.10.1988, Fest: 10. April), Gründerin der Canossianerinnen. C. enstammte dem berühmten Geschlecht der Markgrafen von Canossa und verbrachte nach dem frühen Tod ihres Vaters ihre Jugend auf dem Schloss ihres Onkels. Mit 15 Jahren … Weiterlesen
Canseliet, Eugène
(* 18.12.1899 Sarcelles; † 17.04.1982 Savignies), französischer Alchemist und Spagyriker. Oft als Schüler von > Fulcanelli bezeichnet, der wohl C. selber war, wie er Robert Amadou, Jean-Paul Dumont und anderen verriet und wofür auch sein jeweiliges Vorwort zu den Werken von … Weiterlesen
Canterville, Gespenst von
(The Canterville Ghost), populärer Roman von Oscar Wilde (1854-1900), der 1887 erschien und in dem englischer Manierismus und englische Tradition sowie amerikanische Trivialität und Geschichtslosigkeit in witzigen Zügen gegeneinander ausgespielt werden. Der Titelheld ist ein böser Spukgeist, der in Ketten … Weiterlesen
Cantilever
(Engl., Ausleger), eine freitragende Konstruktion. W.J. Crawford (1880-1920) verwendete den Ausdruck zur Bezeichnung des von ihm postulierten „ektoplasmatischen Tragbalkens“ bei telekinetischen Phänomenen in Anwesenheit von begabten Medien. Zu dieser Theorie kam Crawford bei seinen 1914 bis 1920 durchgeführten Untersuchungen mit … Weiterlesen
Cao Dai
(Vietnames., „höchster Palast“ oder „Altar“), Name für den höchsten Gott des > Caodaismus, einer religiösen nationalistischen Bewegung, die sich im Zuge spiritistischer Sitzungen im Mekong-Delta von Vietnam entwickelte, bei denen im Jahre 1919 dem Verwaltungsbeamten Ngo Van Chieu eine neue … Weiterlesen
Cao Guojiu
(Chin.), daoistischer Unsterblicher, der nach der chinesischen Mythologie zu den > Acht Unsterblichen gehört. Angeblich war er ein Verwandter der Song-Dynastie. C. führte ein vorbildliches Leben, doch sein jüngerer Bruder wurde zum Mörder. Aus Scham darüber zog er sich in … Weiterlesen
Caodaismus
(Vietnames., „hohe Plattform“), Selbstbezeichnung einer 1926 in Vietnam von Ngo Van Chieu (1878-1932) aufgrund spiritistischer > Offenbarungen des Gottes > Cao Dai („höchster Palast“ oder „Altar“) gegründeten synkretistischen Religion chinesisch-buddhistischer Prägung. Zum Führer wurde der Mandarin Le Van Trung ernannt. … Weiterlesen
Capaccocha-Ritual
Praxis von Menschenopfern bei den > Inka, die vor allem an Kindern vorgenommen wurde. Diese Praxis wird heute als eine der vielen Strategien des Inka-Reiches betrachtet, um das Land zu kontrollieren und zusammenzuhalten. Das C.-Ritual wurde bei besonderen Ereignissen, wie … Weiterlesen
Capeete
(Finn.), nach der finnischen Mythologie > Kobolde, > Luftgeister, die große Macht hatten und sich sogar mit dem Mond in einen Kampf einließen (Finsternisse), der nur mit Mühe als Sieger daraus hervorgehen konnte. Es gab vielerlei C. mit je eigenen … Weiterlesen
Capella
(Alpha Aurigae – 21°10’ Zwillinge), hellster Fixstern des Sternbilds Fuhrmann im Sternzeichen > Zwillinge. Unter dem Einfluss von > Mars und > Merkur stehend verweist er auf Ehre und Glück. Lit.: Sahihi, Arman: Das neue Lexikon der Astrologie. Genf; München: Ariston, … Weiterlesen
Capelloni, Paul
(* 21.02.1776 Rom, † 14.10.1857 Neapel), Jesuit, Diener Gottes, Prediger und Thaumaturg. Mit 25 Jahren in Rom zum Priester geweiht, arbeitete er zunächst als Erzieher und entfaltete gleichzeitig gemeinsam mit den ihm befreundeten ehemaligen Jesuiten, die während der französischen Okkupation verboten … Weiterlesen
Capizzi, Ignatius
(* 02.09.1708 Bronte/Sizilien; † 27.09.1783 Palermo), Oratorianer, Diener Gottes (Seligsprechungsprozess 1819 eingeleitet, 27. Mai 1858 Anerkennung der heroischen Tugenden). In Bronte, an den Hängen des Ätna, geboren, studierte C. Theologie, trat in das Oratorium des hl. Philipp > Neri ein und … Weiterlesen
Cappotas
(Griech., „Ruhegeber“), Name der Lakonier für den Stein, auf dem angeblich > Orestes gesessen hatte und daraufhin von seiner Raserei befreit wurde. Lit.: Vollmer, Wilhelm: Wörterbuch der Mythologie. Erftstadt: area verlag gmbh, 2004.
Capra, Fritjof
(* 01.02.1939 Wien), Physiker, Systemtheoretiker und New Age-Denker. C. promovierte 1966 an der Universität Wien in Theoretischer Physik, lehrte von 1966 bis 1968 auf dem Gebiet der Hochenergiephysik an der Universität Paris, von 1968 bis 1970 an der University of … Weiterlesen
Capra, Giuseppe
(* 07.08.1933; † 02.12.2013 Fossano, Italien), Salesianer, Exorzist. C. wurde nach Eintritt in die Gemeinschaft der Salesianer und dem Studium der Philosophie und Theologie am 21. März 1964 zum Priester geweiht. Er war einer der Ersten, der unter Einschluss von Psychologen … Weiterlesen
Capricornus
(Lat., Steinbock), lateinische Bezeichnung für das zehnte Zeichen im > Tierkreis (21. Dezember bis 19. Januar). C. war nach seinem Vater Aigipan, dem halbziegenartigen Pan, benannt und wurde als Ziehbruder des kleinen > Zeus auf dem Berge Ida unter die … Weiterlesen
Caput mortuum
(Lat., Totenkopf), in der > Alchemie der unverdampfte Rückstand bei der Destillation oder Sublimation flüchtiger Substanzen. Da man diesen eine Belebtheit durch einen > Geist oder eine > Seele zuschrieb, durch die das Feuer freigesetzt und ausgetrieben würde, hielt man … Weiterlesen
Caragabi
Schöpfergott bei den Indianern Westkolumbiens. Er schuf die Vorfahren und soziale Strukturen, um dem Inzest vorzubeugen. Die Himmelskörper setzte er ans Firmament. Den Menschen gibt er Nahrung und ist für das Durchtrennen des Lebensfadens verantwortlich. Lit.: Seal, Graham: Encyclopedia of … Weiterlesen
Caraka
(Sanskr., auch Charaka), indischer Arzt und Anhänger der > Samkhya-Philosophie. Er soll Leibarzt des Königs Kanishka (um 100 n. Chr.) gewesen sein und dessen Gemahlin bei einer schweren Geburt beigestanden haben. Sein medizinisches Werk Caraka Samhita, das noch vor dem … Weiterlesen
Caran pahul
(Pañjabi, „Fuß-Initiation“), hinduistisches Initiationsritual, das von den Sikh-Gurus übernommen wurde. Es verpflichtete jede Person, die ein Sikh werden wollte, zum Zeichen der Demut caranamrt zu trinken, ein Wasser, in dem die Füße eines > Brahmanen oder einer > Murti gewaschen … Weiterlesen
Carancini, Francesco
Italienisches Medium (um 1863-1940), das zu seiner Zeit als eines der besten Medien der Welt bezeichnet wurde. C. produzierte psychokinetische Bewegungen, seltener > Materialisationen, schrieb medial auch in Latein und Altgriechisch. Da alle Phänomene in absoluter Dunkelheit oder bei nur … Weiterlesen
Caravacakreuz
Oder Spanisches Kreuz, Schutzschrift gegen Hochgewitter mit einem Gebet zu Maria und St. Florian, die an der Schlafkammer oder Haustür befestigt wurde. Das Gebet endet mit Versen. Die Schrift besteht aus zwei Textspalten, zwischen denen ein Doppelkreuz aufgedruckt ist. Solche … Weiterlesen
Carbonari
(Ital., „Köhler“, „Kohlenbrenner“), italienischer politischer Gemeinbund. Die Herkunft des Namens ist umstritten. Die C. entstanden im Italien des 19. Jh. und gehen möglicherweise auf den in Frankreich im 18. Jh. gegen Napoleon I. gegründeten Geheimbund „Charbonnerie“ zurück. Organisatorisch waren sie … Weiterlesen
Cardanus, Hieronymus
(* 24.09.1501 Pavia; † 21.09.1576 Rom), Mediziner, Mathematiker, Naturwissenschaftler, Astrologe, Philosoph und Schriftsteller, Prototyp des Universalwissenschaftlers der Renaissance. Von 1520-1526 studierte C. in Pavia und Padua Medizin und arbeitete nach der Promotion zum Dr. med. als Arzt von 1532 an in … Weiterlesen
Cardea
(Lat. cardo, Türangel), römische Göttin der Türangel, eine jungfräuliche Jägerin, die > Janus liebte. Lit.: Holzapfel, Otto: Lexikon der abendländischen Mythologie. Freiburg: Herder, 2002.
Cardiff, Riese von
(Cardiff Giant), eine der größten Fälschungen der nordamerikanischen Archäologie, auch als „amerikanischer Goliath“ bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Gipsstatue von drei Metern Höhe mit Schuhgröße 70, die der Tabakpflanzer George Hull herstellen ließ, um damit einen Pfarrer an … Weiterlesen
Cardines Geniturae
(Lat., Kardinale Wendepunkte), die vier kardinalen Wendepunkte des Horoskops: Aufgang (Ortus), Untergang (Occasus), Himmelsmitte (Medium Coeli) und Himmelstiefe (Imum Coeli). Lit.: Sahihi, Arman: Das neue Lexikon der Astrologie. Genf: Ariston, 1991.
Carducci, Giosuè
Pseudonym Enotrio Romano (* 27.07.1835 Valdicastello, heute Pietrasanta, Toscana; †16.02.1907 Bologna), italienischer Dichter, Redner und Literaturhistoriker. Als Sohn eines Landarztes studierte C. an der Universität Pisa Philologie und promovierte dort zum Doktor der Philosophie. Er arbeitete zunächst als Lehrer der … Weiterlesen
Cargo-Kulte
(Neomelanes. cargo, Güter), Bezeichnung einer Vielzahl von Bewegungen der eingeborenen Insulaner, insbesondere der Melanesier, die der Ansicht sind, dass Frachtschiffe und Transportflugzeuge mit Geld und Gütern an Bord durch magische Beschwörung herbeigerufen werden könnten. Dieser Glaube beruht auf der Vorstellung … Weiterlesen
Carington, Walter Whately
(* 1884 London; † 02.03.1947 ebd.), eigentl. Walter Whately Smith (Namensänderung 1933), englischer Parapsychologe. Bereits in seinen Studienjahren galt das Interesse von C. der offiziellen Wissenschaft wie der Parapsychologie. Eine bezahlte akademische Stelle lehnte er jedoch ab und zog es … Weiterlesen
Carini, Magdalena
51. Wunderheilung von Lourdes. C. wurde am 11. März 1917 in San Remo (Italien) geboren und am 15. August 1948 im Alter von 31 Jahren von einer Bauchfell-, Lungen- und Rückgrat-Tuberkulose mit Kreislaufstörungen geheilt. Sie litt seit dem 10. Lebensjahr an … Weiterlesen
Carioni, Giovanni
Ordensname: Battista da Crema (* um 1460 Crema, † 1534 Guastalla/Italien), Dominikaner, größter geistlicher Schriftsteller der ersten Hälfte des 16. Jh. C., dessen Biografie nur stückhaft bekannt ist, war Mitglied der reformierten Dominikaner der Lombardei und hatte den Ruf eines großen … Weiterlesen
Caritas
(Lat., Liebe), lateinische Bezeichnung der Liebe und Symbol der christlichen Tugend der Nächstenliebe, vor allem zu Armen und Hilfsbedürftigen. Attribute sind das > Lamm, die > Fackel, das flammende Herz, das gleicharmige Kreuz mit Ausstrahlung der Kreuzecken. C. ist auch … Weiterlesen
Carlson, Chester Floyd
(* 08.02.1906 Seattle, Washington; † 19.09.1968 New York), Physiker, Patentanwalt, Erfinder des modernen Fotokopierers. C. studierte Physik und arbeitete nach Erlangung des B.S.-Grades in Physik am California Institute of Technology als Forschungsingenieur bei den Bell Telefon-Werken in New York City. Nach … Weiterlesen
Carman
(Kelt.), irische Festgöttin und Personifikation der Natur- und Bodenkräfte. Sie stand im Ruf, eine große Zauberin zu sein, deren Kunst durch die > Tuatha Dê Danann gebannt wurde, als diese sie gefangen nahmen, wodurch C. ihre Bedeutung verlor. Ihre kultische … Weiterlesen
Carmelus
(Lat.), in der phönizischen Mythologie ein Gott ohne Tempel und Bild auf dem Berg Carmel. Er wurde aber mit einem Altar sehr verehrt, da er dort ein berühmtes > Orakel hatte, dessen Priester zuerst dem Vespasian aus den Eingeweiden der … Weiterlesen
Carmenta
(Lat.), in der römischen Mythologie eine Geburtsgöttin, die beim Kapitol ein Heiligtum und an der Porta Carmentalis Altäre besaß. Ihr Fest, die Carmentalia, wurde am 11. und 15. Januar von Frauen begangen. C. wurde dabei als Antevorta (Vorausschauende) und Postvorta … Weiterlesen
Carmick-Manuskript
(Engl. Carmick Manuscript), die älteste freimaurerische Handschrift Amerikas. Sie stammt aus dem Jahre 1727 und ist im Besitz der Großen Loge von Pennsylvania. Das Manuskript umfasst 24 Seiten und ist eine Kopie von Konstitutionen nach altenglischen Mustern, die von einem … Weiterlesen
Carn
(Kelt., „Steinmahl“), bretonisch-gälische Bezeichnung für einen künstlichen Hügel, zumeist in Gebrauch für einen vorzeitlichen Steinhügel, eingeschlossen von Gräbern und Dämmen, auf dem die alten Briten gerichtliche und gottesdienstliche Handlungen verrichteten. Auf solchen Hügeln wurden Verbrecher geopfert und meist auch ein … Weiterlesen
Carna
(Lat. caro, Fleisch), nach der römischen Mythologie die Göttin des Herzens und der übrigen Körperorgane sowie Schutzherrin der Gesundheit. Von daher auch die Ableitung des Namens von caro (Fleisch), der aber auch etruskischen Ursprungs sein könnte. Ihr Fest, Carnaria, wurde … Weiterlesen
Carnac
(Kelt. Carn, Steinmahl; breton. Karnag), Ort in der Bretagne (Morbihan), wo sich 3000 > Menhire (Steinblöcke) erhalten haben, die in drei Gruppen von Zehner- bzw. Dreizehnerreihen angeordnet sind. Die Reihen sind über drei Kilometer lang und die Steine haben eine … Weiterlesen
Carnegie, Dale
(* 24.11.1888 Maryville, Missouri, USA; † 01.11.1955 Forest Hills, New York), amerikanischer Schriftsteller und Motivationstrainer im Bereich Lebenshilfe und positives Denken. Als Sohn armer Kleinbauern studierte er vier Jahre am Staatlichen Lehrerkolleg von Warrensburg in Missouri, um Lehrer zu werden, doch … Weiterlesen
Caro, Rabbi Yosef
(1488-1575), geb. in Spanien oder Portugal, Kabbalist und einer der bedeutendsten jüdischen Gelehrten des letzten Jahrtausends. 1497 zog die Familie in die Türkei, wo C. die nächsten 39 Jahre lebte. Er war Schüler von Rabbi Jakob Beirav und Shlomo Alkabetz. … Weiterlesen
Carolina
Kurzbezeichnung der Constitutio Criminalis Carolina (C.C.C., Peinliche Gerichtsordnung Kaiser Karls V. von 1532), erstes allgemeines deutsches Strafgesetzbuch verbunden mit Strafprozessordnung, das bis Ende des 18. Jh. gültig blieb. Das Strafrecht im Mittelalter fußte lange auf unvollkommenen Aufzeichnungen, die nur örtlich … Weiterlesen
Caroll, Lewis
Pseudonym für Charles Lutwidge Dodgson (* 27.01.1832 Daresbury im County Cheshire; † 14.01.1898 Guildford im County Surrey), britischer Schriftsteller, Fotograf, Mathematiker und Diakon der anglikanischen Kirche. C. verbrachte als ältestes von neun Kindern seine Jugend im Kreise seiner Familie, wo er … Weiterlesen
Carotis-Technik
Auch Karotistechnik (lat. carotis, Halsschlagader), fingierte > Bühnenhypnose. Der Hypnotiseur verschließt durch geschicktes Abdrücken die Halsschlagadern (Arteriae carotides) der ahnungslosen Versuchsperson, während er diese und die Zuschauer mit Sprüchen ablenkt. Dann wartet er, bis das „Medium“ aufgrund eines plötzlichen Blutunterdrucks … Weiterlesen
Carpenter-Effekt
Auch: ideomotorischer Effekt, ideomotorisches Gesetz, beruht auf dem Phänomen, dass vorgestellte oder wahrgenommene Bewegungen in Form von mikromotorischen Reaktionen durchgeführt werden. Dieser ideomotorische Effekt wurde erstmals 1852 von dem englischen Physiologen William Benjamin Carpenter (1813-1885) beschrieben. Nach Carpenter regen die … Weiterlesen
Carpzov, Benedict der Jüngere
(* 27.05.1595 Wittenberg; † 30.08.1666 Leipzig), Prof. für Rechtswissenschaft, Beisitzer am Schöppenstuhl, einem der höchsten protestantischen Spruchkollegien, und Richter am Höchsten Gericht Sachsens in Leipzig. C. gilt als einer der Begründer der deutschen Rechtswissenschaft. Von seinen zahlreichen Werken, in denen er … Weiterlesen
Carrel, Alexis
(* 28.06.1873 Lyon, Frankreich; † 05.11.1944 Paris), französischer Biologe und Chirurg, erhielt 1912 den Nobelpreis für Medizin und war Augenzeuge zweier Heilungen in Lourdes. C., Sohn eines Kaufmanns, studierte nach der Ausbildung in seiner Heimatstadt mit dem Bakkalaureat in Sprache und … Weiterlesen
Carrington, Hereward Hubert Lavington
(* 17.10.1880 Jersey, England; † 26.12.1958 Los Angeles, USA), Parapsychologe und Autor zahlreicher Bücher. In England geboren, übersiedelte C. 1899 in die USA, wo er 1900 dem amerikanischen Zweig der > Society for Psychical Research beitrat und den Dr. phil. erwarb. … Weiterlesen
Carroll, Peter J.
(* 08.01.1953 Patching, England), Okkultist, Autor und Mitbegründer der „Illuminates ot Thanateros“. C. studierte Naturwissenschaften an der Universität von London, arbeitete anschließend als Lehrer und verbrachte vier Jahre in Indien und im Himalaya. 1978 erschien sein Buch Liber Null, 1982 … Weiterlesen
Carroll, Peter James
(* 08.01.1953 Patching, England), Okkultist, Vertreter der magischen Chaostheorie, Autor. C. studierte Naturwissenschaften an einer der Hochschulen der Universität London, war anschließend im Schuldienst tätig und verbrachte dann vier Jahre in Indien und im Himalaya. 1987 erschien sein Buch Liber … Weiterlesen
Cartaphyllus
(Lat.), römischer Söldner. Einer Legende nach stand bei der Kreuzigung Christi ein römischer Söldner namens C. als Türhüter vor den Pforten des Palastes von Pilatus. Als Jesus herausgeführt wurde und dem Römer zu langsam ging, gab dieser Jesus einen Stoß … Weiterlesen
Carter, Howard
(* 09.05.1874 Kensington, England; † 02.03.1939 London), britischer Archäologe und Ägyptologe. Nach einer Ausbildung als Maler wurde C. Mitglied des Archeological Survey und als Zeichner für die Bauaufnahmen von Beni Hassan und El-Bersche in Ägypten verpflichtet. Zwischen 1883 und 1899 hatte er … Weiterlesen
Cartheuser, William
(* 19.01.1890; † Februar 1966), amerikanisches Medium, das mehr als 30 Jahre lang mit seinen nicht unumstrittenen Auftritten das Publikum vor allem durch direkte Stimmen zu beindrucken suchte. Seine medialen Durchgaben wurden von Dr. Nandor > Fodor 1927 im Haus des … Weiterlesen
Carus, Carl Gustav
(* 03.01.1789 Leipzig; † 28.07.1869 Dresden), deutscher Arzt, Psychologe, Naturphilosoph und Landschaftsmaler. C. studierte an der Universität Leipzig Physik, Botanik, Chemie und Medizin und promovierte 1811 in Medizin. Hochbegabt trug er bereits mit 22 Jahren zwei Doktortitel (Dr. phil., Dr. med.) und hielt Vorlesungen … Weiterlesen
Carver, George Washington
(* 12.07.1864 Diamond Grove, Missouri; † 05.01.1943 Tuskegee, Alabama), farbiger amerikanischer Pflanzenphysiologe und Chemiker. Als ehemaliger Sklave arbeitete sich C. durch seine künstlerische Begabung und seine Liebe zur Natur über alle Rassenhindernisse hinweg zu einem der größten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts … Weiterlesen
Carynx
(Gall.-kelt.), Blasinstrument in Form eines langen Rohres mit einem gebogenen Mundstück und einem Schalltrichter mit federnder Zunge, mit dem Töne ähnlich Tierlauten erzeugt werden können. Ein ähnliches Instrument findet sich auch bei den > Azteken. Mit dem Dröhnen dieser Trompeten … Weiterlesen
Casanova, Giacomo Girolamo
(* 02.04.1725 Venedig; † 04.06.1798 Dux, Böhmen), selbst geadelt als Chevalier de Seingalt, Freimaurer und Sinnbild des Verführers. Sohn der Schauspielerin Giovanna Farussi, genannt “Zanetta”; sein mutmaßlicher Vater war der Schauspieler Gaetano Casanova. Da seine Mutter viel auf Reisen war, wurde … Weiterlesen
Cäsar, Gaius Iulius
(100-44 v. Chr.), römischer Staatsmann, Feldherr und Schriftsteller. Sein Leben ist von einer Reihe von > Prophezeiungen umrankt, insbesondere in Bezug auf seinen gewaltsamen Tod. So soll kurz vor seiner Ermordung in einem Grab in Capua die griechische Inschrift gefunden worden … Weiterlesen
Cäsarius von Arles
(* Um 470 Châlons-sur-Saône, † 27.08.542 Arles), Mönch und Bischof, hl. (Fest 27. August). Mit 18 Jahren wurde er in den Stadtklerus aufgenommen, 490 Mönch auf der Insel Lérins und um 499 zum Priester geweiht. 503 wurde er Bischof von Arles … Weiterlesen
Cäsarius von Heisterbach
(* Um 1180 vermutlich in Köln; † 1240 vermutl. im Kloster Heisterbach), Zisterzienser (OCist: Johann Vatiguerro = Br. Johann vom gespaltenen Felsen) und theologischer Schriftsteller. In Köln ausgebildet, wurde C. 1199 Zisterzienser, dann Novizenmeister und um 1227 Prior des Klosters. Um … Weiterlesen
Casaubon(us), Méric
(* 14.08.1599 Genf; † 14.07.1671 Ickham, Canterbury), Oxforder Theologe, Pfründner der Kathedrale von Canterbury, Herausgeber der Schriften von John > Dee. C. war der Sohn des protestantischen Gelehrten und Polemikers Isaac Casaubon und seiner Frau Florence (geb. Etienne). Er verbrachte seine … Weiterlesen
Case, Paul Foster
(* 03.10.1884 Fairport, New York; † 02.03.1954 Mexiko), amerikanischer Okkultist, Rosenkreuzer und Tarot-Experte. C. war Sohn eines Stadtbibliothekars, hatte bereits in seiner Kindheit luzide Träume und stieß in der Bibliothek des Vaters auf den > Tarot, welcher ihn von da an … Weiterlesen
Casey, Solanus
Bernard Francis Casey, Spitzname „Barney“ (* 25.11.1870 Oak Grove, Wisconsin, USA; † 31.07.1957 Detroit, Michigan, USA), Kapuziner (ehrwürdig 1995). Als Sohn der irischen Einwanderer Bernard und Ellen Casey verbrachte er eine erlebnisreiche Jugend. Bereits als Junge rettete er einen Mann vor dem … Weiterlesen
Cashen’s Gap
Ein isolierter Ort auf der Insel Man, Großbritannien, im Manx-Dialekt als Doarlish Cashen bekannt, der durch einen sprechenden Mungo namens „Gef.“ zu einem der berühmtesten Spukfälle wurde. Nach Angaben der Familie Irving, die in C. lebte, verzehrte die Kreatur Kaninchen, … Weiterlesen
Casilda
Heilig (Fest: 9. April), lebte wahrscheinlich im 11. Jahrhundert, zur Zeit der muslimischen Herrschaft in Spanien. Sie war die Tochter des Emirs von Toledo, al-Maʼmun, nach anderen, des Statthalters von Cuenca, Ben Cannon. Nach dem Martyrologium Romanum wurde sie in … Weiterlesen
Caspareck, Michael
Auch Kaspareck, M. († 28.02.1718), Gespenst von Lublau (Stará Ľubovňa (dt.: Lublau /Altlublau, ungarisch Ólubló, heute eine Stadt mit zirka 15.000 Einwohnern in der Nordostslowakei, damals in Ober-Ungarn). In einem Schreiben vom Juli 1718 aus Lublau wird folgende unheimliche Geschichte berichtet: … Weiterlesen
Caspiel
Nach der > Pseudomonarchia Daemonum ein Dämon, unter dessen Herrschaft 200 Herzöge und 400 Unterführer stehen. Sein Herrschaftsgebiet liegt im Süden, wo er alle Geheimnisse kennt. Lit.: Wierus, Joannis: Joannis Vvieri De praestigiis daemonum, & incantationibus ac ueneficiis: libri sex, … Weiterlesen
Cassie
Einer der kostbarsten Düfte, der aus den Blüten der echten Akazie (Acacia farnesiana) gewonnen wird, die in verschiedenen warmen Gebieten des Mittelmeerraumes dieses Blütenöls wegen kultiviert wird. C.-Öl, dessen Duft an Narzissen und Veilchen erinnert, wird vielen magischen Parfums beigemischt.
Cassiel
(Hebr. Qafsiel), Engel der Einsamkeit und der Tränen, der die Ereignisse des Kosmos beobachtet, ohne viel einzugreifen; er soll dem Tod der Könige vorsitzen. C. wird oft auch auf der Liste der > Sieben Erzengel angeführt und mit dem > … Weiterlesen
Cassinis, Samuel de
(15./16. Jh.), Franziskaner, Philosoph und Theologe in Mailand. C. gehörte zu jenen katholischen Theologen, die sich zu Beginn des 16. Jh. ganz entschieden gegen die Echtheit all jener Taten wandten, deren man die > Hexen anklagte, und die sogar der … Weiterlesen
Cassirer, Manfred
(* 12.07.1920 Berlin; † 18./19.12.2003 London), Paranormologe. C. übersiedelte 1937 aus politischen Gründen nach England, studierte an der Universität Oxford Theologie und Orientalistik und erwarb den akademischen Grad in Ägyptologie. Er interessierte sich für das gesamte Gebiet der Paranormologie und war … Weiterlesen
Cassoli, Piero
Dr. (* 25.07.1918 Bologna; † 29.08.2005 ebd.), Arzt, Psychotherapeut und Parapsychologe. C. studierte an der Universität Bologna Medizin, promovierte 1943 in Medizin und Chirurgie und heiratete 1948 Brunilde Mignana, die seine Arbeit aktiv mitgestaltete. Von 1944 –1950 war er als Universitätsassistent an … Weiterlesen
Castaneda, Carlos
(* 25.12 1925 Cajmarca, Peru; † 27.04.1998 Los Angeles), Anthropologe und Schriftsteller. Seinen eigenen biografischen Angaben zufolge wurde C. am 25.12.1935 geboren und kam unter dem Namen César Aranha 1951 per Schiff nach San Francisco. 1957 erwarb er unter dem inzwischen … Weiterlesen
Castelli, Danila
Am 16. Januar 1946 in Bereguardo bei Pavia in Italien geboren. Aus ihrer Ehe mit einem Arzt gingen vier Kinder hervor, von denen das Jüngste das Licht der Welt zwei Jahre vor ihrer Erkrankung erblickte. Die ersten Anzeichen der Krankheit … Weiterlesen
Castelvitch, Gräfin
(Ca. 1920), portugiesisches > Medium. Zu Beginn des 20. Jh. zeigte C. eine Reihe von Phänomenen, die von Dr. d’Oliveira Feijao, Professor für Chirurgie an der Universität Lissabon, und Madeleine Frondoni-Lacombe genau beobachtet wurden. Nach dem Bericht von Dr. Feijao … Weiterlesen
Castiel
(Hebr.), Princeps armorum (Staricius, 92), ein Geistername, der auch im Heptameron des Petrus > Abano (Agrippa, 4, 142) als „Engel des Donnerstags“ und in Fausts Höllenzwang unter den Geisternamen Casadiel und Cadiel vorkommt. Lit.: Staricius, Johannes: Geheimnisvoller Heldenschatz oder der … Weiterlesen
Castor und Pollux
Die lateinischen Namen für die Dioskuren Kastor und Polydeukes, das etruskische Helden- und Brüderpaar, das von den Griechen übernommen wurde. C. und P. waren Zwillingssöhne des > Zeus und der Leda, Brüder von Helena und Klytaimnestra. Bei Homer ist nur … Weiterlesen
Castro, Alfonso de
(* 1495 in Zamora/Spanien; † 1558 in Brüssel/Belgien), auch bekannt als Alphonsus a Castro, Franziskaner (OFM), Theologe und Jurist. C. trat mit 15 Jahren in den Franziskanerorden ein und studierte dann Theologie und Philosophie an der Universität von Alcalá. Als Professor an … Weiterlesen
Castruccio, Peter Adelbert
(* 11.01.1925 New York), amerikanischer Ingenieur und Weltraumtechniker. C. studierte an der Universität von Genua, Italien, und an der John Hopkins University, Baltimore, Maryland, USA, Nuklearphysik, machte eine besondere Laufbahn in Raum-Kommunikation und Raum-Navigation und wurde Direktor des Westinghouse’s Astronautics … Weiterlesen
Catachillay
Name einer heiligen Inkaquelle, die auf einer sog. Ceque-Linie entsprang, welche im Coricancha-Tempelbezirk von Cuzco ihren Ausgang nahm, nach Westen führte und die Huacas Capac Usnu, einen heiligen Pfeiler, mit einer Plattform für astronomische Beobachtungen verband. Diese Anordnung wurde zur … Weiterlesen
Catalogus Auctorum
Liste mit Namen europäischer Geisterbuch-Autoren. Der Buchhändler Henningus Grosius (1553-1621) veröffentlichte anonym das Geisterbuch Magica de spectris et apparitionibus spirituum, das er dann 1597 unter dem Titel Magica seu mirabilium historiae de spectris et apparationibus spirituum in seiner Druckerei in … Weiterlesen
Catalogus Codicum Astrologorum Graecorum (CCAG)
Ein von klassischen Philologen ab dem Jahr 1895 erstellter Katalog astrologischer griechischer Handschriften aus europäischen Bibliotheken. Der Katalog dient als wichtige Quelle bei der Erforschung der geschichtlichen Aspekte von Sternreligion, Sternorakel und sämtlichen Fragen, die mit der hellenistischen Astrologie zusammenhängen. … Weiterlesen
Catena
(Lat., Kette), Internationale Vereinigung von Großlogen der > Freimaurerei, die Männer und Frauen als gleichberechtigte Mitglieder aufnehmen. Die C. entstand durch die Kooperation der „Nederlandse Grootloge der Gemengde Vrijmetselarij“, des deutschen „Universalen Freimaurer-Ordens Humanitas“ und der österreichischen „Großloge Humanitas Austria“ … Weiterlesen
Catez, Elisabeth von der Heiligsten Dreifaltigkeit
(* 18.07.1880 Avor bei Bourges, Frankreich; † 09.11.1906 Dijon), Karmelitin, selig (25.11.1984, Fest: 9. November), Mystikerin. C. studierte Musik und widmete sich mit großem Erfolg dem Klavierspielen. Ihre Konzerte beeindruckten und sie bekam mehrere Auszeichnungen. Mit der Erstkommunion am 19.04.1891 ändert … Weiterlesen
Cath/Cautha
Etruskischer Sonnengott. C. ist sonst unter dem Namen Usil (Sonne und Morgenröte, verwandt mit ausum, aurum, aurora, sol) bekannt. Er trägt eine Strahlenscheibe auf dem Haupt und in den Händen je einen Feuerball. Lit.: Pfiffig, Ambros Josef: Religio etrusca. Wiesbaden: … Weiterlesen
Catlinit
Roter Tonschiefer, heiliger Stein der Sioux-Indianer. Er symbolisiert das Blut der Sioux und ihre Hautfarbe und wird von den nordamerikanischen Indianern zur Herstellung des Kopfes der > Friedenspfeife (Calumet) verwendet. Der Stein ist nach dem amerikanischen Maler und Indianerkenner George … Weiterlesen
Cato
Zauberwort in der Formel: Cato caruce, sanum reduce, reduce sanum, Emanuel Paraclitus zur Heilung von Schlangenbissen. Die Deutung ist unsicher. A. Franz sieht in C. den Römer Cato, der im Ruf eines Heilkünstlers stand. Lit.: Franz, Adolf: Die kirchlichen Benediktionen … Weiterlesen
Catoblepas
(Griech. katoblepo, „der nach unten blickt“), nach der antiken Mythologie ein an der Grenze zu Äthiopien beheimatetes Stierungeheuer, das erstmals von Plinius d. Älteren (Naturalis historia, 8.77) schriftlich beschrieben wurde. C. soll demnach ausgesehen haben wie ein schwarzer Büffel mit … Weiterlesen
Caturmaharajas
(Sanskr., chin. Tian-wang, japan. Shi-tenno), im > Buddhismus die vier Großkönige als Hüter der Weltgegenden: Vaishravana bewacht den Norden, Virupaksha den Westen, Virudhaka den Süden und Dhrtarashtra den Osten. Die Vier entsprechen den indischen > Lokapalas. Sie thronen auf > … Weiterlesen
Cauac
(Indian., „Regen, Sturm“), der 19. von 20 Tagen, die einen Maya-Monat ausmachten. C. gehörte zu den „Jahresträgern“, was besagt, dass in einem 52-jährigen Zyklus alle vier Jahre ein Jahr mit dem Tag C. begann. Der Tag wurde mit dem Süden … Weiterlesen
Cauda Pavonis
(Lat., Pfauenschweif), ein Farbenspiel bei der Herstellung des Steins der Weisen (> lapis philosophorum). Die Herstellung erfolgt in verschiedenen Stadien, die durch das Erscheinen verschiedener Farben gekennzeichnet seien. Sie zeigen dem > Adepten an, dass seine Arbeit planmäßig vor sich … Weiterlesen
Causa
(Lat., Ursache), in der > Homöopathie Bezeichnung für die auslösende Ursache (C. occasionalis) einer Erkrankung oder Beschwerde, die nicht in einem bekannten pathophysiologischen Zusammenhang mit der Störung stehen muss, sondern auch physischer, emotionaler oder geistiger Natur sein kann. Die C. … Weiterlesen
Causa prima
(Lat., Urgrund), nach der scholastischen Philosophie die Erstursache aller Dinge, die oft auch als „Gott“ bezeichnet wird. Im Gegensatz zur C. p. sind alle anderen Ursachen Teilursachen, so z.B.: Causa materialis, materielle Ursache, die im Innern der Materie liegt Causa formalis, … Weiterlesen
Causinomantie
(Engl. causinomancy), Deutung von Formen, die Gegenstände im Feuer annehmen. So sei es ein schlechtes > Omen, wenn der Gegenstand langsam brennt, hingegen ein gutes, wenn er rasch brennt bzw. wenn ein brennbarer Gegenstand überhaupt nicht brennt. Die Deutung kann … Weiterlesen
Caussade, Jean Pierre de
(*07.03.1675 Quercy, Frankreich; † 1751 Toulouse), asketischer Schriftsteller und Mystiker. 1693 trat er in die Gesellschaft Jesu ein, wurde 1705 zum Priester geweiht und begann nach acht Jahren Gymnasialunterricht in Aurillac und Toulouse eine rege Predigttätigkeit, die ihn in mehr als … Weiterlesen
Cautes und Cautopates
(Iran.), Fackelträger in Begleitung des Sonnengottes > Mithras, insbesondere beim Tieropfer. Das Paar war fast immer beiderseits der Stiertötungsszene postiert; Cautes mit hoch erhobener Fackel, eventuell die aufgehende Morgensonne und das Leben symbolisierend, Cautopates mit gesenkter Fackel als Verkörperung der … Weiterlesen
Cautio criminalis seu de processibus contra Sagas Liber
(Dt.: Cautio Criminalis oder Rechtliches Bedenken wegen der Hexenprozesse). Mit diesem Buch gegen die Praxis der Hexenprozesse trug der Dichter und Jesuit Friedrich > Spee von Langenfeld entscheidend zum Ende des Hexenwahns in Deutschland bei. Das Werk erschien zunächst anonym … Weiterlesen
Cavendish, Richard
(* 1930 Henley-on-Thames, Oxfordshire), englischer Autor auf dem Gebiet der > Magie und > Hexerei. C. studierte an der Universität Oxford Mediävistik, war Hrsg. der enzyklopädischen Reihe Man Myth and Magic (1970-71), die erstmals viele internationale Experten in Magie und Mythologie … Weiterlesen
Cayce, Edgar
(* 18.03.1877 Hopkinsville, Kentucky, USA; † 03.01.1945 Virginia Beach, Virginia), Sensitiver und Heiler. C. wuchs auf einer Farm auf und hatte bereits als Kind außergewöhnliche Wahrnehmungen. Im Alter von sechs bis sieben Jahren erzählte er den Eltern, dass er Erscheinungen … Weiterlesen
Cayce, Hugh Lynn
(* 16.03.1907 Bowling Green/Warren County, Kentucky, USA; † 04.07.1982, Virginia Beach, Virginia, USA), Sohn von Edgar und Gertrude Cayce. Wie sein Vater war auch er paranormal veranlagt, insbesondere in Bezug auf > Telepathie. Nach einigen Auseinandersetzungen wurde er für diesen … Weiterlesen
Cazenave, Blaisette
3. Wunderheilung von Lourdes. C. wurde 1808 als Blaisette Soupène geboren und lebte zur Zeit der Heilung, im März 1858, im Alter von 50 Jahren, in Lourdes. Sie litt nach ärztlichem Attest seit drei Jahren an einer chronischen Bindehaut- und … Weiterlesen
Cazotte, Jacques
(* 17.10.1719 Dijon; † 25.09.1792 in Paris guillotiniert), französischer Schriftsteller, Mitglied des Martinistenordens. Nach dem Studium in einem Jesuitenkolleg übersiedelte C. 1740 nach Paris und nahm eine Anstellung in der Marineverwaltung an. Nach 1743 lebte er einige Zeit in Martinique, wo … Weiterlesen
Cazzamalli, Ferdinando
(* 1887 Crema; † 30.12.1958 Como, Italien), Neurologe und Parapsychologe. Nach seinem Studium der Medizin mit Spezialisierung in Neuropathologie leitete C. eine psychiatrische Klinik in Como und wurde dann Dozent an der Neuropsychiatrischen Klinik in Modena. 1923-1925 stellte er im Rahmen … Weiterlesen
Cecco d’Ascoli
Auch Cecco Esculano, eigentlich Francesco Stabili (* 1257 Ascoli; † 26.09.1327 Florenz), italienischer Dichter, Astrologe, Mathematiker, Philosoph, Arzt und Magier. C. unterrichtete an den Universitäten von Bologna und Florenz und war vielleicht auch in Salerno und Paris. Es scheint, dass ihn Papst … Weiterlesen
Cefalù
Stadt in der Provinz Palermo an der Nordküste Siziliens am Fuß der Rocca di Cefalù, eines 270 Meter hohen Kalkfelsens, in dessen Gegend Aleister > Crowley 1920 ein einstöckiges Häuschen mietete und mit seiner Familie, seinen Gespielinnen und Anhängern bis … Weiterlesen
Ceiba
(Ceiba pentandra), der heilige Baum der > Maya, auch Yaxché oder Pochote genannt, ist auch als Kapok-Baum bekannt. Er kann eine Höhe von bis zu 70 m erreichen, der Stamm einen Durchmesser von 3 bis 5 m. Die Blüten sind … Weiterlesen
Cele, Germana
Besessenheitsfall in Natal (Südafrika) in den Jahren 1906/1907. C. war ein 16-jähriges Mädchen, das die Missionsschule St. Michael in Natal besuchte. Nach dem Bericht des Marianhillerpaters Erasmus Hörner zeigte sie im Sommer 1906 merkwürdige Zustände, die nicht mehr natürlich zu … Weiterlesen
Céli Dé
(Kuldeer, engl. culdees; wörtlich: Gefolgsleute Gottes), Vertreter einer streng christlichen Lebensweise in Irland. Die Bezeichnung ist seit dem 8. Jh. bezeugt. Der Ursprung dieser Reformbewegung lag offenbar im Süden Irlands. Um 800 finden sich führende Vertreter in allen Teilen der … Weiterlesen
Cellini, Benvenuto
(* 03.11.1500 Florenz; † 13.02.1571 ebd.), berühmter Goldschmied, Bildhauer und Erzgießer. Mit 15 Jahren ging C. bei Antonio Sandro in die Goldschmiedlehre und kam dann nach Rom, wo er in der Werkstatt von Firenzuolo di Lombardia einen silbernen Tafelaufsatz fertigte, der große … Weiterlesen
Celonitis
Oder Celontes (lat.), ein magischer Stein, der in der Schildkröte zu finden sei und feuerfest sein soll. Ihm werden auch heilende Kräfte nachgesagt. Am Tag des Neumonds für zwei Wochen unter die Zunge gelegt, verleiht er dem Träger angeblich von … Weiterlesen
Census of Hallucinations
Volksbefragung zur Halluzination. 1889 begann die > Society for Psychical Research eine Erhebung über > Geistererscheinungen zur Erhärtung des in > Phantasms of the Living vorgelegten Materials. Von den 17.000 englischen Einsendern behaupteten rund 10% schon einmal eine Erscheinung gehabt … Weiterlesen
Centeotl
(Mexik. centl, Mais; teotl, Gott), in der mexikanischen Mythologie ein Maisgott, der sowohl männlich als auch weiblich sein konnte. C. war der Sohn der Erdgöttin Tlazolteotl, nach einem anderen Mythos der Sohn der Göttin Xochiquetzal, und hatte in Mexiko fünf … Weiterlesen
Centiloquium
(Lat., hundert Sinnsprüche), Sammlung von 100 Sentenzen, Meinungen, Aussprüchen. Am bekanntesten sind das dem Hermes mit 100 astrologischen Sätzen in lateinischer Sprache und das dem Ptolemäos (astrologische Schrift) mit ebenfalls aphoristisch hingeworfenen Sentenzen zugeschriebene C. oder Karpos. > Aderlassmännchen. Lit.: … Weiterlesen
Centimanen
(Lat.; griech. Hekatoncheires, Hunderthändige), die drei Riesen > Briareos, Gyges und Cottus der griechischen Mythologie mit 100 Armen und 50 Köpfen. Sie sind Söhne des > Uranos und der > Gaia (Gäa), doch wurden sie wegen ihrer feindseligen Gesinnung, ihrer … Weiterlesen
Centro Studi Parapsicologici (CSP)
Zentrum für parapsychologische Studien mit Sitz in Bologna. Das CSP wurde 1954 auf Initiative von Enrico Marabini, Piero > Cassoli, Massimo Inardi und Alessandro Buscaroli zum Studium der paranormalen Phänomene gegründet. Das Zentrum organisiert Kongresse und veröffentlicht die Zeitschrift Quaderni … Weiterlesen
Centurien
(Lat. centuria, von centum, hundert; engl. Centuries), Prophezeiungen in 100 Vierzeilern von > Nostradamus. Michel de Notre Dame, der sich Nostradamus nannte, veröffentlichte 1555 nach Erhalt der Genehmigung am letzten Tag des Monats April durch den Königlichen Rat von Lyon, … Weiterlesen
Centurione Scotto, Marchese Carlo
(1877-1958), italienischer Adeliger, elf Jahre Abgeordneter im italienischen Parlament, Medium. Nach dem Tod seines Sohnes Vittorio bei einem Flugzeugunglück versuchte er auf Anraten von Ernesto > Bozzano mit V. über Medien in Verbindung zu treten. Er ging nach London, wo … Weiterlesen
Centurione verw. Bracelli, Virginia
(* 02.04.1587 Genua/Italien; † 15.12.1651 ebd.), heilig (18.05.2003; Fest: 15. Dezember), Gründerin des Instituts der Schwestern Unserer Lieben Frau von der Zuflucht auf Golgotha und der Töchter Unserer Lieben Frau am Kalvarienberg. C. heiratete am 7. Januar 1602 Kaspar Bracelli. Nach dessen … Weiterlesen
Centzon Huitznauna
(„Die 400 Südlichen“), eine Gruppe von 400 Sterngottheiten des Südhimmels bei den > Azteken, die vom Sonnengott > Huitzilopochtli besiegt wurden, was auf das morgendliche Verblassen der Sterne bei Sonnenaufgang hindeutet. Lit.: Bellinger, Gerhard J.: Knaurs Lexikon der Mythologie. München: Droemersche … Weiterlesen
Centzon Totochtin
(„Die vierhundert [unzähligen] Kaninchen), Gruppe von 400 Mondwesen bei den > Azteken, die als Söhne des Götterpaares vom Pulque-Trank, > Mayauel und > Patecatl, gelten. Sie verkörpern die verschiedenen Grade der Trunkenheit. Lit.: Bellinger, Gerhard J.: Knaurs Lexikon der Mythologie. München: … Weiterlesen
Cephissus
(Lat.; griech. Kephissos). 1. Böotischer Flussgott, Sohn des > Pontus und der > Thalassa, Vater der Diogenia. Er überfiel gewaltsam Liriope, eine der > Oceaniden, die ihm Narcissus gebar, weshalb ihn > Neptun unter die Erde verbannte. 2. Fluss und … Weiterlesen
Cepionidus
Ein vielfärbiger Stein, der angeblich das Aussehen des Betrachters widerspiegelt. Lit.: Encyclopedia of Occultism & Parapsychology. Detroit, Michigan: Gale Research Company; Book Tower, 1984.
Cerastes
(Hornschlange), > Schlange mit neun oder acht Hörnern auf dem Kopf, die denen des Widders ähneln. C. pflegt sich unter der Erde zu verstecken, lässt die Hörner aber aus der Erde ragen, um Sperlinge oder andere Vögel, die sich daraufsetzen, … Weiterlesen
Cerberus
(Lat.; griech. Kerberos; dt. auch Zerberus), dreiköpfiger Hund und Wächter der Unterwelt (> Hades), der von > Herkules an die Oberwelt geschafft wurde. C. ist der Sohn des Typhon und der Schlange Echidna ( Hesiod, Theogonie, 310ff.). Gleich seinen Geschwistern, … Weiterlesen
Cerbonius von Populonia
(6. Jh.), Bischof von Populonia, heute Massima Marittima, Italien, hl. (Fest: 10. Oktober). C. wurde nach den späteren Viten von den Vandalen aus Afrika vertrieben und kam zusammen mit Regulus, Justus, Octavianus und Clemens in die Toskana, wo er Akolyth … Weiterlesen
Cercopen
(Griech.), diebisch neckende > Kobolde. Nach einer Sage trieben die C. auf den Kampanien gegenüberliegenden Inseln, wo einst > Jupiter im Titanenkrieg beim Volk der Arimer Hilfe suchte, ihr Unwesen. Gegen eine Goldsumme versprachen sie ihm ihre Unterstützung. Als sie … Weiterlesen
Cerealia
Siebentägiges Fest der Römer zu Ehren der Göttin > Ceres, später zu Ehren der Göttertrias Ceres, > Liber und > Libera. Der genaue Termin ist unsicher, wahrscheinlich vom 12. bis 19. April, aber auch mit Beginn am 7. oder 13. … Weiterlesen
Ceridwen
(Engl., „die bucklige Frau“), Naturgöttin, Todesgöttin und, nach der Seelenwanderungslehre der > Druiden, Göttin der Lebenserneuerung. C. war mit Tegid Voel vermählt, dessen väterliches Land mitten im See Tegid lag. Sie hatte drei Kinder, den Sohn Morvran, die Tochter Creirvym, … Weiterlesen
Cernunnus
(Kelt., Etymologie unklar), keltischer Gott mit Hirschgeweih, dessen Name und Bild auf einem Monument aus der Zeit des römischen Kaisers Tiberius (14-37 n. Chr.) überliefert sind, dargestellt als bärtiger Mann mit dem Geweih und den Ohren eines Hirsches. Die Abbildung auf … Weiterlesen
Ceroklis
(Lett., „sich stauden“), lettischer Acker- und Fruchtbarkeitsgott sowie Gott der Gastfreundschaft. Ihm wird beim Essen der erste Bissen und Schluck auf dem Fußboden geopfert. Seit der Christianisierung ist er dem litauischen > Vélnias gleichgesetzt. Lit.: Bellinger, Gerhard J.: Knaurs Lexikon … Weiterlesen
Ceromantie
(Lat. cereus, aus Wachs; griech. mantike, Wahrsagung; engl. carromancy, ceromancy), > Wahrsagen durch Wachsgebilde, die entstehen, wenn man geschmolzenes Wachs in kaltes Wasser gießt, deren Symbolik dann gedeutet wird. Heute wird C. meist zum Spaß am Silvesterabend praktiziert. Früher erfolgte … Weiterlesen
Cerraclus
Oder Ceraunius, mehrfarbiger magischer Stein, der angeblich aus den Wolken fällt. Er hat die Form einer Pyramide und soll vor Ertrinken und Blitzschlag schützen sowie angenehme Träume auslösen. Lit.: Encyclopedia of occultism and parapsychology: a compendium of information on the … Weiterlesen
Cerynthische Hirschkuh
Nach der griechischen Mythologie ein Tier von außergewöhnlicher Schnelligkeit, mit goldenem Geweih und ehernen Füßen, das die Nymphe Taygete der > Diana weihte. Die Hirschkuh hielt sich auf dem Berg Cerynia in Arkadien auf, daher ihr Name. > Herkules musste … Weiterlesen
Cesar Lombroso Academy for Psychical Research
> Academia de Estudo Psichicos „Cesar Lombroso“.
Cestac, Ludwig-Eduard
(* 06.01.1801 Bayonne, Frankreich; † 27.03.1868 ebd.), Diener Gottes, Lehrer, Domvikar, Kanonikus und Gründer des Klosters Nôtre Dame de Réfuge. Als Domherr und Kanonikus an der Kathedrale kümmerte er sich besonders um die weibliche Jugend und gründete zu ihrer Betreuung in den … Weiterlesen
Cetasikas
(Sanskr.), die 52 Bewusstseinsfaktoren. Sie werden in drei Gruppen unterteilt: heilsame, unheilsame und neutrale Faktoren. Die ersten zwei Gruppen enthalten jene Geistes- und Charaktereigenschaften, die durch heilsame und unheilsame Wurzelursachen bedingt sind. Die dritte Gruppe ist moralisch neutral und kann … Weiterlesen
Cetus
(Lat.), griechische Walfisch-Konstellation am nördlichen Himmel, die auf das mythologische Seeungeheuer zurückgeht, das > Poseidon ausschickte, um das Land der äthiopischen Königin Kassiopeia zu verwüsten, die behauptet hatte, schöner zu sein als die > Nereiden. Auf den Rat eines Sehers … Weiterlesen
Cevennische Inspirierte
Hugenotten in den Cevennen, die sich nach Aufhebung des Edikts von Nantes (1685), das sie und ihren Glauben geschützt hatte, 1701-1705 im sogenannten Cevennenkrieg verzweifelt gegen die Neuordnungen Ludwigs XIV. zur Wehr setzten. Dieser Krieg, geführt von den Kamisarden (franz. … Weiterlesen
Cevoli, Florida
(* 11.11.1685 Pisa, Italien; † 12.06.1767 Città di Castello), Klarissin, sel. (16.05.1993, Fest: 12. Juni). Als Tochter des Grafen Curzio Cevoli und der Gräfin Laura della Seta wurde sie am 12. November 1685 auf den Namen Lucretia Helena getauft. Bereits mit … Weiterlesen
Cghene
Oder Oghene, der höchste Gott bei den Isoko in Südnigeria. Er gilt als der Schöpfer und Vater aller Isoko, ist unsichtbar und nur durch sein Handeln erfahrbar. Da er so ferne und unerreichbar ist, hat er weder einen Tempel noch … Weiterlesen
Ch’an
(Chin., „Meditation“, „Versenkung“), chinesische Form von > dhyana (sanskr., „Meditation“), jhana (Pali), > Zen (Japan); wurde von dem indischen Mönch > Bodhidharma in China eingeführt. Im C. geht es nicht um das rationale, sondern um das intuitive Erfassen der Wirklichkeit. … Weiterlesen
Ch’an-tsung
(Jap. zenshu, „die Zen-Schule“), Bezeichnung der verschiedenen Wege und Zweige des > Zen-Buddhismus als eine Schule des > Buddhismus. Dabei sind die verschiedenen „Schulen“ des Buddhismus eher einander ergänzende als einander widersprechende Formen, dem einen > Buddha-Dharma Ausdruck zu verleihen. … Weiterlesen
Ch’ang
(Chin., „beständig, dauerhaft, ewig“), Begriff des philosophischen Taoismus (> Tao-chia) zur Bezeichnung des Wandellosen, des Ewigen, im Gegensatz zum Vergänglichen. Im > Tao-te ching wird das Attribut C. all jenen Gesetzmäßigkeiten verliehen, die allgültig und nicht wandelbar sind. Durch die … Weiterlesen
Ch’ang-an
(Chin.), Hauptstadt der früheren Han-Dynastie (202 v. Chr.-9 n. Chr.) sowie der Dynastie Sui (589-618) und T’ang (618-907). Erstmals erwähnt wurde C. zur Zeit der Frühlings- und Herbstannalen (722-481 v. Chr.). Der erste historische Kaiser des vereinten China, Qin Shihuangdi … Weiterlesen
Ch’ang-sheng pu-ssu
(Chin., „lange leben, nicht sterben“), > Unsterblichkeit, das Ziel vieler taoistischer Praktiken, das auf zweierlei Weise verstanden wird. Ursprünglich befasste sich der > Taoismus mit der körperlichen Unsterblichkeit, wozu die Suche nach Substanzen und Übungen gehörte, um dieselbe zu erlangen. … Weiterlesen
Ch’en T’uan
(Ca. 906-989), taoistischer Gelehrter der äußeren und inneren > Alchemie. C. lebte als Einsiedler auf dem heiligen taoistischen Berg Hua-shan. Dort soll er das Diagramm des höchsten Unbedingten (wu-chi-t’u) in den Felsen geritzt haben, vor dem er zu meditieren pflegte. … Weiterlesen
Ch’eng-huang
Bezeichnung für chinesische Erdgötter, später Lokalgötter, die in einzelnen Bezirken für Recht und Ordnung sorgten. Nach taoistischer Auffassung wehren die C. als Schutzgötter der Städte Unheil und Katastrophen ab, senden bei Trockenheit Regen, bei Unwetter die Sonne, gewähren eine gute … Weiterlesen
Ch’i
(Chin., „Luft, Atem, Stärke“), Geist oder Lebenskraft, die nach der chinesischen Religion, Medizin und Philosophie alle Dinge durchdringt und ermöglicht. C. ist dem hinduistischen Jogabegriff > prana vergleichbar und wird in Japan ki genannt. Zugrunde liegt dem Begriff die elementare … Weiterlesen
Ch’i lei Jong-Massage
Chinesische „Organaktivierung“. Dieser Organaktivierung liegt die Vorstellung zugrunde, dass die Gesundheit auf der ungestörten Zirkulation der Lebensenergie (> Ch’i) beruht. Neben den Energiekanälen, den > Meridianen, in denen die Lebenskraft fließt, gibt es noch vier weitere Körpersysteme, nämlich Gefäße, Lymphe, … Weiterlesen
Ch’i Yu
(Chin.), Dämon des Krieges und Widersacher des Huang-ti (des > Gelben Kaisers). Er fertigt die Waffen an, mit denen er Aufruhr und Zwietracht auf der Erde stiftet. Lit.: Bellinger, Gerhard J.: Knaurs Lexikon der Mythologie. München: Droemersche Verlagsanst. Th. Knaur Nachf. … Weiterlesen
Ch’i-lin
(Chin.), chinesisches Einhorn, meist mit dem Körper eines Hirsches, dem Schwanz eines Ochsen, den Schuppen eines Fisches, dem Kopf eines Wolfes und den Hufen eines Pferdes, das Glück und Frieden bringt. Mit seinem kurzen, ungefährlichen Horn kann es niemanden verletzen. … Weiterlesen
Ch’ieh-lan
(Abkürzung von chin. ch’ieh-lan shen, Geister der ch’ieh-lan (Klostergebäude; sanskr. sangharama), > Schutzgottheiten der buddhistischen chinesischen Klöster, die zu bestimmten Tageszeiten Gebete empfingen. Manchmal waren ihnen innerhalb des Klosterareals auch Schreine oder Hallen geweiht. Der am besten bekannte Geist unter … Weiterlesen
Ch’ing-Ming
(Chin., „klar und leuchtend“), die fünfte der 24 Perioden des chinesischen Sonnenkalenders. Als C. wird auch das sog. „Fegen der Gräber“-Fest bezeichnet, bei dem die Familien die Gräber der Ahnen fegen und säubern, ihnen Speiseopfer darbringen und dann selbst in … Weiterlesen
Ch’üan-chen tao
(Chin., „Weg zur Verwirklichung der Wahrheit“) ist eine Hauptform des religiösen > Taoismus. Sie wurde von Wang Ch’un-yang (1112-1170) ins Leben gerufen, nachdem dieser 1159 einen Einsiedler getroffen hatte, der behauptete, die Inkarnation von zwei der Unsterblichen (> Pa-hsien) zu … Weiterlesen
Cha-cha
Im > Voodoo, auch Vodun, Voudou oder Wodu, eine mit Samenkörnern gefüllte Kürbis-Rassel, mit der bei den Tänzen der Rhythmus angegeben wird. In Kuba entwickelte sich aus C. der Cha-Cha-Cha zu einem paarweise getanzten Gesellschaftstanz, der sich in der ganzen … Weiterlesen
Chabad
Abk. für die drei > Sephiroth: > Chokmah (Weisheit), > Binah (Verständnis), > Da’ath (Wissen). Es handelt sich dabei um ein mystisches System des > Chassidismus, das von Rabbi Schneur > Salman (1747-1812) begründet wurde und die Rückkehr zur > … Weiterlesen
Chabas, François Joseph
(* 02.01.1817 Briançon; † 17.05.1882 Versailles), französischer Ägyptologe. C. entstammte einfachen Verhältnissen, wurde als Kaufmann ausgebildet, trat 1831 in ein Handelshaus in Nantes ein und wurde 1848 Weinhändler in Châlons-sur-Marne. Nebenbei erwarb er sich ansehnliche Sprachkenntnisse; 1851 wandte er sich den … Weiterlesen
Chac
(„Donner“), Regen- und Gewittergott der > Maya, Gott der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus, auch Ah Hoya („der Urinierende“), Ah Tzenul („Der anderen Nahrung gibt“) oder Hopop Caan („Der den Himmel anzündet“) genannt. C. ist Wohltäter und Freund der Menschen. Er … Weiterlesen
Chadhir
„Muslimischer Elias“, der sufitischen Lehrern, die in die göttlichen Geheimnisse eingeweiht waren, als Autorität galt. Der Sage nach soll C. durch das Reich der Finsternis gewandert sein, bis er zu einem weißen Felsen kam, von dem alle anderen Wanderer hinabgeschleudert … Weiterlesen
Chado
(Jap., „Tee-Weg“), oft auch Cha-no-yu („heißes Teewasser“ oder einfach „Tee“) genannt. Zenbuddhistischer Weg, um das gewöhnliche > Bewusstsein zu überwinden und so das innere Selbst in Harmonie zu bringen, die sich in der Geistesverwirklichung der einzigen Buddha-Natur aller Erscheinungsformen ereignet. … Weiterlesen
Chaffin-Testament
Auch Chaffin-Fall genannt, Traumgesicht in North Carolina, USA. James L. Chaffin, ein Farmer in Davie County in North Carolina, hatte vier Söhne: John A., James P., Marshal A. und Abner C. Am 16. November 1905 verfasste er ein Testament, in … Weiterlesen
Chagall, Marc
(* 07.07.1887 Liosno bei Witebsk, Weißrussland; † 28.03.1985 Saint Paul-de-Vence, Frankreich), russisch-jüdischer Maler und Grafiker. Als Sohn jüdischer Eltern besuchte Ch. wegen seines Stotterns die Grundschule nur unregelmäßig, erhielt aber von seinem Vater Musikunterricht und wurde trotz seiner lückenhaften Schulausbildung in die … Weiterlesen
Chagnon, Amélie
14. Wunderheilung von Lourdes. C. wurde am 17. September 1874 in Poitiers (Frankreich) geboren und am 21. August 1891 im Alter von fast 17 Jahren in Lourdes geheilt. C. erkrankte mit 13 Jahren (1887) an einem Knieleiden. Die Schmerzen wurden … Weiterlesen
Chagrin
Auch Cogrino oder Harginn, ist ein Ausdruck der Zigeuner zur Bezeichnung eines besonders bösen Dämons. C. hat meist die Form eines großen gelben Stachelschweins oder Igels von 50 cm Länge und einer Spanne Breite. Er hat seinen Ursprung in Indien … Weiterlesen
Chai
(Chin., „Fasten“), formelles > Fasten, das sich zu einem der wichtigsten Feste im religiösen > Taoismus entwickelt hat. Bei diesem Fest bekennen die Schüler gegenüber ihrem Lehrer oder Meister ihre Verfehlungen, die als Ursache aller Krankheiten gelten. Jede Tao-Schule feiert … Weiterlesen
Chailasaeka
Nach der hinduistischen Mythologie ein großes Geschlecht von > Dämonen, die sich nur von Ungeziefer ernähren. Sie entstammen den > Schudras, der untersten der vier Kasten, die aus > Brahmas Leib entsprang und zum Dienst der drei obersten bestimmt ist, … Weiterlesen
Chaitanya-Purusha
(Sanskr.), Bewusstsein des > Purusha. Obwohl der Mensch seinem wahren Wesen nach absolutes Bewusstsein (> Chit) ist, benützt er C., um die Vorstellung zu bilden, Körper und Denken zu sein, wodurch er zum > Jiva wird. Jiva schafft durch sein … Weiterlesen
Chaitu
In der grönländischen Mythologie ein Götze in Wolfsgestalt. Er wird aus Kräutern und Gras gebildet und bei den Wohnungen der Kamtschadalen aufgestellt. Diese schreiben ihm die Kraft zu, böse Tiere von den Wohnungen fernzuhalten. Lit.: Vollmer, Wilhelm: Wörterbuch der Mythologie. Erftstadt: … Weiterlesen
Chaitya
(Sanskr.; Pali: Cetiya), ein Erdhügel in Indien, der als Grab eines Heiligen Verehrung genießt. Aus dem Chaitya-Heiligtum ging der Stupa, der oft sehr kunstfertige Kuppelbau buddhistischer Architektur, hervor, welcher das Allerheiligste beherbergt und von einem Wandelgang für das rituelle Umschreiten … Weiterlesen
Chaitya-Purusha
(Sanskr.), Einzelseelen. Nach der Sankhya-Philosophie entsteht das Universum aus der Vereinigung der Weltseele (> Purusha) mit der materiellen Natur (> Prakriti). Die > Weltseele vereinigt in sich alle Einzelseelen, die als C. bezeichnet werden. Lit.: Drury, Nevill: Lexikon esoterischen Wissens. … Weiterlesen
Chakra
(Sanskr., Rad, Kreis), ein Mittelpunkt „feinstofflicher“ (psychischer) Energie (> Prana, > Kundalini) im Energieleib (> Astralkörper) des Menschen, den man sich als Lotos vorstellt, vor allem im > Tantrismus. Dieses Energiezentrum hat seinen Ursprung im Yoga des > Shaktismus und … Weiterlesen
Chakrabandha
(Sanskr.), Zustand, in dem alle > Chakras aktiviert sind. Es ist dies der Zustand, in dem die > Kundalini in das Scheitelchakra, Sahasrara, das siebte Zentrum feinstofflicher Energie, aufsteigen und damit die Erleuchtung bewirken kann. Lit.: Sharamon, Shalila: Das Chakra-Handbuch. … Weiterlesen
Chakrasamvara
(Sanskr., „der das Rad [der Wiedergeburt] anhält“), häufig auch unter der Kurzform Samvara, Sambara; buddhistisch-tantrischer Schutzgott sowie Personifikation des gleichnamigen Tantra(buches), das auf innere Meditationspraktiken ausgerichtet und ein bedeutendes „Mutter-Tantra“ der höchsten Yoga-Tantra-Klasse darstellt, die alle wesentlichen Lehren der weiblichen … Weiterlesen
Chakratherapie
Eine Therapieform zur Behebung von Störungen des energetischen Gleichgewichts, der Gesundheit, die darin besteht, dass die > Chakras ein- und ausfließende Energie ungehindert durchlassen. Je nach Art der Störungen dieses Energieflusses versucht man durch verschiedene Formen der Einwirkung auf die … Weiterlesen
Chakravada
(Sanskr.; Pali: Cakkavala), buddhistische Erdenwelt im > Triloka, dem Schauplatz des Kreislaufs der Existenzen. Auf ihr leben Menschen und Tiere. In ihrer Mitte liegt der in sieben Stufen aufsteigende Weltenberg > Meru. C. ist von einem Ozean umgeben und liegt … Weiterlesen
Chakravartin
Auch Cakravartin (sanskr., „Raddreher“; cakra, Rad; vartin, „einer, der dreht“; Pali: cakkavattin), ein Herrscher von dem man sagt, dass die Räder seines Wagens ohne Behinderung überallhin rollen, ein Weltenherrscher. Im > Hinduismus ist dies ein gewöhnlicher Herrscher in dieser Welt, … Weiterlesen
Chalcedon
Auch Chalzedon, latinisierte Form des griech. Chalkedon. Der Name geht auf die Stadt Chalkedon am Bosporus oder auf Karthago (Karchedon) zurück. In der Mineralogie wird unter Chalcedonen auch die Gruppe der mikrokristallinen Quarze verstanden. Der natürliche C. hat gewöhnlich keine … Weiterlesen
Chalchihuitlicue
(Indian., „die mit dem grünen Edelsteinrock“), aztekische Wasser- und Regengöttin, Göttin der Maispflanzen und Kalendergöttin des fünften Tages im Monat sowie dritte Regentin der Tagstunden und sechste Regentin der Nachtstunden. Göttin und Beschützerin der Kinder. C. war die Gemahlin des … Weiterlesen
Chalcomantie
(Griech. chalceos, Kupfer, Erz; mantike, Wahrsagen; engl. chalcomancy), > Wahrsagen durch Interpretation der Töne, die beim Anschlagen von Kupfer oder Messing entstehen. Lit.: Wahrsagungen und Prophezeiungen. Time Life Bücher, 1991.
Chaldäer
(Griech. Chaldioi), ursprünglich die Bezeichnung für einen Volksstamm, der seit dem frühen 1. Jh. v. Chr. in Babylonien nachweisbar ist. Unklar ist, ob sie Westsemiten bzw. Aramäer oder eine eigene ethnische und sprachliche Größe unter den semitischen Völkern waren. Seit … Weiterlesen
Chaldäische Orakel
Ein Schriftkorpus, der im 2. Jh. n. Chr. entstanden ist und in den folgenden Jahren und Jahrhunderten nachhaltig in der spätantiken Kultur wirkte. Die Orakel selbst sind nicht erhalten. Ihre Texte wurden von Neuplatonikern übersetzt und in griechische Hexameter gebracht und … Weiterlesen
Chaldäische Reihe
Anordnung der Planeten nach ihrer mittleren Geschwindigkeit in aufsteigender Reihenfolge. Beginnend mit Saturn, an die Ecken eines Siebensterns geschrieben, ergibt sich, wenn man den Zügen des Sterns folgt, die richtige Reihenfolge der Wochentage: > Saturn (Samstag); > Sonne (Sonntag); > … Weiterlesen
Chaldäische Zwölfjahresperiode
Dieser Zwölfjahreszyklus wurde von den Alten, im Zusammenhang mit dem Dodekaoros, die „chaldäische“ Dodekaeteris genannt. Der Dodekaoros ist der Kreis der zwölf Stunden oder besser Doppelstunden mit den zwölf Tieren, denn in zweimal zwölf Stunden vollzieht sich der tägliche scheinbare … Weiterlesen
Chaldäisches Buch der Zahlen
Dieses seltene Werk enthält laut H. P. > Blavatsky alles, was im > Sohar des Simeon Ben-Jochai steht. Es muss jedoch einige hundert Jahre älter sein als der Sohar und in einer Hinsicht als seine Vorlage gedient haben, da in ihm … Weiterlesen
Chalmecatecutli
Bei den > Azteken Gott des Opfers, Kalendergott und elfter Regent der Tagstunden. Lit.: Knaurs Lexikon der Mythologie. Droemersche Verlagsanst. Th. Knaur Nachf. GmbH & Co.KG, 2005.
Cham
(Tscham), eine Volksgruppe indo-chinesischen Usprungs, die sich in Indochina und besonders in Thailand ansiedelte und für ihre Zauberinnen bekannt war. Bei den magischen Initiationsriten tanzten nackte Frauen mit einem zuvor zweigeteilten jungen Hahn, der durch gemurmelte Zauberformeln wieder zusammenwachsen und … Weiterlesen
Cham-er
Auch ah Tcam-er, Todesdämon bei den Chorti-Indianern in Guatemala. C. erscheint sterbenden Männern als riesenhafter Mann in Frauenkleidern, sterbenden Frauen hingegen als große Frau in Männerkleidung. Er hält ein Steinmesser in der Hand, mit dem er am vorherbestimmten Tag den … Weiterlesen
Cham-Tänze
(Tib. cham), häufig auch „Tscham-Tänze“ geschrieben, sind lamaistische rituelle Zeremonientänze, bei denen legendenhafte und historische Begebenheiten dargestellt werden, die zumeist mit der Einführung des > Buddhismus in Tibet zusammenhängen und die Wandlung heilswidriger in heilswirksame Kräfte zum Inhalt haben. Lit.: … Weiterlesen
Chamäleon
(Griech., „Erdlöwe“), leguanartiges Tier, das je nach Stimmung Farbe und Gestalt ändern kann. Es gibt derzeit ungefähr 160 verschiedene Arten, die sich in zwei Unterfamilien aufteilen: Echte Chamäleons (Chamaeleoninae) und Stummelschwanzchamäleons (Brookesiinae). Sie gehören zu den Reptilien (Kriechtieren), sehen aus … Weiterlesen
Chamatkara
(Sanskr., „Staunen“), das Außergewöhnliche, vor allem das, was jenseits der Sinne liegt. Es gehört zum verfeinerten Bewusstsein und offenbart sich nur der > Intuition. Lit.: Lexikon der östlichen Weisheitslehren. Bern; München; Wien: Scherz, 1986.
Chamberlain, Houston Stewart
(* 09.09.1855 Portsmouth/Engl.; † 09.01.1927 Bayreuth/Deutschland), britischer Publizist, der vor allem dem neuheidnischen Germanentum huldigte. 1899 veröffentlichte er die einflussreiche kulturhistorische Abhandlung Foundations of the 19th Century (Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts) in zwei Bänden. Beeinflusst von der Rassenlehre von … Weiterlesen
Chambers, Dr. Robert
(* 10.07.1802 Peebles; † 17.03.1871 St. Andrews) war Geologe, Literat und zu seiner Zeit einer der erfolgreichsten Verleger Großbritanniens. Neben naturgeschichtlichen Themen, wie dem 1844 zunächst anonym veröffentlichten Buch Vestiges oft the Natural History of Creation mit einer Darstellung der … Weiterlesen
Chambon, Marie-Marthe
(* 06.03.1841 Croix-Rouge bei Chambery; † 22.03.1907 Chambery), Schwester des Heimsuchungsklosters (Visitantinnen) von Chambery in Savoyen und Vorkämpferin für die Verehrung der Wundmale des Herrn. Bereits im Alter von acht Jahren sah Ch. in einer Vision den Gekreuzigten. 1862 trat sie … Weiterlesen
Chambre ardente
(Franz., „brennende/glühende Kammer“), außerordentlicher Gerichtshof in Frankreich, der 1553 von König Franz I. als außerordentliches Inquisitionsgericht zur Verfolgung der Hugenotten eingeführt wurde. Das Verfahren fand in einem schwarz verhängten, von Kerzen erhellten Raum, der „glühenden Kammer“, statt. Die vom Gerichtshof … Weiterlesen
Champ
Seemonster im 175 km langen Lake Champlain an der Grenze zwischen New York und Vermont. Die Irokesen nannten das Monster chaoussarou. Sie waren der Ansicht, dass C. außergewöhnliche Fähigkeiten besitze, z.B. Beobachter in > hypnotische Trance zu versetzen. Einst sollen … Weiterlesen
Champa,
Volksgruppen, die erstmals in chinesischen Quellen des 2. Jh. n. Chr. als Linyi erwähnt werden. Das alte Reich der C. von Lâm âp (192-758) mit der Hauptstadt Champapura erstreckte sich über die Region von Huê in Vietnam. Sie mussten dann … Weiterlesen
Champacaöl
(Bot. Magnolia champaca), auch als Joy Parfümbaum, Huang Yu Lan oder Safa bekannt, ist eine südostasiatische Magnolienart (Sektion Michelia), aus deren gelben Blüten durch Wasserdampfdestillation ein Öl gewonnen wird, das zur Herstellung von „Joy“, dem teuersten Parfümaroma der Welt, dient … Weiterlesen
Champollion, Jean-François
(* 23.12.1790 Figeac, Departement Lot; † 04.03.1832 Paris), Sprachwissenschaftler und Ägyptologe. Sprachbegabt von Kindheit an, präsentierte C. bereits als 16-jähriger Gymnasiast an der Akademie von Grenoble eine Abhandlung, in der er behauptete, dass das Koptische nichts anderes als die alte Sprache … Weiterlesen
Chamuel
(Hebr., „Gott ist mein Ziel“), einer der sieben Erzengel, der auch unter den Namen Haniel, Kemuel, Shemuel, Camiel, Camniel oder Zamael bekannt ist. Er ist ein Gott ergebener Engel mit einem offenen Herzen für den Menschen. In der jüdischen > … Weiterlesen
Chamunda
Auch Chamundi, Chamundeshwari, Charchika, Furcht einflößende hinduistische Göttin, die in engem Zusammenhang mit den Göttinnen Kali und Durga, aber auch mit der gütigen Parvati steht. Der Name leitet sich von den beiden Dämonen Canda und Munda her, die sie vernichtet … Weiterlesen
Chandi
(Sanskr.), eine heilige Schrift, in der > Shakti, die Göttliche Mutter, als „Letzte Wirklichkeit“ beschrieben wird. C. besteht aus 13. Kapiteln und gehört zu den > Shakta-Tantras. Lit.: Preston, James J. (Hg.): Mother Worship: Theme and Variations. Berkeley, Ca.: Asian … Weiterlesen
Chandogya-Upanischad
(Sanskr.), „Geheimlehre der Chandoga-Schule“, zweitälteste der > Upanischaden. Sie gehört zum > Samaveda, ist nach einer Priesterklasse benannt und stellt in acht Kapiteln den Ursprung des Kosmos und die Beziehung zwischen der universellen und der individuellen Seele sowie das Leben … Weiterlesen
Chandra
(Sanskr., „der Glänzende“; auch Candra), indischer Mondgott, der als Planetengott zu den > Navagraha gehört. Er ist der Sohn des > Atri. Seine Gattinnen sind die 27 Töchter des > Daksha, die Sternbilder des monatlichen Himmelsweges. Mit Tara, der Frau … Weiterlesen
Chandra, Jagdish
(* 04.03.1923 Bareilly, Uttar Pradesh, Indien). Als Sohn von K.K.N. Sahay und seiner Frau Jamuna begann C. im Alter von 3½ Jahren Erinnerungen an sein Vorleben in Benares zu erzählen, die sein Vater schriftlich festhielt. Dieser veröffentlichte am 27.06. und … Weiterlesen
Chang Chüeh
(† 184 n. Chr.), Gründer der taoistischen Schule des T’ai-p’ing tao (chin., „Weg des höchsten Friedens“). Die Doktrin der Schule fußt auf der Lehre des T’ai-p’ing ching und ging aus dem Huang-lao tao (dem Weg des Huang-ti und des Lao-tzu) hervor. … Weiterlesen
Chang Hsien
(Chin. Hsien, „Der Unsterbliche“), Chang der Heilige, Unsterbliche, der Schutzpatron der Kinder. Er schenkt männliche Nachkommen und wird manchmal von Sung-tzu-niang-niang, der Frau, begleitet, die Söhne bringt. Dargestellt wird C. als alter Mann, der einen Bogen spannt und damit in den … Weiterlesen
Chang Hsiu
(Chin.), General der Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) und Begründer einer Bewegung innerhalb des > Taoismus, die dem > Wu-tou mi tao des > Chang Lu sehr ähnlich war, der ihn 190 n. Chr. ermordete. Den Schwerpunkt der … Weiterlesen
Chang Kuo-lao
(Chin.), Heiliger und Unsterblicher (> Hsien), der zu den 8 > Pa-hsien des > Taoismus zählt. Als alter Mann legte er täglich auf einem > Esel viele tausend Meilen zurück. Wenn er diesen nicht mehr benötigte, faltete er ihn wie … Weiterlesen
Chang Liang
(† 187 v. Chr.), hoher chinesischer Beamter der frühen Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr). Der Überlieferung nach ist er der Begründer des religiösen > Taoismus (Tao-chiao) und einer der ersten Unsterblichen (> Hsien), die in der taoistischen Literatur … Weiterlesen
Chang Lu
(2. Jh. n. Chr.), Mitbegründer der taoistischen Bewegung > Wu-tou-mi tao („Fünf-Scheffel-Reis-Taoismus“). Um 190 gelang es C., dem Enkel von Chang Taoling, mit Hilfe von > Chang Hsiu, der eine sehr ähnliche Bewegung leitete und später von ihm beseitigt wurde, ein … Weiterlesen
Chang Po-tuan
(984-1082), berühmter taoistischer Meister, der die Lehren des > Taoismus mit jenen von > Zen-Buddhismus und > Konfuzianismus verband. C. gehörte zu den bedeutendsten Vertretern der alchemistischen Schule des Inneren Elixiers (> Nei-tan), die nach spiritueller Unsterblichkeit strebt. Das Innere … Weiterlesen
Chang Tao-ling
Oder Chang Ling (2. Jh. n. Chr.), Gründer einer der bedeutendsten Schulen des > Taoismus, > Wu-tou-mi tao, die den Zusammenhang zwischen Sünde und Leiden betonte und Buß- und Heilungszeremonien einführte. C. begann in der Provinz Szechwan durch Rezitieren magischer Formeln … Weiterlesen
Chang Tsung-yen
(† 1292), Himmlischer Meister (> T’ien-shih) der 36. Generation. 1276 bestätigte ihm Kaiser Khubilai den Titel und übertrug ihm die Herrschaft über alle taoistischen Gläubigen südlich des Yang-tse. 1288 rief ihn der Kaiser nochmals an den Hof, um das > Jadesiegel … Weiterlesen
Changing Woman
(„Wandelfrau“), beliebte Gottheit bei den > Navajos, Gemahlin der > Sonne und Mutter der Zwillinge „Monstertöter“ und „Wasserkind“, die menschheitsbedrohende Ungeheuer erschlagen. Lit.: Drury, Nevill: Lexikon esoterischen Wissens. München: Droemer Knaur, 1988.
Channachanna
(Hethit., „Großmutter-Großmutter“), hethitische Mutter- und Geburtsgöttin, die eine > Biene zur Botin hat. C. spielt eine bedeutende Rolle bei der Suche nach entschwundenen Gottheiten, z.B. dem Fruchtbarkeitsgott > Telipinu, der einer hethitischen Legende zufolge verschwand und die Erde dadurch ihrer … Weiterlesen
Channeling
(Engl., „Kanalisierung“), Kommunikation mit transzendenten Wesenheiten. C. hat sich in der sogenannten > New Age-Bewegung Nordamerikas und Europas der 1970er Jahre, in Anlehnung an den Begriff „Medium“ (Kanal) des > Schamanismus und > Spiritismus, zusehends als Bezeichnung der Kommunikation mit … Weiterlesen
Chantal, Johanna-Franziska Frémyot de
(* 23.01.1572 Dijon; † 13.12.1641 Moulins, begraben in Annecy), französische Ordensgründerin, hl. (16.07.1767, Fest: 12. August); Tochter des burgundischen Parlamentspräsidenten Frémyot, heiratete 1592 den Baron Christoph de Chantal, dem sie vier Kinder schenkte. Nach seinem plötzlichen Tod 1601 führte C. ein Leben … Weiterlesen
Chantico
(Indian., „die im Hause Weilende“, auch Chantli und Chantico-Cuauhxólotl genannt), in der Mythologie der > Azteken die Göttin des Herd- und Vulkanfeuers. Zudem ist sie für kostbare Sachen verantwortlich und gilt als Beschützerin der Schätze. C. ist ferner Herrin des … Weiterlesen
Chanukka
(Hebr., „Einweihung“), achttägiges jüdisches Fest, beginnend am 25. Dezember (Kislew), zur Erinnerung an die Neueinweihung des Tempels durch Judas Makkabäus 165/64 v. Chr. (1 Makk 4,52-59; 2 Makk 10,1-8). Das Fest wird auch Lichterfest genannt, weil man an den Abenden … Weiterlesen
Chanwashuit
Hethitische Throngöttin, die dem König die Regentschaft verleiht. Lit.: Bellinger, Gerhard J.: Lexikon der Mythologie. München: Droemersche Verlagsanst. Th. Knaur Nachf. GmbH & Co.KG, 2005.
Chanzong
(Chin., „Versenkung“; sanskr. dhyana; jap. Zen), Meditationsschule des chinesischen > Buddhismus. Es gab zwar schon vor dem historischen Erscheinen des C. in China C.-Meister unter dem buddhistischen Klerus, doch legte man erst im eigentlichen C. den Schwerpunkt religiöser Praxis auf … Weiterlesen
Chao-chou Ts’ung-shen
Jap. Joshu Jushin (778-897), einer der bedeutendsten Zen-Meister Chinas, Dharma-Nachfolger (Hassu) von Nan-ch’üan P’u-yüan (jap. Nansen Fugan). Bereits im Alter von 18 Jahren erfuhr C. eine tiefe Erleuchtung, die ihm einen Weg zeigte, den es zu gehen lohnte. Nach 40 … Weiterlesen
Chaomantie
(Engl. chaomancy; it. caomanzia), Wahrsagen aus Lufterscheinungen wie Donner und Blitz, Wolkenbildungen, Auftreten seltener Himmelserscheinungen wie Kometen. Aeromantie, Austromantie, Meteormantie. Lit.: Das große Handbuch der Magie. München: Wilhelm Heyne, 1990; Hogrebe, Wolfgang (Hrsg.): Mantik. Würzburg: Königshausen und Neumann, 2005.
Chaos
(Griech. chaos, von chainein, „gähnen“), vollständig ungeordneter Weltzustand als Urzustand des noch ungeformten Weltstoffes und Weltraumes. C. ist somit der Gegenbegriff zu > Kosmos, dem griechischen Begriff für Ordnung. Die Bibel spricht von „tohu-wa-bohu“ (Gen 1,2). Nach Hesiod (Theog. V, 116, … Weiterlesen
Chaos-Forschung
Teilgebiet der Mathematik und Physik, das sich mit komplexen, vornehmlich dynamischen Systemen befasst, deren Dynamik unter bestimmten Umständen von den Anfangsbedingungen abhängt, sodass ihr Verhalten nicht langfristig vorhersagbar ist. Chaotische dynamische Systeme sind nämlich nicht linear. Beispiele sind der Schmetterlingseffekt … Weiterlesen
Chaosmagie
(Engl. chaos magic), eine okkulte Bewegung, die ihren Anfang in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre nahm und durch die beiden Bücher Liber Null und Psychonaut des Briten Peter J. Carroll Verbreitung fand. 1978 gründete Carroll mit Ray Sherwin die … Weiterlesen
Chaostheorie
(Engl. chaos theory), mathematische Systemtheorie, die > Chaos als ein spezielles, unvorhersagbar erscheinendes und instabiles Verhalten komplexer nichtlinearer dynamischer Systeme definiert. Die C. hat sich Ende der 1970er Jahre im Anschluss an die Kybernetik und die Allgemeine Systemtheorie als eigene … Weiterlesen
Chaosvogel
Heiliger Vogel in der chinesischen Mythologie. Dieser Vogel hatte nach dem Buch Chan Hai King („Buch der Berge und der Meere“) sechs Füße und vier Flügel. Manchmal glich er einem gelben, dann wieder einem roten Sack. Er hatte kein Gesicht … Weiterlesen
Chapanga
(Abgeleitet von kupanga, „ordnen“, „schaffen“), höchstes Wesen bei einigen Stämmen im südlichen Tansania, so bei den Njasa, Pangwa, Matengo und Ngoni. C. ist kein abwesender, sondern ein anwesender, gegenwärtig wirkender Gott. So sagt man, wenn ein Gespräch stockt oder bei … Weiterlesen
Chapman, Caroline Randolph
(1881-1973), amerikanische > Sensitive, die annähernd 40 Jahre als > Medium wirkte. Obwohl sie bereits als Kind mehrere paranormale Erlebnisse hatte, zeigte sie kein spezielles Talent dafür. Als sie jedoch eines Nachts erwachte und ihre verstorbene Mutter und die Tochter … Weiterlesen
Chapman, George William
(* 04.02.1921 bei Liverpool; † 09.08.2006), britischer Geistheiler. C. arbeitete nach der Schulzeit in einer Autowerkstätte, in einem Schlachthof und im Hafen. Während des Krieges war er Sergeant bei der britischen Luftwaffe und ab 1946 Feuerwehrmann; schließlich wurde er Heiler. Dazu … Weiterlesen
Chappaz, Maurice
(* 21.12.1916 Lausanne; † 15.02.2009 Martigny VS), war einer der bekanntesten französischsprachigen Schweizer Dichter aus dem Kanton Wallis. C. studierte Jura und Literatur in Saint-Maurice und Lausanne. Ab 1939 schrieb er über vierzig Bücher. 1947 heiratete er die Dichterin Corinna … Weiterlesen
Character Magico-Cabbalistico-Sophicus
(Lat., “Schrift [character] magisch-kabbalistischer Weisheit“), in Latein abgefasste alchemistisch-theosophische Schöpfungs- und Naturgeschichte (68 Quartseiten). Sie enthält das Gedankengut des > Opus Mago-Cabalisticum et Theologicum, das dem Schwaben Georg von Welling (1652-1727) zugeschrieben wird. Über Welling, der vom französischen > Abbé … Weiterlesen
Charadrius, Caradrius
(Vulgärlat.; griech. charadrios), ein im Physiologus, einem frühchristlichen Kompendium der Tiersymbolik (im 2. Jh. vermutlich in Alexandria, Ägypten, entstanden), in Text und Bild dargestellter Vogel, der am Bett eines Kranken die Heilungsmöglichkeit anzeigt: Setzte er sich so hin, dass sein … Weiterlesen
Charaktere(s)
(Griech. charakter, das Eingegrabene, von griech. charássein, eingraben, einritzen), ursprünglich Bezeichnung für magische > Symbole ohne unmittelbaren Mitteilungscharakter, die an sich magisch wirken (> Runen). Solche magische Symbole finden sich in > Zauberbüchern, auf > Talismanen, > Amuletten, Medaillen, Metallblättchen … Weiterlesen
Charakteromantie
Späte Neubildung zur Bezeichnung sämtlicher Wahrsageformen, die aufgrund von allerlei Zeichen, Charakteren und Buchstaben sowie basierend auf > Zauberworten oder > Zauberzeichen geübt werden. Auch > Onomatomantie, > Gematrie, > Geheimschriften, > ars notoria und > Tachygraphie werden dazugerechnet, wie … Weiterlesen
Charakterpanzerung
Von Wilhelm > Reich geprägter Begriff zur Bezeichnung der gesamten muskulären und psychischen Verspannungen beim Menschen. Die körperlichen Spannungen zeigen sich meist in Steifheit, Starre und Unbeweglichkeit, die psychischen in stereotypen Abwehrmechanismen wie Lächeln, Ironie, Hochmut oder Kichern. Nach Reich … Weiterlesen
Charcot, Jean Martin
(* 29.11.1825 Paris; † 16.08.1893 Morvan), französischer Psychiater und Hypnotiseur. C. studierte Medizin und begann seine medizinische Laufbahn als Anatom und Pathologe. 1862 wurde er Abteilungsleiter der Heilanstalt „Salpêtrière“, 1872 erhielt er eine Professur der pathologischen Anatomie. In der Salpêtrière, einem … Weiterlesen
Chari, Cadambur Tiruvenkatachari Kri- shnama
(* 05.06.1909 Tiruvellore; † 05.01.1993 Tambaram), indischer Philosoph. C. promovierte 1953 an der Madras-Universität zum Dr. phil. und wurde 1956 Prof. für Philosophie und Psychologie am Madras Christian College in Tambaram. Er gehört zu den weltweit bedeutendsten Philosophen, die sich mit … Weiterlesen
Charila
(Griech.), Name eines Mädchens, nach dem das alle neun Jahre gefeierte Fest benannt wurde, über dessen Ursprung Plutarch (ca. 45-125) berichtet. Zu > Delphi war eine große Hungersnot ausgebrochen. Die Bevölkerung kam zum König, um Nahrung zu erbitten. Dieser verteilte … Weiterlesen
Charing Cross Spirit Circle
Erster spiritistischer Zirkel in London, der im Januar 1857 gebildet wurde und später in der London Spiritualist Union aufging. Als durch die Aktivitäten eines Mediums namens „Jones“ Schwierigkeiten auftraten, gründeten dessen ehemalige Anhänger eine neue Gruppe, den Circle of Spheral … Weiterlesen
Charisma
(Griech., Gnadengabe, Geschenk, von charis, Geschenk, Liebenswürdigkeit), vom Apostel Paulus in die christliche Literatur eingeführter Begriff zur Bezeichnung christlicher Gnadengaben (prophetische Rede, Lehre und Ermahnung, Barmherzigkeit) und Ämter, die als Manifestation der Charis, der Gnadenmacht Gottes und seines Geistes, zu verstehen … Weiterlesen
Charismatik
(Griech. charisma, Gnadengabe), Handeln mit Gnadengaben in Form intuitiver und persönlicher Einschätzung. Dieses Handeln, in dem das Fühlen dem Denken vorausgeht und meist die zentrale Rolle spielt, findet Ausdruck in verschiedenen Bewegungen, wie > Pfingstbewegungen, > Erweckungsbewegungen, > Erneuerungsbewegungen unterschiedlicher … Weiterlesen
Charismatiker
(Griech. charisma, Gnadengaben), nach dem Apostel Paulus Menschen die durch Vermittlung des Heiligen Geistes über besondere Gaben verfügen und diese für das Allgemeinwohl einsetzen. „Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist … Dem einen wird vom Geist die … Weiterlesen
Charismatische Bewegung
Christliche Lebensgestaltung in der Überzeugung, dass der Heilige Geist besondere Gaben (griech. charisma) und Inspirationen verteilt, die innerlich erfahrbar und lebenswert sind. Sie entstand in den 1960er Jahren in einer Episkopalkirche in Kalifornien und sprang 1967 auf die katholische Kirche … Weiterlesen
Charismatische Führung
Außergewöhnlich erfolgreiche Leitung durch spontanes Verhalten, intuitives Erfassen einer bestimmten Situation und wegweisende Ausstrahlung – Eigenschaften, die von den Geführten widerspruchslos bis freudig angenommen werden. C. ist ein paranormales Phänomen, das sich aus der spontanen Interaktion von Führer und Geführten … Weiterlesen
Charismatisches Heilen
Heilen vornehmlich durch Handauflegung in Versammlungen der > charismatischen Bewegung, aber auch von Einzelpersonen, durch Anrufung des > Heiligen Geistes. > Geistheilung. Lit.: Edwards, Harry: Praxis der Geistheilung. Spirituelles Heilen verstehen und praktizieren. Riehen: Verlag Andreas Mächler, 2009.
Chariten
(Griech. Plural von charis, Anmut, Gnade), drei Töchter des > Zeus und der > Eurynome. Ihre Namen sind Aglaia (Glanz), Euphrosyne (Frohsinn) und Thaleia (Blüte). In der Kunst und im Mythos treten sie im Gefolge der > Aphrodite, des > … Weiterlesen
Charlottenburg-Spuk
Ende Januar 1929 wurde durch den Vorsitzenden der „Gesellschaft für parapsychologische Forschung“, Sanitätsrat Paul Bergmann, darauf hingewiesen, dass sich in der Traugottstraße 42 in Charlottenburg seit einiger Zeit Spukphänomene ereigneten, die an das kleine Mädchen Lucie gebunden zu sein schienen. … Weiterlesen
Charnock, Thomas
(1524?-1581), englischer Alchemist. Das Geburtdatum ist unsicher, wenngleich er eines seiner Manuskripte auf 1574 datiert mit der Bemerkung, dass er es in seinem 50. Lebensjahr geschrieben habe. Wie alle Alchemisten strebte auch C. die Erzeugung von Gold an. Zweimal wähnte … Weiterlesen
Charon
(Griech./lat.), Fährmann in der griechischen Totenwelt, der als greiser Mann die ihm von > Hermes überbrachten Seelen über die Unterweltflüsse > Acheron, > Kokytos, > Styx u.a. zu den Pforten des > Hades führte. Voraussetzung war die Beerdigung der Toten … Weiterlesen
Charonium
(Griech./lat.), Höhlen in Kleinasien, in der Landschaft Carien, eine bei Thymbra, die andere bei Nysa. Beide wurden vom Volk für heilig gehalten, da aus ihnen giftige Dünste strömten. So hielt man vor allem jene von Nysa für einen Ort göttlicher … Weiterlesen
Charonten
(Von etrusk. charun; griech. charon, später charontes), männliche und weibliche Todesdämonen der > Etrusker, dargestellt meist mit einem Geierschnabel, spitzen Ohren und einem Hammer. Lit.: Pfiffig, Ambros Josef: Religio etrusca: sakrale Stätten, Götter, Kulte, Rituale. Wiesbaden: VMA-Verl., 1998; Bonfante, Larissa/Swaddling, … Weiterlesen
Charroux, Robert
(* 07.04.1909 Payroux; † 24.06.1978), eigentl.: Robert Grugeau, französischer Schriftsteller und Journalist. C. war ursprünglich bei der Französischen Post beschäftigt und wandte sich später hauptberuflich und mit Erfolg der Schriftstellerei zu. In den 1940er Jahren verfasste er die Texte für die … Weiterlesen
Chartomancie, Chartomantie
(Engl. chartomancy) > Kartomantie.
Chartres, Kathedrale von
Chartres ist die Hauptstadt und die wichtigste Stadt des Départements „Eure-et-Loir“, 90 km südwestlich von Paris gelegen, und beherbergt mit seiner Kathedrale eines der herausragendsten gotischen Bauwerke der Welt. Geschichte Die Anfänge der Stadt liegen im Dunkeln. In Cäsars „Gallischem … Weiterlesen
Chartres, Schule von
Philosophische und theologische Schule, die um 990 von Bischof Fulbert von Chartres gegründet wurde. Sie gelangte im 12. Jh., vor allem unter der Leitung von Bernhard und Thierry von Chartres, durch ihre platonische und neuplatonische Naturphilosophie sowie ihre Logik zu … Weiterlesen
Charubel
Bürgerlicher Name John Thomas, Pseudonym Julius Balsamo (*9.11.1826 Montgomery, Wales; *11.11.1908 Manchester), Waliser Hellseher und Astrologe. C. studierte calvinistische und methodistische Theologie und wurde 1851 methodistischer Geistlicher. Doch bereits in seinen frühen Zwanzigern entwickelte er sich zum Heil-Hypnotiseur, arbeitete dann … Weiterlesen
Charun
(Etrusk.), häufig geflügelt dargestellter etruskischer > Todesdämon der > Unterwelt. Der Name ist vom griechischen Fährmann des Jenseits, > Charon, abgeleitet. C. wird als hässlicher Entführer der Lebenden dargestellt. Er ist rotäugig, hat spitze Tierohren und manchmal Schlangenhaare sowie eine … Weiterlesen
Charvaka
Auch Lokayata (sanskr. loka, Welt), alt-indische Philosophenschule für Atheismus, Materialismus und Hedonismus, benannt nach ihrem angeblichen Gründer gleichen Namens. C. wurde erstmals im 7. Jh. von dem Philosophen Purandara zur Bezeichnung der Materialisten verwendet. Dharmakirti, ein weiterer Vertreter des C., nennt … Weiterlesen
Charybdis
(Griech.), Meeresungeheuer der Griechen, Tochter des > Neptun und der > Erde. Der Mythos schildert C. als gefährliches Weib, das dem > Herkules Kinder raubte und deshalb vom Blitzschlag > Jupiters ins Meer geschleudert wurde, wo sie weiterhin ihr Unwesen … Weiterlesen
Chasca Coyllur
Gott der Blumen und Beschützer der Jungfrauen bei den > Inka. Lit.: Knaurs Lexikon der Mythologie. München: Droemersche Verlagsanst. Th. Knaur Nachf. GmbH & Co.KG, 2005.
Chassidismus
(Hebr. chasid, der Fromme), allgem. Bezeichn. verschiedener Frömmigkeitsbewegungen mit volkstümlichem und zugleich mystischem und esoterischem Charakter im Judentum. In geschichtlicher Abfolge werden folgende Gruppen genannt: 1. Die Chassidäer, die „Frommen“, mit einer besonders strengen Treue zur Tora im 2. Jh. v. Chr., … Weiterlesen
Chassinat, Émile Gaston
(*5.05.1868 Paris; † 26.05.1948 Saint-Gernain-en-Laye), französischer Ägyptologe und Koptologe. Nach seiner Ausbildung in Ägyptologie durch Gaston Camille Charles Maspero (1846-1916) und Eugène Revillout (1843-1913) wurde C. 1894 in der ägyptischen Abteilung des Louvre angestellt und übernahm auch das Sekretariat der Revue … Weiterlesen
Chateri
(Gott), „Ichneumon“, im alten Ägypten eine Erscheinungsform des solaren > Horus. Beim Ichneumon handelt es sich um eine im Mittelmeergebiet und im tropischen Afrika beheimatete Mangustenart (Herpestidae), eine Säugetierfamilie aus der Ordnung der Raubtiere (Carnivora), auch Pharaonenratte oder Pharaonenkatze genannt. … Weiterlesen
Chattenring
Germanische Form eines Gelübdes mit Gürtung und Bindung. Tacitus schreibt in der Germania, Kap. 31,1-2.4: „Eine Sitte, die auch bei anderen Völkerschaften Germaniens, doch nur selten und infolge des persönlichen Wagemuts einzelner vorkommt, ist bei den Chatten allgemein geworden, dass … Weiterlesen
Chatummaharajika
Chaturmaharajika, buddhistische Göttergruppe (> Deva), die in der gleichnamigen ersten Himmelsetage (> Devaloka) wohnt und 500 Jahre lebt, wobei 1 Tag für sie wie 50 Menschenjahre ist. Zur Gruppe gehören u.a. die 4 Caturmaharaja; die Gandharvas wohnen ebenfalls dort. Lit.: Bellinger, … Weiterlesen
Chatur-Yoni
Catur Yoni (sanskr. chatur, vier; yoni, Schoß ), vier Arten der Geburt, in denen die Wesen der sechs Existenzweisen (> Gati) in den drei Welten (> Triloka) wiedergeboren werden können: 1. Lebendgeborene (Jarayuga), Säugetiere, Menschen; 2. Eigeborene (Andaja), Vogel und Reptilien; … Weiterlesen
Chaucer, Geoffrey
(* Um 1343 London; † wahrscheinlich 25.10.1400 ebd.), englischer Schriftsteller und Dichter. C. schrieb in der Volkssprache und erhob so das Mittelenglische zur Literatursprache. Er kannte sich in den mittelalterlichen Wissenschaften aus und modifizierte als „gelehrter Dichter“ (poeta doctus) das Überlieferte … Weiterlesen
Chaurasi
Rad der 8.400.000 körperlichen Gestaltungsformen, in denen eine Seele sich in der stofflichen Welt verkörpern kann. Lit.: Davidson, John: Am Anfang ist der Geist. Bern: O.W. Barth im Scherz Verlag, 1994.
Chauvin, Rémy
Dr. rer. nat. (* 10.10.1913 Toulon; † 8.12.2009 Sainte-Croix-aux-Mines, Haut-Rhin), Pseud. Pierre Duval, französischer Biologe, Entomologe, Ethologe und Professor an der Sorbonne. Nach vierjährigem Medizinstudium inskribierte sich C. an der Naturwissenschaftlichen Fakultät von Paris und promovierte 1941 zum Dr. rer. nat. … Weiterlesen
Chavara, Cyriac Elias
(* 10.02.1805 Chennamkary, Indien; † 3.01.1871 Koonammavu, Indien), Ordensgründer, selig (8.02.1986, Fest: 3. Januar), heilig (23.11.2014). Nach der Priesterweihe 1820 gründete C. 1831 mit Thomas Palakal und P. Thomas Porukara in Mannanam eine Ordensgemeinschaft im syro-malabarischen Ritus, die 1855 den … Weiterlesen
Chavin de Huantár
Die älteste der präkolumbianischen Kulturen Perus im oberen Maranon-Tal, am Osthang der Cordillera Blanca (südostlich von Huarez), 3.500 Meter über dem Meer gelegen, und benannt nach der Ruinenstätte eines Heiligtums. Die Kultur dürfte sich von 850 bis 200 v. Chr. … Weiterlesen
Chaya
(Sanskr., „Schatten“), hinduistische Göttin der Abendröte sowie Begleiterin und Gattin des Sonnengottes > Surya. Lit.: Lommel, H.: Vedische Einzelstudien. Zeitschrift der Morgenländischen Gesellschaft 99 (1945-1949).
Chaya Upashana
(Sanskr., „nahe beim Schatten sitzen“), Betrachtung des eigenen Schattens. In C. ist der eigene > Schatten oder das Spiegelbild Objekt der Betrachtung, die in mehreren Formen erfolgen kann. Es geht dabei um Selbsterkenntnis. Der Schatten ist die Gestalt der eigenen … Weiterlesen
Chayot
(Hebr., „Blitzstrahl“), Wort mit dem die > Merkabah-Mystiker, eine Richtung der jüdischen Mystik, die vom 1. Jh. bis zum 11. Jh. bestand, Stadien der spirituellen Ekstase bezeichneten. Lit.: Schäfer, Peter: The Origins of Jewish Mysticism. Tübingen: J.C.B. Mohr, 1988.
Chedammu
Churritischer Dämon, der als Schlangendrache im Meer lebte. Durch seine Gefräßigkeit richtete er Länder und Städte zugrunde. Da trat ihm die akkadische > Ishtar mit ihren musizierenden Dienerinnen entgegen. Als C. aus dem Meer auftauchte, präsentierte sie sich ihm hüllenlos, … Weiterlesen
Cheiro
(* 1.11.1866 Dublin; † 8.10.1936 Hollywood), Ps. des englischen Grafen Louis Hamon, Okkultist, Chirologe, Numerologe, Astrologe und Autor zukunftsdeutender Werke. Als William John Warner geboren, nahm er schon früh den Namen „Count Louis Hamon“ an. Das Ps. Cheiro ist eine Verballverhornung von … Weiterlesen
Cheiron
Chiron (griech. cheir, „Hand“), weiser, unsterblicher > Kentaur. C. war Sohn des > Chronos und der Phylira, wohnte in einer Höhle des Peliongebirges und unterwies > Asklepios in der Heilkunst. Er erzog viele berühmte Helden, wie > Achilleus, > Theseus, … Weiterlesen
Cheker-Zeichen
Nachbildungen von Knoten, durch die Pflanzenstängel an einem Holzrahmen befestigt wurden, um so als Wand zu dienen. Solche Zeichen, in Tempel- und Grabkammerwänden in Deckennähe angebracht, haben in > Ägypten neben der Dekoration auch die Funktion, auf das Götterhaus der … Weiterlesen
Chela
(Sanskr., „Diener“), hinduistische Bezeichnung des Schülers eines spirituellen Lehrers oder Gurus. Diese Bezeichnung versinnbildlicht auch die erste Stufe oder > Aschram im Leben eines > Brahmanen. Lit.: Roberts, Marc: Das neue Lexikon der Esoterik. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2005.
Chelidonius
(Griech., „Schwalbenstein“), Konkrement in den inneren Hohlorganen von Vögeln, insbesondere der > Schwalben, daher der Name. In der Volksmedizin wurden diese Steine bei Epilepsie, Melancholie und unregelmäßiger Periode als Heilmittel verwendet. In einem gelben Leinenbeutel um den Hals gebunden, sollte … Weiterlesen
Chelmsford, Hexen von
Im 16./17. Jh. fanden vor den Schwurgerichten in Chelmsford, Essex, England, vier bedeutende > Hexenprozesse statt. 1563 wurde von Königin Elisabeth I. (1558-1603) ein Statut erlassen, das für Hexen und Zauberer die Todesstrafe befahl. Die Betreffenden wurden nach zivilem, nicht … Weiterlesen
Chelone
(Griech., „Schildkröte“), eine Nymphe aus der griechischen Mythologie, die von > Hermes zur ewigen Strafe in eine Schildkröte verwandelt wurde, weil sie als Einzige von allen Göttern und Menschen der Vermählung des > Zeus mit > Hera fernblieb und diese … Weiterlesen
Cheltenham-Geist
Außergewöhnlicher Spukfall. 1882 übersiedelte der Hauptmann Despart mit seiner Frau und den sechs Kindern in ein Haus in Cheltenham, Gloucestershire, England. Das Haus wurde 1860 erbaut und von Henry Swindhoe erworben, dessen Frau 1866 starb. Er heiratete daraufhin Imogen Hutchins, … Weiterlesen
Chemiatrie
(Griech. chymia oder ägypt. Kemi, „Chemie“; iater, „Arzt“; syn. Iatrochemie), chemische Herstellung von Arzneien. Mit dem Begriff C. stellte > Paracelsus (1493?-1541) die chemische Herstellung von Arzneien anstelle pflanzlicher oder mineralischer Naturstoffe in den Mittelpunkt. Wenngleich die Ärzteschaft des 16. … Weiterlesen
Chemie
(Griech. chymia oder ägypt. Kemi), Lehre vom Aufbau, Verhalten und von den Gesetzmäßigkeiten von Stoffen. Es ist möglich, dass der Name „Chemie“ vom Namen > Ägyptens selbst, nämlich „Kemi“, herrührt. Jedenfalls entstand die C. als Wissenschaft in Alexandria, wo die … Weiterlesen
Chemiin
In der Mythologie südamerikanischer Völker, z.B. bei den Karaiben, der Geist, der Himmel und Erde erschaffen hat. Er steht über allem Zeitlichen, die bösen Taten der Menschen und alles Untergeordnete mit eingeschlossen, und erfreut sich an den guten Taten der … Weiterlesen
Chemische Phänomene
(Engl. chemical phenomena), Phänomene chemischer Natur bei medialen Sitzungen, Spuk, Erscheinungen und paranormalen Begebenheiten. Die Rede ist von Licht-, Farb-, Blut- und Wasserphänomenen, von Ozon- und Phosphorgeruch, Brandspuren und Feuer, > Ölabsonderungen, > Materialisationen und > Dematerialisationen, > Tränen usw. … Weiterlesen
Chemismus
(Engl. chemistry), Gesamtheit der chemischen Vorgänge bei Stoffumwandlungen. In der > Paranormologie versteht man darunter das Erfassen solcher sinnlich nicht wahrnehmbaren Stoffumwandlungen in organischen und anorganischen Gebilden durch Sensitive, meist in Form von paranormalen Leucht-, Geruchs-, Tast-, und Gehörswahrnehmungen, aber … Weiterlesen
Chemosh
(Hebr.; griech./lat. Chamos), Hauptgott der Moabiter (vgl. Num 21,29; Jer 48,7,13,46), der sein Volk mit militärischen Siegen belohnte, sofern es ihn verehrte; wenn nicht, ließ er es von den Feinden besiegen. Der König der Moabiter, Mesha, widmete ihm einen besonderen … Weiterlesen
Chen-lung
(Chin.), chinesischer > Drache, der die Schätze im Innern der Erde vor den Sterblichen schützt. Lit.: Mode, Heinz: Fabeltiere und Dämonen: die Welt der phantastischen Wesen. Leipzig: Koehler & Amelang, 2005.
Chen-Stil
Einer der ältesten Stile des > Taijiquan (chinesisches Schattenboxen). Der C. wurde im 17. Jh. von der Familie Chen im Dorf Chenjiagou entwickelt und über Generationen vornehmlich im Rahmen der Familie weitergegeben. Als Gründer wird allgemein Chen Wangting (1597-1664), aus … Weiterlesen
Chen-yen
(Chin., „Vollkommener“ oder „wahrer Mensch“; jap. Shinghon), der vollkommene Mensch. Der Begriff dient in China sowohl den Taoisten als auch den Buddhisten zur Bezeichnung einer Person, die das höchste religiöse Ideal erreicht hat. Die Buddhisten übersetzten damit den Sanskritnamen > … Weiterlesen
Cheng-i tao
(Chin., „Tao der Einheit“), taoistische Schulen, die Talismane (Fu-lu) oder > Amulette (> Beschwörungen) benutzen. Ihre Wurzeln liegen bei den > Wu-tou-mi tao und den > Ling-pao pai, die im 14. Jh. bis zu einem gewissen Grad zusammengeführt wurden. Magische … Weiterlesen
Chenoweth, Mrs.
(Minnie Meserve Soule, 1867-1936), Lehrerin, Unitarierin, Trancemedium der > American Society for Psychical Research. C. wurde von James H. > Hyslop, der ihr den Namen „Mrs. Chenoweth“ gab, eingehend untersucht. Schon in früher Jugend hatte sie präkognitive Träume. Nach ihrer … Weiterlesen
Chenresi
(Tibet., „mit klaren Augen schauend“), tibetische Form des > Avalokiteshvara, des > Bodhisattva des Erbarmens, Nationalgott Tibets und Herr der Gnade. C. gilt als Gründungsvater des tibetischen Volkes und als Schutzpatron des „Schneelandes“. Auch der für die Einführung des > … Weiterlesen
Chensit
Ägyptische Lokalgöttin des 20. unterägyptischen Gaus, die sich als > Uräusschlange manifestierte. Dabei trat sie in Verbindung zum Ortsgott > Sopdu. Sie wird entweder mit der Krone der > Hathor oder mit der Feder der > Ma’at dargestellt. Lit.: Lurker, … Weiterlesen
Chentechtai
(Griech.), ägyptischer Lokalgott von Athribis (10. unterägyptischer Gau) in seiner gräzisierten Form, dessen Bedeutung unbekannt ist; die ägyptische Form lautet Chenti-cheti. Ursprünglich wurde er krokodilartig, später dann falkenartig dargestellt. C. wird aber auch mit > Kemwer, dem schwarzen Stier von … Weiterlesen
Chenti-irti
In voller Form Mechenti-irti, verehrter Falkengott im ägyptischen Letopolis, der bereits im Alten Reich als > Horus verstanden wurde. Sein besonderes Markenzeichen war, dass er augenlos gedacht wurde. Ein Bild in einem Papyrus des M. R. zeigt ihn dementsprechend ohne … Weiterlesen
Cheopspyramide
Grabmal eines ägyptischen Pharao (Cheops, Schufu, Chufu soll der Name gelautet haben) aus der IV. Dynastie, das um 2680 v. Chr. erbaut wurde. Die C. ist die größte aller Pyramiden und steht in Gizeh, ungefähr 8 km südwestlich von Kairo, … Weiterlesen
Chephren
(Ägypt. Chaefre), dritter oder vierter König der IV. Dynastie Ägyptens (ca. 2570-2530 v. Chr.). Er war der Bruder des Djedefre und Sohn des Cheops (> Cheopspyramide). Über ihn weiß man nur, dass er die zweite Pyramide von Gizeh erbaute, dass … Weiterlesen
Chepre
(Ägypt., „der [von selbst] Entstandene“), > Skarabäus als Urgott. C. ist nach den Ägyptern von selbst, ohne gezeugt zu sein, aus der Erde hervorgegangen und wurde sehr bald dem > Atum untergeordnet, hatte daher auch nie einen selbständigen Kult. Die … Weiterlesen
Cherti
Ägyptischer Lokalgott von Letopolis in Widdergestalt. Er erscheint in Gemeinschaft mit dem Falkengott > Horus, > Chenti.irti, dem als Herr von Letopolis ein später Papyrus geradezu die Widdergestalt des C. gibt (Pleyte). Auf alle Fälle erhält C. gelegentlich das Beiwort … Weiterlesen
Cherub
(Hebr. keruv, Mehrzahl Cherubim), geflügeltes Wesen mit menschlichem Haupt und Tierkörper. Was die Herkunft des Begriffes betrifft, herrscht Unklarheit. Am wahrscheinlichsten ist die Annahme, dass der hebräische Begriff mit dem akkadischen karabu (beten, segnen) zusammenhängt. Das entsprechende Substantiv karibu, karubu … Weiterlesen
Cherufe
Riesiges menschenfressendes Fabelwesen der Araukaner in Chile und Argentinien. Es haust angeblich in Vulkanen und ernährt sich von jungen Mädchen. Lit.: Kößler-Ilg, Bertha: Indianermärchen aus den Kordilleren: Märchen der Araukaner. Düsseldorf: Diederichs, 1973; Mode, Heinz: Fabeltiere und Dämonen: die Welt … Weiterlesen
Chesed
(Hebr., „der Barmherzige“), die vierte Sephirah der zehn > Sephiroth, auch Gedulah (hebr., „Größe“) genannt. Im kabbalistischen Lebensbaum liegt C. auf der dritten Ebene, aber auf der rechten Seite (also der linken Köperhälfte) und bildet eine Polarität mit der Sephirah … Weiterlesen
Chesŏk
Im koreanischen > Schamanismus der Gott des höchsten Lebensglücks. Der Name ist die sinokoreanische Wiedergabe von Shakra (sanskr.). Lit.: Vos, Fr.: Die Mythologie der Koreaner. Wörterbuch der Mythologie 6,22. Lief., 1987.
Chetasika
Oder Cetasika (sanskr., Pali), „Geistesfaktoren“ oder „geistige Dinge“ (Chetasika-dhamma), die geistigen Begleiterscheinungen, die mit dem jeweiligen Bewusstsein verbunden sind und von ihm hervorgerufen werden. C. ist eine der Einteilungskategorien des > Abhidharma mit 52 Geistesfaktoren, von denen 25 edel, 14 … Weiterlesen
Cheval
Im > Voodoo das Pferd, im weitesten Sinn die Person, die bei der Reise in den Trancezustand von Geistesgottheiten „besetzt“, also besessen wird. Lit.: Drury, Nevill: Lexikon esoterischen Wissens. München: Droemer Knaur, 1988.
Chevalier
(Franz., „Ritter“). 1. Bezeichnung für französische Hochgrade der > Freimaurerei (z.B. Chevalier Kadosh), entspricht im Englischen den knights. 2. Hofkarte, die im > Tarot zwischen der Königin und dem Buben liegt. Lit.: Werner, Helmut: Lexikon der Esoterik. Wiesbaden: Fourier, 1991.
Chevalier, Marie George
(1889-02.12.1973), französischer Ingenieur und Parapsychologe, promovierte 1908 in Naturwissenschaften und ein Jahr später in Literatur. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg diente er in der Armee. Nach seiner Pensionierung wurde C. Direktor der Assn. Française d’Etudes Métapsychiques und leitete Experimente zum … Weiterlesen
Chevreuil, Léon-Marie-Martial
(* 27.03.1852 Paris; † Dezember 1939), französischer Maler, Autor und Spiritist. C. studierte an der Universität von Poitiers und an der Ecole des Beaux-Arts in Paris. Sein Name ist vor allem mit seinem Werk On ne meurt pas (Man stirbt nicht, 1916) … Weiterlesen
Chevreul, Michel-Eugène
(*31.08.1786 Angers, † 08.04.1889 Paris, im Alter von fast 103 Jahren), französischer Chemiker und Begründer der modernen Theorie der Pigmente, Erforscher der tierischen Fette und Erfinder der Margarine. C. studierte in Paris und wurde nach einer Lehrtätigkeit an Schulen 1824 … Weiterlesen
Chevreulscher Pendelversuch
> Chevreul, Michel-Èugene.
Chézard de Matel, Jeanne
(* 06.11.1596 Roanne, Frankreich; † 11.09.1670 Paris), ehrw. (05.12.1973), französische Mystikerin und Gründerin des Ordens vom Menschgewordenen Wort und dem Heiligsten Sakrament. C. verbrachte ihre Jugend in der Familie und befasste sich als Zwanzigjährige sechs Jahre lang mit der Frage ihrer Berufung, … Weiterlesen
Chhaya
(Sanskr., „Schatten“), Scheinbild oder Abbild. 1. C. ist eine Stadt in der Provinz Porbandar im Staate Gujarat in Indien. 2. In der esoterischen Philosophie bezeichnet C. das astrale Abbild einer Person. Lit.: Werner, Helmut: Lexikon der Esoterik. Wiesbaden: Fourier, 1991.
Chi
Auch Chineke, Ci, Chuku, das höchste Wesen und die Schöpfergottheit bei den nigerianischen Ibo und Igbo. Die Überlieferungen im Hinblick auf C. unterscheiden sich z.T. stark, doch lässt sich allgemein Folgendes sagen: C. wohnt im > Himmel, nimmt allerdings Anteil am … Weiterlesen
Chi Kung
(Chin., „Energie-Kultivierung“), spezielle chinesische Meditationsübungen, deren Ziel der ausgeglichene ruhige Fluss der Ch’i-Energie zur Förderung des persönlichen Wohlbefindens ist. In der Ruhe liegt nämlich die Kraft und in unserer Energie der Schlüssel für ein gesundes glückliches Leben. Dieses Wissen wurde … Weiterlesen
Chi-Quadrat
(Engl. chi square), Prüfung der Unabhängigkeit von zwei Alternativmerkmalen: In einer Stichprobe n wird untersucht, ob zwei Merkmale unabhängig voneinander auftreten (Nullhypothese) oder ob diese beiden Merkmale miteinander (statistisch, nicht notwendigerweise kausal) in Beziehung stehen bzw. voneinander abhängig sind (Alternativhypothese). … Weiterlesen
Chia
Indianische Mondgöttin und Urmutter der Chibcha- und Muisca-Indianer im Nordwesten Südamerikas. Die Muisca sind ein Volk der Chibcha, deren Name „Menschen“ bedeutet. Ihre Kultur war höher als die anderer chibchasprechender Völker, ebenso ihre Gesellschaftsordnung. Zu Beginn des 16. Jh. besaßen … Weiterlesen
Chiaia, Ercole
(1840-1905), italienischer Arzt und bedeutender Vertreter des wissenschaftlichen > Spiritismus. Ab 1874 begann er mit seinen eingehenden Untersuchungen und berichtete 1886 über das von Enrico > Damiani entdeckte, aber der europäischen Wissenschaftswelt noch weitgehend unbekannte Medium Eusapia > Palladino. 1888 … Weiterlesen
Chiao
(Chin., „Opfer“), Weinopfer (oder „Trinkspruch“) bei der Volljährigkeit eines Sohnes oder bei einer Hochzeit, das später bei den Taoisten zu einem allgemeinen Ritualopfer wurde. Dieses diente verschiedenen Zwecken, wie der Abwehr von Krankheiten, dem Schutz vor Feuer, dem Stiften von … Weiterlesen
Chibchachum
Erdgott der kolumbianischen Muisca und Patron der Ackerbauern, Händler und Goldschmiede. Der Legende nach wurde er von > Bochica besiegt und muss seither die Erde auf seinen Schultern tragen. Jedes Mal, wenn er die Last von einer Schulter auf die … Weiterlesen
Chibiados
Indianischer fleischfressender Luchs- und Wolfsgott bei den > Algonkin. C. ist auch Herr der Geisterwelt und gilt als jüngerer Bruder des Hasen (> Manabhozho). Lit.: Spence, Lewis: Mythen der Indianer. Mit einer Einführung von Arthur Cotterell. Augsburg: Pattloch, 1995.
Chicha
(Span.), alle durch alkoholische (> Alkohol) Gärung gewonnenen Rauschgetränke, insbesondere aus Mais und Maniok. Solche Getränke wurden schon von den > Inka konsumiert. Die Herkunft des Wortes ist unsicher. Jedenfalls bezeichneten die Spanier damit alle fermentierten Getränke, die sie in … Weiterlesen
Chicomecoatl
(Indian., „Sieben Schlangen“), Mais- und Fruchtbarkeitsgöttin der > Azteken. Zu ihrer Ehre wurde zur Zeit der Maisreife das elfte der 18 Monatsfeste des Jahres als Erntefest gefeiert. Zur Sicherung einer reichen Ernte wurden jeweils am 24. Juni > Menschenopfer dargebracht. … Weiterlesen
Chidakash Vidya
Auch Chidakash Dharana (sanskr. chid, gewahr sein; akash, Raum, Äther; vidya, Weisheit), das Erleben des inneren Raumes. Sieht man den inneren Raum in all seiner Klarheit, hat man ihn gemeinsam mit allen Weisen und Heiligen. Der Weg dazu verlangt Übung … Weiterlesen
Chidananda, Swami
Bürgerlich Sridhar Rao (* 24.09.1916 Südindien; † 28.08.2008 Rishikesh), hinduistischer Mystiker. Die Namensänderung erfolgte, als er den Lebensstand der Entsagung (Sannyasa) annahm. Nach der Grundschulausbildung erlangte C. den Grad eines Bachelor of Arts am überwiegend christlichen Loyola College. Die Ideale Jesu, … Weiterlesen
Chidr
Chidhr, Chidher, al-Chadhir, (arab. „der Grüne“; persisch chisr; türkisch hizir), sagenhafte Gestalt des Islam. C. soll als ewiger Wanderer im Reich der Finsternis bis zur Lebensquelle vorgedrungen sein und sich ein bis an den Jüngsten Tag reichendes, dem Alter nicht … Weiterlesen
Chiemsee, Spuk
Im Juni 1946 kam es in Lauter am Chiemsee zu außergewöhnlichen Begebenheiten. Betroffen war ein Ehepaar, das aus dem Rheinland nach Oberbayern gekommen war, wo es mit zwei angenommenen Kindern in zwei kleinen Kammern wohnte. Bei den beiden Pflegekindern handelte … Weiterlesen
Chiffre
(Franz.; von arab. sifr, leer, als Zahl Null; engl. cipher), Zahlzeichen, Geheimzeichen. Im 13. Jh. ging das Wort C. in seiner arabischen Bedeutung, als Null, auf die romanische und germanische Sprache über. Als sich dann in dieser Bedeutung das italienische … Weiterlesen
Chignomanush
Bezeichnung daumengroßer > Zwerge männlichen und weiblichen Geschlechts bei den Zigeunern. Sie hausen in Erdlöchern und Höhlen, wo sie große Schätze hüten. Wer sich ihnen in Wohlwollen nähert und sie beachtet, dem können sie großes Glück bringen, andernfalls aber auch … Weiterlesen
Chih-i
Auch Chih-che (jap. Chisha, 538-597), chinesischer Buddhist und Begründer der T’ien-T’ai (jap. Tendai oder Lotus)-Schule des chinesischen > Buddhismus, als dessen vierter Patriarch er gilt. C. erstellte erstmals in der Geschichte des chinesischen Buddhismus eine vollständige, kritische und systematische Klassifizierung … Weiterlesen
Chih-jen
(Chin., „vollkommener Mensch“), idealer Mensch, der die Einheit mit dem > Tao verwirklicht hat und frei ist vom Ich. C. ist synonym mit Chen-jen, Shen-jen und Sheng-jen. Ein C. fährt auf Luft und Wolken, reitet auf > Sonne und > … Weiterlesen
Chih-kuan
(Chin.; sanskr. Shamatha-Vipashyana; jap. Shikan), Gemütsruhe und Einsicht. Meditationsmethode im > T’ien-T’ai-Buddhismus (Schule). Chih (> Shamatha) ist die Beruhigung des rastlosen Geistes und die Befreiung von Unterscheidungen; kuan (> Vipashyana) ist die Betrachtung und Einsicht in die buddhistischen Wahrheiten. Diese … Weiterlesen
Chih-nü
(Chin.), Webergöttin, die am Ostufer der Himmelsstraße aus Wolkenbrokat Himmelsgewänder webte. Da sie später als Gattin des Kuhhirten K’ien-niu und als Hirtin die Weberei vernachlässigte, wurde sie von ihrem Vater, einem Sonnengott, verbannt und darf seitdem nur einmal im Jahr, … Weiterlesen
Chih-tun
Auch Chih Tao-lin (314-366), einer der bedeutendsten Mönche des 4. Jh. und Begründer der Weisheits-(Prajña)Schule des chinesischen > Buddhismus. Seine besondere Bedeutung lag in der Einführung chinesischer Vorstellungen in das buddhistische Denken, was zu einer raschen Assimilierung des Buddhismus in … Weiterlesen
Chilam Balam
(Maya-Sprache von Yucatan, „liegender Jaguar“), Bezeichnung für einen Wahrsagepriester des > Maya-Volkes und eine Reihe von Texten in Yukatekischer Sprache, die im 17./18. Jh. erstellt wurden. Sie enthalten mythologische Berichte über die Mayagruppen Itza und Tutul Xiu sowie viel alte … Weiterlesen
Chilan
(Sprachrohr der Götter), Orakelpriester der > Maya, der als Mittler zwischen Diesseits und Jenseits den Verstorbenen helfen und ihre > Reinkarnation fördern kann. Zudem verkündet er den Willen der Götter. Lit.: Tohoven, Frank: Mythos und Magie der Maya. München: Bruckmann, … Weiterlesen
Child, Irvin L.
(1915-2000), amerikanischer Psychologe, Professor an der Yale University, Parapsychologe. In der Parapsychologie weckten die Untersuchungen von Gertrude > Schmeidler zu „Schafen und Ziegen“, die emotionalen Stimulationen von Thelma > Moss bei > ASW-Experimenten sowie eigene Erfahrungen sein Interesse an einer … Weiterlesen
Childs, Edward
(Um 1869), frühes englisches Privatmedium, das durch Mrs. Thomas Everitt in den > Spiritismus eingeführt wurde. C. produzierte die > Direkte Stimme, > Automatisches Schreiben und spielte Musikinstrumente, ohne sie zu berühren. Lit.: Encyclopedia of Occultism & Parapsychology. Detroit, Michigan: … Weiterlesen
Chiliasmus
(Griech. chilioi ete, tausend Jahre), die Lehre vom tausendjährigen Reich (Millennium; lat. mille, tausend). Durch Kombination der sieben Schöpfungstage (Gen 2,2) mit Ps 90,4 erwarteten die Chiliasten unter Berufung auf Offb 20,1-15 im Kontext von Offb 20-22 ein tausendjähriges Friedensreich … Weiterlesen
Chilla
(Arab.), ein abgelegener Raum, in dem die > Sufis ihre geistigen Übungen abhalten. Lit.: Schimmel, Annemarie: Sufismus. München: Beck, 2000.
Chilon von Sparta
Auch bekannt als Cheilon von Lakedemonien (um 560 v. Chr.), griechischer Staatsmann. Nach Platon (Plat. Prot. 343a) galt er als einer der Sieben Weisen des antiken Griechenland. Man ordnete ihm den Wahlspruch „Erkenne dich selbst“ und „In nichts zu viel“ zu. … Weiterlesen
Chimäre
(Griech. chimaira, Ziege, lyk. Untier; lat. chimaera), dreigestaltiges bzw. dreiköpfiges lykisches Ungeheuer – vorne Löwe, hinten Schlange, in der Mitte Ziege (Hom. Il. 6, 181) –, das von dem jugendlichen Helden Bellerophon, der auf dem Flügelross > Pegasus ritt, getötet … Weiterlesen
Chimken
Auch Chim, Jimmecken (abgeleitet vom Personennamen Joachim), Bezeichnung des > Kobolds und „Drak“ (> Drachen) in Mecklenburg, Pommern und der früheren Provinz Posen (Bartsch, 260). C. erscheint auch als Teufelsname in märkischen Hexenakten (Heckscher, 366). Lit.: Bartsch, Karl: Sagen, Märchen … Weiterlesen
Chimú
Eine vor-inkaische Kultur, die sich in der Zeit um 1250 beim Niedergang des Reiches der Huari (Wari) im Norden Perus durchsetzte und im Jahre 1463 dann von Topa Inka Yupanqui († 1493) erobert wurde. Ihre Hauptstadt Chan-Chan soll bis zu 60.000 … Weiterlesen
Chin-t’u
(Chin.; japan, jodo), die Schule des Reinen Landes, das unbefleckte transzendente Reich, das vom Buddha Amitabha (> Amida) geschaffen wurde, dessen Anhänger erwarten, dass sie in ihrem nächsten Leben in ihm wiedergeboren werden. Lit.: Langer-Kaneko, Christiane: Das reine Land: zur … Weiterlesen
Chin-tan
(Chines., „Goldener Zinnober“), Elixier der Unsterblichkeit in der taoistischen > Alchemie, das dem pharmakon athanasias, der „Medizin der Unsterblichkeit“, entspricht, wie der Märtyrerbischof Ignatius von Antiochien (* 1. Jh.; † ca. 107) die Eucharistie nannte. Lit.: Das Oxford-Lexikon der Weltreligionen. Darmstadt: … Weiterlesen
China
Kultureller Raum in Ostasien, der vor über 3500 Jahren entstand und politisch-geografisch von 221 v. Chr. bis 1912 das Kaiserreich China, dann die Republik China umfasste und seit 1949 die Volksrepublik China (VR) und die Republik China (ROC) auf der … Weiterlesen
Chinarindenversuch
1790 entschloss sich Samuel > Hahnemann, etwas Chinarinde einzunehmen, um die vielfach gepriesene Wirkung dieser Arznei zu erkunden, mit der er selbst 12 Jahre zuvor von der Malaria geheilt worden war. Bei diesem Versuch der Einnahme als Gesunder erlebte er … Weiterlesen
Ching
(Chin., Samen), neben > Ch’i (Atem) und > Shen (bewusster Verstand) eine der drei Lebenskräfte im > Taoismus. Zu C. zählt nicht nur der Same des Mannes, sondern auch die Menstruation der Frau. Der Verlust von C. bedeutet Schwächung, daher … Weiterlesen
Ching-te ch’uan-teng-lu
(Chin.; jap. Keitoku Dento-roku, „Aufzeichnung über die Weitergabe der Leuchte, verfasst in der Ching-te-Zeit“), das früheste historische Werk der Zen-Literatur, zusammengestellt von dem chinesischen Mönch Tao-yüan (jap. Dogen) im Jahre 1004. Das dreißigbändige Werk, bestehend aus Kurzbiografien und Anekdoten, in … Weiterlesen
Chinju
(Chin.; jap. chin, „befrieden“), japanischer Schutzschrein, Schutztempel oder Schutzgott. Ursprünglich war C. der Herr eines Siedlungsgebietes. Der Begriff wurde dann auf den vergöttlichten Geist des Führers (Chinju no Kami) übertragen, dessen Wächteramt einem Dorf oder Distrikt Frieden und Wohlstand sicherte. … Weiterlesen
Chinmatroham
Auch Cinmatroham (sanskr., „Ich bin absolutes reines Sein“), Gott als absolutes Sein im > Hinduismus. Da nach dem Hinduismus Gott als „Nicht-Objekt“ nicht beschrieben werden kann, wird er als absolutes Sein, absolutes Bewusstsein und absolute Seligkeit bezeichnet. Lit.: Lexikon der … Weiterlesen
Chinnamasta
Auch Cinnamastaka (sanskr., „deren Kopf abgeschnitten ist“), schreckenerregende Göttin des > Tantrismus, die den eigenen Kopf in der Hand hält, während der Mund sich öffnet, um das Blut aus dem offenen Hals aufzufangen. Dieses makabre Bild symbolisiert den Kreislauf von … Weiterlesen
Chinnery, Mabel
M.C. besuchte an einem Tag des Jahres 1959 das Grab ihrer Mutter. Sie hatte den Fotoapparat bei sich, um die Grabstätte zu fotografieren. Nach einigen Aufnahmen vom Grab machte sie spontan auch ein Foto von ihrem Mann, der allein im … Weiterlesen
Chintamani
(Sanskr.), mythischer > Glücksstein, der nach der Beschreibung antiker Schriften der Hindus an die späteren Legenden vom > Stein der Weisen erinnert. C. ist auch eine Stadt im Bezirk Chikkaballapura im Staate Karnataka in Indien. Lit.: Encyclopedia of Occultism & … Weiterlesen
Chinvat-peretu
(Awest., „Brücke der Scheidung“; iran., „Brücke der Toten“), die Brücke der Toten, die sich vom Berg Chakat-i-Daitik in der Mitte der Welt bis hinüber zum Gipfel des Elburz am Rand des Himmels spannt. Am Anfang der Brücke wird über die … Weiterlesen
Chipana
Goldenes Medaillon, das die > Inkas in Peru mit einem Armband am Handgelenk befestigten. Die Größe variierte je nach Stand der Person. So trug das größte Medaillon der Oberpriester, der König trug ein kleineres, der Feldherr ein noch kleineres usw. … Weiterlesen
Chirognomie, Chirognomik
(Griech. cheir, Hand; gnomé, Erkenntnis), Handformkunde, ein Teilgebiet der Handlesekunst (> Chirologie). Die C. beschreibt die Formen der Hand einschließlich des Handgelenks, des Handrumpfes, der Finger und Fingernägel und fasst sie zu verschiedenen Handtypen zusammen, um daraus Schlussfolgerungen für die … Weiterlesen
Chirographologie
(Griech. cheir, Hand; graphein, schreiben), Studium von Hand und Handschrift. > Chirognomie, > Chiromantie, > Graphologie.
Chirologie
(Griech. cheir, Hand), Handlesekunst. Durch Deutung der Handinnenformen und -linien sollen der Charakter und die Eigenschaften einer Person entschlüsselt werden, eine Praxis, die tief in der Vorstellung verwurzelt ist, dass der Mensch sein Schicksal buchstäblich in den Händen trage. Die … Weiterlesen
Chiromantie
(Griech. cheir, Hand; manteia, Wahrsagung; cheiromanteia, Handlesekunst; engl. chiromancy, ital. chiromanzia), Weissagung aus den Formen und Linien der Hände über das Schicksal des Menschen im Unterschied zur > Chirologie, die aus den Innenhandformen und -linien den Charakter des Menschen zu … Weiterlesen
Chiron
1. Nach der griechischen Mythologie ein > Kentaur, ein Mischwesen, halb Mensch, halb Tier, das von Zeus als Stern in den Himmel versetzt wurde und vornehmlich > Cheiron genannt wird. 2. Der am 1. November 1977 erstentdeckte der Kentaurenfamilie unter den … Weiterlesen
Chiropraktik
(Griech. cheir, Hand; engl. chiropractic), „manuelle Medizin“. Diese Therapieform entstand aus denselben Beobachtungen, aus denen sich die Osteopathie entwickelte. Die C. fußt auf der Erkenntnis, dass Verschiebungen im Skelett über das Nervensystem Auswirkungen auf verschiedene physiologische Bereiche im Körper haben, … Weiterlesen
Chirosophie
(Griech. cheir, Hand; sophia, Weisheit; engl. chirosophy), „Handwissen“. Altertümlicher Ausdruck für > Chirologie und > Chiromantie, der von Ernst Issberner-Haldane in seinen Schriften Die wissenschaftliche Handlesekunst (1925) und Der Chiromant (1932) wieder aufgegriffen wurde. Die C. befasst sich in Ergänzung … Weiterlesen
Chirotesie
Auch Chirothesie (griech. cheir, Hand; thésis, Auflegen), > Handauflegen bei Weihe, Heilung, Segen und Energieübertragung. Bernhard von Clairvaux soll an einem Tag 11 Blinde und 18 Lahme mittels C. behandelt haben. Viele Chiroteten, darunter auch B. v. Clairvaux, wurden heiliggesprochen. … Weiterlesen
Chirurgie, psychische
(Engl. psychical surgery; ital. chirurgia psichica/medianica), mediale Heilmethode. Die Psychische Chirurgie ist eine Methode, bei welcher der > Heiler durch angeblich besondere Fähigkeiten, meist in einer Art > Trancezustand und ohne spezielle medizinische Ausbildung, Antisepsis und > Anästhesie chirurgische Operationen … Weiterlesen
Chisei Koro inao
(Jap., „göttlicher Hausherr“), Haus- und Schutzgott bei den > Ainu (auch Aynu), den Ureinwohnern Nord-Japans. C. gilt als Gatte der Feuergöttin Abe Kamui. Den Platz seiner Verehrung hat er in der Nordostecke des viereckigen Hauses. Lit.: Toshimitsu, Miyajima: Land of … Weiterlesen
Chishti, Muin ad-Din Muhammad
(1142-1236), indischer > Sufi, der einen bedeutenden Orden (Tariqa) einführte. Er war stark von Abd al-Qadir beeinflusst und betonte die Furcht vor dem Höllenfeuer als eine wichtiges Zwangsmittel im religiösen Leben. C. forderte aber auch zum Musizieren und Singen auf, … Weiterlesen
Chit
(Sanskr.), absolutes Bewusstsein, das über den menschlichen Geist und das manifeste Universum hinausgeht. Dieser wichtige Begriff des > Vedanta besagt, im Gegensatz zu Descartes’ „Ich denke, also bin ich“, dass ich auch bin, wenn ich nicht denke, etwa im Zustand … Weiterlesen
Chitta
Auch Citta (sanskr.). 1. Denkender Geist (> Manas) und Bewusstsein (> Vijñana), der alles unterscheidet. 2. Eine Art geistiger Substanz im > Abhidharma, was eine substantielle Sicht der Phänomene mit sich bringt. 3. Im > Yogachara hat C. die Bedeutung … Weiterlesen
Chiu-kung
(Chin., „Neun Paläste“). Die taoistische Innere-Gottheiten-Hygiene-Schule teilt das Gehirn des Menschen in neun Paläste ein, die von verschiedenen Gottheiten (Shen) bewohnt werden. Die Paläste liegen in zwei Reihen zu 4 und 5 Abteilen zwischen Stirn und Nacken. Dabei ist der … Weiterlesen
Chiun
(Pers.), der älteste Gott der Bewohner des Iran, vermutlich ein Zeitgott, weil er mit > Saturn verglichen wurde. In seinen Tempeln stand ein Bild aus schwarzem Stein, das einen Mann mit Affenkopf und Eberschwanz darstellte. In der Rechten trug er … Weiterlesen
Chizhevsky, Alexander Leonidovich
(1897-1964), Kosmobiologe, Musiker, Maler und Dichter. C. war Professor an der Medizinischen Fakultät von Moskau, Mitglied des Archäologischen Instituts, Assistent am Astronomischen Observatorium und Mitarbeiter am Institut für Biophysik. Zudem war er ein begabter Musiker (spielte Violine und Klavier), ein … Weiterlesen
Chizonim
Bezeichnung der Juden für böse Geister außerhalb des Paradieses. Lit.: Vollmer, Wilhelm: Wörterbuch der Mythologie. Erftstadt: area verlag gmbh, 2004.
Chlysten
Aus der russisch-orthodoxen Kirche im 17. Jahrhundert hervorgegangene ekstatisch-enthusiastische religiöse Gruppe. Der Name C. stammt von den Gegnern der Bewegung. Die Anhänger selbst nannten sich „Gottesleute“ (Ljudi boschii). Ihre Lehre geht auf den fahnenflüchtigen Soldaten Danila Philippowitsch zurück, der sich … Weiterlesen
Chmielowski, Adam
Bruder Albert (*20.08.1845 Igołomia, Polen; † 25.12.1916 Krakau), heilig (12.11.1989, Fest: 25. Dezember), Gründer der Brüder und der Schwestern vom Dritten Orden des hl. Franziskus zum Dienst für die Armen. Als Sohn der Adeligen Adalbert Chmielowski und Josefa Borzysławska nahm er … Weiterlesen
Chnum
(Ursprünglich Chnumu; griech. Chnumis), angesehener ägyptischer Widdergott. Bis in die Frühzeit des Alten Reiches wurde C. in der Gestalt eines Widders verehrt, dann jedoch als Mann mit Widderkopf dargestellt, dessen Hörner horizontal gedreht sind. In Elephantine galt er als Wächter … Weiterlesen
Choachyten
(Griech. xoachytes, „Wassergießer“), niedere ägyptische Priester des Totenkultes, die – wie der Name sagt – für den Toten die Wasserspende ausgossen. Zudem oblag ihnen die weitere Pflege des > Totenkultes. So kümmerten sie sich um die Instandhaltung der > Mumien … Weiterlesen
Chochano
(„Zauberer, Zauberin“), im Zigeuner-Glauben ein > Vampir und > Totengeist, der in seinen Leib zurückgekehrt ist und nachts die Lebenden erschreckt. > Mulo. Lit.: Bellinger, Gerhard J.: Knaurs Lexikon der Mythologie. München: Droemersche Verlagsanst. Th. Knaur Nachf. GmbH & Co.KG, 2005.
Chochurah
(Hebr.), Name, mit dem Kabbalisten die Weisheit bezeichnen. Lit.: Encyclopedia of Occultism & Parapsychology. Detroit, Michigan: Gale Research Company; Book Tower, 1984.
Chöd
Oder Gcod (tibet. gcod, abschneiden, durchtrennen), Meditationsmethode im Lamaismus, mit deren Hilfe man die falsche Vorstellung von einem Ich (> Atman) beseitigen will, indem man alle bösen Geister herbeiruft und ihnen seinen Körper opfert. Die Methode geht auf die von … Weiterlesen
Chohan
Oder Cochan (tibet., Herr, Meister). C. dient zur Bezeichnung der Oberen von Gemeinschaften, Institutionen und Gruppierungen. Neben den C. des Lichts gibt es auch C. der Finsternis. > Maha-Chohan; > Dhyan-Chohan. Lit.: Miers, Horst E.: Lexikon des Geheimwissens. München: Goldmann, 1976.
Choiromantie
(Griech. choiros, Ferkel, Schwein), Weissagung durch Ferkel oder > Schweine. Diese Form der Weissagung wird von François > Rabelais († 1553) unter den Künsten eines gewissen „Mr. Trippa“ genannt. Wie es zu diesem Brauch kam, ist unbekannt. Jedenfalls spielten Schweine schon … Weiterlesen
Choisnard, Paul
Pseud. Paul Flambart (* 23.02.1867 Tours, Frankr.; † 09.02.1930), französischer Pionier der modernen Astrologie. Nach der Graduierung an der École Politechnique in Paris diente er in der Armee und interessierte sich dabei auch für > Astrologie. Mit seinen statistischen Häufigkeitsmessungen versuchte er … Weiterlesen
Chokmah
(Hebr., Weisheit), in der > Kabbala die zweite mystische Emanation im Baum des Lebens nach > Kether. Sie wird dem spirituellen Willen und der spirituellen Absicht zugeordnet und manchmal einfach „das Wort“ genannt, wobei Weisheit das Wort ist, das nicht … Weiterlesen
Cholera
Mit Durchfall und Erbrechen einhergehende Darmerkrankung, die in der schweren Form der C. asiatica ohne Durchfall und Erbrechen (C. sicca, fulminans) häufig in wenigen Stunden zum Tode führt. Aufgrund dieser Gefährlichkeit stellte man sich auch die C., wie die Pest, … Weiterlesen
Chomer
(Hebr., Materie, Stoff), der Leib als materielle Substanz im Gegensatz zur Seele, die reine Form ist. Der Leib wird von der Materie angezogen, die Seele hingegen vom Geistigen. Im > Chassidismus versteht man unter C. eine Art von Energiematerie, die … Weiterlesen
Chomiel
Nach der > Pseudomonarchia daemonum ein dämonischer Gehilfe des Demoriel, der im Norden regiert. Lit.: Ioannis Vvieri: De praestigiis daemonum, & incantationibus ac ueneficiis: libri sex, postrema editione sexta aucti & recogniti, accessit Liber apologeticus, et pseudomonarchia daemonum. Basileae, 1583.
Chons
(Ägypt., „Durchwandler“), ägyptischer Mondgott, der den Himmel durchwandert. C. ist der Sohn des Sonnengottes > Amun und der Himmelsgöttin > Mut, mit denen er in Theben eine heilige Trias bildet. Er ist „Herr der Zeit“, der Königen und Menschen die … Weiterlesen
Chontamenti
(Ägypt., „der an der Spitze der Westlichen“), alter ägyptischer > Totengott in der Nekropole von > Abydos. Die Bezeichnung „die Westlichen“ verweist auf die verstorbenen Herrscher und deren Gefolgsleute, die in den Nekropolen am westlichen Nilufer bestattet wurden. C. wachte … Weiterlesen
Chorizanten
(Engl. dancers; franz. chorisantes; span. dansatores), ekstatische Tänzer; schwärmerische Gruppen, bei denen sich der religiöse Überschwang in wilden, ekstatischen Tänzen beider Geschlechter kundtat. Diese Tänzer bildeten sich erstmals unter Mönchen und Nonnen in Syrien als „Eiceten“ und tauchten dann „epidemisch“ … Weiterlesen
Choronzon
Name des Dämons des Chaos. Er ist Wächter des > Abyssus und gilt als der gefährlichste Dämon, dem der Magier auf seinem Weg zur Erleuchtung begegnet. Aleister > Crowley nannte ihn sogar „die erste und tödlichste aller Kräfte des Bösen“. … Weiterlesen
Chors
Auch Chers, Chrs, Churs oder Chros (slaw., „der Abgekommene“), slawischer Sonnen- oder Mondgott, Jagd- und Krankheitsgott der Ostslawen, bekannt aus der sog. Nestor-Chronik (Powest’wremennych let) zu Beginn des 12. Jh. Er gehörte neben Perun, Dažbog, Simargl, Mokosch und Stribog zu … Weiterlesen
Chorsi
(Slaw.), russischer Tiergott, den die heidnischen Moskowiter noch im 9. Jh. angebetet haben. Er hat die Gestalt eines > Satyr mit halbmenschlichem Körper, die Füße eines Bocks oder Pferdes, den Kopf eines Hundes mit Schlappohren und mehreren Hörnern sowie Klauen … Weiterlesen
Chorten
Auch Tschörten oder Chörten (mchod-rten, „Opferbehälter“), die tibetische Ausformung des buddhistischen > Stupa, in der Mongolei „Suburghan“, in Burma und Sri Lanka „Dagoba“, in Thailand „Prachedi“ und in China „Pagode“ genannt. Der C. als Behälter der sterblichen Überreste einer heiligen … Weiterlesen
Chou Tun-I
(Zhou Dunyi, 1017-1073), chinesischer Philosoph aus der Schule des Neokonfuzianismus. Da C. sich weigerte, die Beamtenprüfung abzulegen, erlangte er keine besondere Stellung und blieb auch als Philosoph lange unbekannt, bis ihn posthum Zhu Xi (1130-1200) zu einem der Gründerväter des … Weiterlesen
Chrematomorphismus
(Griech. chremato-morphe, Vermögensgestalt), religionswissenschaftlicher Fachausdruck für „Dinggestaltigkeit“ des Heiligen, wie sie z.B. im > Fetischismus zu finden ist, im Gegensatz zur Persongestaltigkeit oder zum Seelenglauben. Lit.: Bertholet, Alfred: Wörterbuch der Religionen. Stuttgart: Kröner, 1985.
Chresmographion
(Griech. chresmos, Orakelspruch; graphein, schreiben), ein Gebäude in > Didyma, in dem, wie schon sein Name sagt, die Orakelsprüche für die Konsultanten aufgeschrieben wurden. Didyma, das heutige Didim in der Türkei, war eine antike Stadt mit einem bedeutenden Orakelheiligtum des … Weiterlesen
Chresmologe
(Griech. chresmos, Orakel; logos, Wort, Rede), Orakelsammler und -deuter. Im Gegensatz zu den eigentlichen Wahrsagern, die ihre Voraussagen aus bestimmten Zeichen tätigten, trugen die C.n alte Orakel vor, welche sie auf den gegenwärtigen Fall anwandten. Sie schienen dabei nicht bloß … Weiterlesen
Chresmomantie
(Griech. chresmos, Orakel; mantike, Wahrsagung; engl. chresmomancy), Wahrsagen durch Deutung des Stammelns einer Person in > Ekstase oder Raserei. Die Methode geht auf das griechische Orakel von > Delphi zurück. Lit.: Wahrsagungen und Prophezeiungen. Time Life Bücher, 1991.
Chresmos
(Griech. chresmos, Orakel), von den Griechen angewandte Bezeichnung des Orakelspruches. Die Orakelstätte wurde hingegen > Chresterion oder Manteion genannt. Von Letzterem leitet sich das Wort > Mantik ab. Es ist ein Zufall der Sprachentwicklung, dass unser Wort > Orakel vom … Weiterlesen
Chresterion
Oder Manteion (griech. chresmos, Orakel; mantike, Wahrsagung), die Orakelstätte, das > Adyton. Es handelt sich dabei um einen Bereich, der Laien unzugänglich war. Hier befand sich die Priesterin auf dem ursprünglichen, heiligen Boden des Tempels. An einer Seite des Adytons, … Weiterlesen
Chrétien de Troyes
(* vor 1150; † um 1190), altfranzösischer Dichter. Konkrete Lebensdaten sind nicht bekannt, außer dass er in seinem wohl ersten Roman, Erec et Enide, sich als aus Troyes stammend bezeichnet. Er schrieb im Dialekt der Champagne und hatte eine gute … Weiterlesen
Chridiglade
Auch Kridigladi, Kridengladi, eine aus Stroh und Federn gefertigte Schreckgestalt (Popanz), die in Zürich am Hirsmontag (erster Montag in der Fastenzeit) mit einer sehr ähnlichen Gestalt, der seines Weibes Else, umgeführt wurde. Beide Figuren waren stehend auf einem liegenden Wagenrad … Weiterlesen
Chris
Angeblicher Wunderhund. Der neunjährige Bastardrüde des George H. Wood aus Greenwich, Rhode Island, USA, beeindruckte in den 1950er Jahren wegen seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten. So konnte er durch Klopfen mit der Pfote Zahlen anzeigen und auf diese Weise das Ergebnis mathematischer … Weiterlesen
Chrisam
(Griech. chrisma, Salböl), in der katholischen Kirche eine Mischung aus Pflanzenöl und Duftstoffen (vor dem II. Vat. aus Olivenöl und Balsam), die vom Bischof in Konzelebration mit Priestern seiner Diözese in der Missa chrismatis am Gründonnerstag (oder an einem anderen … Weiterlesen
Christ
Altenglisches Gedicht, auch als Christ II oder The Ascension bezeichnet, das dem Dichter Cynewulf zugeschrieben wird und aus dem 9. Jahrhundert stammt. In den Endepisoden nach der „Ankunft“ (Advent) und der „Himmelfahrt“ folgt eine Schilderung des „Jüngsten Gerichts“ („The Domes … Weiterlesen
Christaller, Helene
Geb. Heyer (* 31.01.1872 Darmstadt; † 24.05.1953 Jugenheim an der Bergstraße), Schriftstellerin. C. besuchte die höhere Töchterschule in Darmstadt und wurde besonders durch den Konfirmationsunterricht geprägt. 1890 heiratete sie den evangelischen Pfarrer und Schriftsteller Erdmann Gottreich Christaller. Sie lebte mehrere Jahre … Weiterlesen
Christbaum
Weihnachtsbaum (engl. Christmas tree; ital. albero di Natale), in der christlichen Welt zur Weihnachtszeit geschmückter und mit Lichtern versehener Nadelbaum. Den ersten Tannenbaum mit Sternen und Lichtern zeigt ein Kupferstich von Lukas Cranach dem Älteren aus dem Jahre 1509. Als … Weiterlesen
Christblock
(Auch Julblock; ital. zocco), ein großer Holzstamm, meist in Form eines Wurzelstockes oder Baumstammes in Manneshöhe, der am Heiligen Abend auf den Herd bzw. ins Feuer gelegt wurde und oft bis Dreikönig zu brennen hatte. Dieser Brauch, der viel älter … Weiterlesen
Christdorn
(Botan. Ilex aquifolium). Der C. gehört zur Familie der Stechpalmengewächse, findet sich fast überall in Europa und kann eine Wuchshöhe von bis zu 15 Metern erreichen. Er trägt weiße Blüten und leuchtend rote Steinfrüchte. Der Verzehr derselben kann allerdings zu … Weiterlesen
Christengemeinschaft
Anthroposophisch-religiöse Gemeinschaft (CG). 1921/22 hielt Rudolf > Steiner auf Bitten evangelischer Theologen, unter ihnen Friedrich Rittelmeyer und Emil Bock, Kurse zur religiösen Erneuerung. Diese führten am 16.09.1922 im Goetheanum in Dornach (Schweiz) bei der ersten Feier der „Menschenweihehandlung“ durch Steiner … Weiterlesen
Christentum
Die christliche Religion. Der Begriff „Christentum“ geht sprachlich und sachlich auf die für das neue Testament zentrale Bezeichnung Jesu als „der Christus“ (ho christos, der Gesalbte [Messias]) zurück. Die Anhänger Christi wurden in Antiochien schon sehr früh Christen (christianous, Apg … Weiterlesen
Christi Länge
Amulett in Form eines langen Papierstreifens, der die genaue Länge Christi darstellen soll. Dieses Amulett war über das gesamte katholische Europa verbreitet und wurde angeblich 1655 beim Hl. Grab in Jerusalem gefunden (Andree-Eysn, S. 122ff.). Auf dem Streifen ist eine … Weiterlesen
Christian Science
(Engl., Christliche Wissenschaft), christliche Bewegung, die 1870 von der Amerikanerin Mary > Baker-Eddy (1821-1910) in Boston gegründet wurde. Da sie nach zwei gescheiterten Ehen an nervösen Störungen litt, nahm sie Kontakt zu Phineas Parkhurst > Quimby (1802-1866) auf. Von ihm … Weiterlesen
Christian, Paul
(1811-1881 (1877?), Pseudonym für Jean Baptiste Pitois, französischer Journalist und Historiker. Ab 1839 arbeitete C. als Archivar im französischen Erziehungsministerium, sichtete u.a. die beschlagnahmten Bücher aus französischen Klöstern und begann sich mit Magie zu befassen. Er entwarf ein System der … Weiterlesen
Christianopolis
Utopische Idee einer protestantischen Idealgesellschaft von Johann Valentin > Andreae. In seinem 1619 erschienenen Werk Christianopolis entwirft Andreae nach dem Vorbild von Thomas Mores Utopia einen christlich-lutherisch geprägten Staat. Die Einwohner drücken auf einer Tafel aus, dass sie an die … Weiterlesen
Christina Mirabilis
(* um 1150 Brustem, Belgien; † um 1224 St. Trond), heilig (Fest: 24. Juli), Mystikerin. Sie dürfte die erste > Begine sein, von der wir eine Vita besitzen. Mit 15 Jahren wurde sie Waise und verdiente sich ihren Unterhalt als … Weiterlesen
Christina von Hamm
(* 15. Jh.; † 15. oder 16. Jh., Hamm, Deutschland), selig (Fest: 22. Juni), Mystikerin. Werner Rolevinck schreibt in seinem Fasciculus temporum von 1482, dass eine Jungfrau Stine in Hamm (Westfalen), soeben Konverse, 1464 durch 15 Wochen bis Fronleichnam die > … Weiterlesen
Christina von Markyate
(* Um 1096 Huntingdon; † 1161 Markyate, England), heilig (Fest: 5. Dezember). C. entstammte einer vornehmen englischen Familie. Bereits als Kind wurde sie zur großen Benediktinerabtei St. Albans (Herfordshire) geführt, wo sie im Geheimen das Gelübde der ewigen Jungfräulichkeit ablegte. Ihre … Weiterlesen
Christina von Retters
(* Um 1269 im Raum Wiesbaden; † um 1291 Retters, heute Rettersdorf, Deutschland), selig (Fest: 29. November), Prämonstratenserin und Mystikerin. C. stammte aus einem Vasallengeschlecht aus der Gegend um Wiesbaden. Als junges Mädchen trat sie in das Prämonstratenserinnenkloster Retters im … Weiterlesen
Christina von Stommeln
Auch Christina Bruso (* 24.07.(?)1242 Stommeln; † 06.11.1312 ebd.), selig (Confirmatio cultus 12.08.1908, Fest: 6. November), Mystikerin („die Kölnische“). C. war eine Bauerntochter und verlobte sich bereits im Kindesalter mit Christus. In einer Vision erfuhr sie: „Du wirst bei den Beginen bleiben.“ … Weiterlesen
Christine Ebner
(* 26.03.1277 Nürnberg; † 27.12.1355 Engelthal), Dominikanerin und Mystikerin. Sie entstammte der Nürnberger Patrizierfamilie Ebner, der späteren Freiherren von Ebner von Eschenbach. Als Zwölfjährige trat sie 1289 in das Dominikanerinnenkloster Engelthal bei Nürnberg ein. Nach dem Noviziat zeigten sich erstmals … Weiterlesen
Christine von Spoleto
(* Um 1435 Osteno bei Porlezza am Luganer See; † 13.02.1458 Spoleto, Italien), selig (Decr. 19.09.1884, Gedenktag: 13. Februar). Geboren mit dem Namen Augustina, wurde sie von ihrem Vater, dem Arzt Johannes Camozzi, einem ortsansässigen Holzschnitzer zur Frau gegeben. Nach dessen … Weiterlesen
Christkind
Gabenbringer an Weihnachten. Lange vor dem Weihnachtsmann, der in seiner heutigen Form mit rotem Mantel und weißem Rauschebart eine Erfindung des Getränkeherstellers Coca Cola ist, galt der hl. Nikolaus als der Gabenbringer an Weihnachten. Als dann der Kirchenreformator Martin > … Weiterlesen
Christklotz
(Franz. bûche de Noel), auch > Christblock, Christbrand, Mettenbrocken, Mettenstock, Weihnachtsscheit, ein Stück Holz, das an Heiligabend in den Kamin gelegt wird. Der C. war in vorchristlicher Zeit als Julklotz bekannt. In Lettland wurde der Heilige Abend nach ihm benannt … Weiterlesen
Christogramm
Später auch Christusmonogramm, aus den beiden griechischen Buchstaben X (Chi) und P (Rho) gebildetes Symbol XP für Christus, zumal die griechischen Großbuchstaben mit den lateinischen Buchstaben X und P optisch identisch sind, daher auch Chi-Rho oder Konstantinisches Kreuz genannt. Das … Weiterlesen
Christologie
Betrachtung von Person und Werk Jesu Christi und der Bedeutung seiner Aussagen für das Leben des Menschen. Die Begründungen liegen dabei sowohl in den Erfahrungen des Wirkens Jesu in seinem Erdenleben als auch in seiner Auferstehung von den Toten. Paranormologisch … Weiterlesen
Christoph von Paris, Christophorus Parisiensis
(† Um 1259), vermutlich aus Paris stammender Benediktiner der englischen Abtei St. Albans. Wenngleich als Person gänzlich unbekannt, wird seine Schrift Elucidarium artis transmutatoriae metallorum (Erläuterung der Metallverwandlungskunst) gerühmt und als klassisch angesehen. Eine gedruckte Ausgabe erschien in Paris 1649. … Weiterlesen
Christophanie
(Griech. Christos; phainein, erscheinen), Erscheinung Christi in außergewöhnlicher Form vor und nach der Auferstehung. Aus der vorösterlichen Zeit sind die Darstellung Jesu als Sohn Gottes bei der Taufe am Jordan (Mk 1,11), das Wandeln auf dem See (Mk 6,45-52; Joh … Weiterlesen
Christophelbüchlein
Zauberbuch zur Schatzsuche. Im Zusammenhang mit dem Schatzsuchen werden im 18. Jh. das Christophelbuch oder Christophelgebet, das Coronagebet und das Gertrudenbuch erwähnt, da nach dem Volksglauben St. Christoph, St. Corona und St. Gertrud als die himmlischen Schatzverwalter gelten. Das C. … Weiterlesen
Christopher, Milbourne
(* 1914 Baltimore; † 1984), einer der führenden US-amerikanischen Zauberkünstler des 20. Jahrhunderts. Bereits 1935 durfte er während der Osterfestlichkeiten im Weißen Haus der First Lady Eleanor Roosevelt und deren Enkelkindern ein Kaninchen herbeizaubern und erlangte damit erstmals nationale Aufmerksamkeit. 1936 … Weiterlesen
Christophorus
Auch Christophoros, hl. (Fest: 25. Juli), die Lebensdaten sind unbekannt, doch wird er im Morgen- und Abendland als Märtyrer hoch verehrt und gehört zu den vierzehn Nothelfern. Einer Inschrift zufolge wurde ihm am 22.09.454 in Chalkedon (heute Kadiköy, Stadtteil von … Weiterlesen
Christophskraut
(Lat. Actaea spicata), gehört zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae). Die krautige Pflanze erreicht eine Höhe von 30 bis 60 cm, ihre Blüten sind klein und weiß, ihre Früchte schwarze Beeren. Das C. wächst auf feuchtem und kalkhaltigem Untergrund und ist bis … Weiterlesen
Christosophie
(Griech. Christos; sophia, Weisheit), Christusweisheit. Die C. stellt im Gegensatz zur > Christologie eine > Lichtmystik der Christusgestalt im Sinne des > Illuminismus in den Mittelpunkt. Sie bildet heute vor allem außerhalb der christlichen Kirchen einen Bestandteil einzelner Gruppen. Diese befassen … Weiterlesen
Christotherapie
Heilung durch Jesus Christus. Der Begriff C. wurde von dem amerikanischen Jesuiten Bernard J. Tyrell geprägt, um zu betonen, dass Therapie und Heilung durch > Christus geschehen. Die C. besteht darin, „dass Heilung durch Selbsterfahrung und Erleuchtung geschieht und dass … Weiterlesen
Christrose
(Helleborus niger), auch Christwurz, Schneekatze oder Schneerose genannt. Die Pflanze wird 15 bis 30 Zentimeter hoch und ihre Blütenblätter mit sieben Zentimetern Durchmesser gehören zu den größten unter den Wildblumen. Die C. steht unter Naturschutz und zählt zu den aussterbenden … Weiterlesen
Christusbilder
Darstellungen von Christus durch die bildende Kunst und durch nicht von Menschenhand erfolgte Gestaltung. Zu den nicht von Menschenhand gestalteten Darstellungen Christi gehören das > Grabtuch von Turin und der > Schleier von Manoppello. Sowohl das Körperbild auf dem Grabtuch … Weiterlesen
Christusminne
(Mhd. Minne, Liebe), Christusliebe als volle persönliche Hingabe an Christus. Minne ist eine spezifische mittelalterliche Vorstellung von gegenseitiger Verpflichtung und Liebe. Seit dem 19. Jahrhundert wird das Wort minne als literaturgeschichtlicher und rechtshistorischer Fachbegriff gebraucht. Die C. ist daher als … Weiterlesen
Christusmystik
Lebt aus der Erfahrung der personalen Einheit mit Christus in der Liebe des Dreifaltigen Gottes. Diese Einheit wird in der Taufe im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes grundgelegt und durch die Aussage Jesu verdeutlicht: „Wir werden … Weiterlesen
Christussymbolik
Christus selbst hat in seinen Reden vielfach in Bildern gesprochen, die dem natürlichen Bereich entnommen sind. Dabei hat er sich gleichsam mit bestimmten Bildzeichen identifiziert, an denen die Seinen ihn erkannten. So bezeichnet er sich als das Brot des Lebens … Weiterlesen
Christusvisionen
(Lat. videre, sehen; visio, Schauung), Schauung Christi in bildhafter Erscheinung. Derartige Erscheinungen können sich in verschiedenen Formen veränderter Bewusstseinszustände wie > Traum, > Luzidität, > Ekstase, > Psychostase und > Pneumostase, in der > Unio Mystica, aber auch als reine … Weiterlesen
Chromatoskopie
Unterscheiden von Farben durch Tasten bei verbundenen Augen. > Dermooptik. Lit.: Tanagra, A.: Chromatoskopie. ZfPps, 1926.
Chromniomantie
(Griech. krom(m)yon, Zwiebel; mantike: Wahrsagung), Wahrsagen durch das Beobachten des Wachstums besonders zubereiteter Zwiebeln. Diese Praxis der > Mantik wurde allgemein am Heiligen Abend ausgeübt, um Auskunft über eine verschollene Person zu erhalten. Eine Methode bestand dabei darin, dass man … Weiterlesen
Chromotherapie
(Griech. chromos, Farbe; therapein, heilen; engl. chromotherapy, ital. cromoterapia), Farbtherapie. Die C. ist eine Form der > Alternativmedizin, welche > Farben als Stimolans zur Harmonisierung und Steigerung verschiedener Körperfunktionen und Stimmungen verwendet. Dabei soll die biologische „Information“ bestimmter Schwingungsfrequenzen des … Weiterlesen
Chronobiologie
(Griech. chronos, Zeit; bios, Leben), Lehre von den biologischen Zeitabläufen, den sogenannten biologischen Rhythmen. Der wesentlichste Rhythmus ist der durch die Rotation der Erde um ihre zentrale Achse hervorgerufene Wechsel von Tag und Nacht, von Licht und Dunkel. Dieser endogene … Weiterlesen
Chronogramm
Bezeichnet in der Zusammensetzung aus den griechischen Wörtern „chronos“ (Zeit) und „gramma“ (Buchstabe) einen Text (Inschrift), meist in lateinischer Sprache, in dem jene Buchstaben, die auch als römisches Zahlzeichen gelesen werden können (I, V, X, L, C, D, M), in … Weiterlesen
Chronokratoren
(Griech. chronos, Zeit; kratos, Macht, Herrscher), Zeitregenten. Es sind dies bestimmte Gestirne oder Sternbilder, denen Stunden, Tage, Monate, Jahre zugeordnet werden. Dabei werden diese Zeitabschnitte als von den entsprechenden C. regiert verstanden. Literarisch bekannt ist Senis Ausspruch in Schillers „Wallenstein“: … Weiterlesen
Chronomantie
(Griech. chronos, Zeit; mantike, Wahrsagung), weltweit verbreitete Wahrsagetechnik zur Deutung jeden Zeitraums (Tag, Monat, Jahr, Mondumlauf usw.). Dabei werden auch Unterteilungen der Zeiträume (z.B. des Tages) vorgenommen und mit detaillierten Prognosen versehen, wie etwa: „Wer an diesem Tag geboren wird, … Weiterlesen
Chronos
(Griech., Zeit), Personifikation der Zeit, die in der griechischen Mythologie als eine der Urpotenzen erscheint, oft auch als Ausdeutung eines Urgottes mit > Kronos (Saturnus) gleichgesetzt, wie bei Pherekydes von Syros (zwischen 584 und 581 v. Chr), wo C. neben dem … Weiterlesen
Chronotherapie
(Griech. chronos, Zeit; therapein, heilen), Heilung unter Beachtung der zeitlichen Funktionsschwankungen des Organismus zur Optimierung der Wirkung des therapeutischen Handelns unter Beachtung der Kenntnisse der > Chronobiologie. Lit.: Heckmann, C.: Chronobiologische Bausteine zur pathologischen und therapeutischen Physiologie. Habil.-Schrift Univ. Witten-Herdecke, 1994; … Weiterlesen
Chronovision
(Griech. chronos, Zeit; lat. visio, Vision), Darstellung vergangener Ereignisse in Bild und Ton durch technische Aufzeichnung. Der Begriff stammt von dem Priester und Physiker Luigi Leonardo Borello (1924-2001). Nach dem Benediktiner Pellegrino > Ernetti (13.10.1925-08.04.1994) bleibt jede Handlung, jeder Gedanke, … Weiterlesen
Chronovisor
(Griech. chronos, Zeit; lat. videre, sehen), Zeitmaschine. Von dem Benediktiner Pellegrino > Ernetti und 12 Mitarbeitern entwickeltes elektronisches Gerät zur optischen und akustischen Darstellung vergangener Ereignisse. > Chronovision, > Akasha-Chronik. Lit.: Brune, François: Das Geheimnis des P. Ernetti. Saarbrücken: Hesper-Verlag, … Weiterlesen
Chrysantheme
(Chrysanthemum spp.; griech. chrysos, Gold; themion, Blume), pflegeleichte Pflanze (Balkonpflanze), deren Blütenkugeln von Gelb und Rot über Orange bis hin zu Lila reichen. Sie wird maximal 80 cm hoch, blüht von August bis Oktober, stammt ursprünglich aus China und Japan … Weiterlesen
Chrysaor, Chrysaor(i)os
Sohn des griechischen Gottes > Poseidon und der > Medusa, aus deren Schoß er zusammen mit dem geflügelten > Pegasos entsprang, als > Perseus Medusa tötete. C. heiratete die Oekanide Kallirhoe, die ihm den Geryoneus gebar, ein dreiköpfiges, nach anderer … Weiterlesen
Chrysipp(os)
(* 281/278 Soloi; † 205 v. Chr.), griechischer Philosoph, drittes Schulhaupt der Stoa, wird auch als zweiter Begründer der materialistischen Stoa bezeichnet. Von seiner reichen literarischen Tätigkeit sind nur Fragmente erhalten. Seine berühmtesten Schüler waren Diogenes von Babylon und Zenon von … Weiterlesen
Chrysolith
(Griech. chrisolithos, Goldstein; mhd. krisoli), gelb-grüner Edelstein, der bei den alten Römern den Träger vor Schwermut und Verzauberung schützte. C. wurde in Gold (dem Metall der Sonne) gefasst, um > Alpträume zu verscheuchen. Wird der Stein durchbohrt und ein Eselshaar … Weiterlesen
Chrysopras
(Griech.), grüner, mit Goldpunkten besetzter Edelstein der Quarzgruppe. Er ist durchscheinend bis undurchsichtig und wurde in Australien, Indien, Madagaskar, Südafrika, USA, im Ural sowie in Polen gefunden. Nach den orphischen > Lithika (5.-6. Jh. n. Chr.), Edelstein-Büchern, soll er gegen Zauberei … Weiterlesen
Chrysostomus von St-Lô, Jean
(*1594 St-Frémond bei Bayeux; † 26.03.1646 Paris), bedeutender Oberer und Seelenführer. Er wurde 1612 Mitglied des Dritten Ordens der Franziskaner und 1634 Provinzial der französischen Franziskanerprovinz. Er lehrte 14 Grade des Aufstiegs zur Gottesschau. Seine Meditationstraktate erlangten vor allem über seine … Weiterlesen
Chshathra vairya
(Awest. „erwünschte Herrschaft“; „erwünschtes Reich“). C. ist als iranisches Geistwesen einer der sieben > Amesha Spentas des guten Gottes > Ahura Mazda. Es verkörpert die Reichsherrschaft und ist der Schutzgeist der Metalle und wird deshalb auch mit Schild, Speer und … Weiterlesen
Chthonisch
(Griech. chton, Erde), irdisch, unterirdisch, bildhaft gesprochen auch das, was aus den dunklen Tiefen kommt. Dazu zählen vor allem die unterirdischen Gottheiten und Kulte. Die unterirdischen Gottheiten werden ambivalent als Lebensspender, Herren der Verstorbenen und Unheilbringer betrachtet. In Mesopotamien, Altsyrien, … Weiterlesen
Chu Jung
(Chin.), Feuergott und Regent des Südens. Er gilt als Vater des Kung Kung. C. half mit, den Himmel und die Erde voneinander zu trennen. Er bestraft jene, die die himmlischen Gesetze brechen, und wird auf einem Tiger reitend dargestellt. Lit.: … Weiterlesen
Chu-hung
(* 23.02.1535, † 29.07.1615), chinesischer Mönch der Ming-Dynastie, der > Zen und > Reines Land-Schule miteinander verband und eine starke buddhistische Laienbewegung ins Leben rief. Bei anfänglicher strikter Einhaltung der Rezitationsregeln stellte er fest, dass alle Wege notwendigerweise Wege zum gleichen Ziel … Weiterlesen
Chuang Tzu
Auch Chuang-chou (chin.; dt.: Dschuang-tse, ca. 370-295 v. Chr.) ist einer der bedeutendsten chinesischen Philosophen. Von Taoisten wird er zusammen mit > Lao-tzu, dem er an Bedeutung gleichkommt, als einer der Gründer des philosophischen Taoismus angesehen. Über sein Leben ist … Weiterlesen
Chuldah
(Hebr., „Wiesel“; griech. Holdan; dt. Hulda), jüdische Prophetin (Nabi’) des Jahwe-Elohim im Südreich Juda (ca. 639-609 v. Chr.). Nach Auffinden des Gesetzbuches im Tempel von Jerusalem erbat König Joshija von ihr ein Urteil darüber. C. prophezeite dem Volk von Juda … Weiterlesen
Chumbaba
(Sumer., auch Humbaba, Huwawa), gewaltiger Naturdämon oder Riese aus dem altmesopotamischen Epos um > Gilgamesch. Für Gilgamesch versinnbildlicht er das absolut Böse, das jedoch auf göttlichen Befehl das „Land der Lebenden“, den Zedernhain, bewacht, der offensichtlich ein Göttersitz ist. Um … Weiterlesen
Chung Kuei
(Chin.), chinesischer Schutzgott gegen Dämonen und Gott der Literatur. Als C. beim Examen den verdienten ersten Platz nicht erhält (> Kuei), begeht er Selbstmord. Sein Attribut ist ein Schwert, mit dem er fünf giftige Tiere abwehrt. Lit.: Bellinger, Gerhard J.: Knaurs Lexikon … Weiterlesen
Chung Yüan
(Chin.), chinesisches Fest (hauptsächlich buddhistisch) als Hilfe für die > Hungergeister. Es wird am 15. Tag des siebten Monats gefeiert. Von diesem Tag an bis Monatsende werden Opfer oder Geschenke dargebracht für die, die gestorben sind, ohne bei jemandem in … Weiterlesen
Chupacabra
(Span. chupar, saugen; cabra, Ziege; Ziegensauger), lateinamerikanisches > Fabelwesen, das Kleinvieh wie Ziegen oder Schafen vampirartig die Kehle aufschlitzen und das Blut aussaugen soll. Erste Berichte darüber entstanden 1995 in Puerto Rico, inzwischen wird von diesem Phänomen in ganz Süd- … Weiterlesen
Chuperos
(Span. chupar, saugen), Heiler, die eine Saugbehandlung (magisch-suggestive Mischtherapie, oft in Verbindung mit Heilkräutern) anwenden. Sie saugen aus dem erkrankten Teil Frösche, Unrat, Nägel, Haare usw. als angebliche Krankheitserreger. Dieses Aussaugen kann auf dem Weg der Suggestion, aber auch der … Weiterlesen
Church of Satan
(Engl. First Church of Satan; dt. „Erste Kirche des Satans“). Die amerikanische Sekte mit Niederlassungen in Europa und Australien wurde in der Walpurgisnacht 1966 von dem Musiker, Tierbändiger, Fotografen und Schauspieler, Okkultexperten und Schriftsteller Howard LaVey (1930-1997) gegründet, der sich … Weiterlesen
Churches’ Fellowship for Psychical and Spiritual Studies, The
Studienkreis christlicher Kirchen für Parapsychologie und Spiritualität. Die Gemeinschaft wurde 1953 von Lt. Col. R.M. Lester und einer Gruppe von Klerikern und Laien gegründet, die sich für den Beitrag der Parapsychologie zum Christentum und zur Mystik interessierten. Die Gemeinschaft organisiert … Weiterlesen
Churchward, James
(* 27.02.1851 Bridestow, Okehampton, England; † 04.01.1936 Los Angeles, Kalifornien, USA), vorwiegend als Schriftsteller des Okkulten bekannt, war aber auch Erfinder, Ingenieur und ein hervorragender Angler. Bemerkenswert ist seine Behauptung von der Existenz eines Kontinents namens > Mu, der im Pazifischen Ozean … Weiterlesen
Churel
Auch churail oder chudail (hind.), Frauengeist der Hindu-Mythologie, der sich an kleinen Bächen oder Quellen aufhält. Er erscheint als abscheuliche Gestalt mit langen herabhängenden Brüsten und ungepflegten Haaren oder aber als schöne Frau, welche die Männer in ihren Bann zieht. … Weiterlesen
Churingas
(Tjuringas, Tschuringas), heiliger Gegenstand bei den australischen > Aborigines. C. sind flache, verzierte Objekte aus Holz oder Stein, die an einem geheimen Platz aufbewahrt und bei religiösen Riten verwendet werden. Sie gelten als totemistische Inkarnationen. Frauen und uneingeweihte Männer durften … Weiterlesen
Chuwawa
(Sumer.), Bergdämon. C. wurde von > Enlil als Wächter des „Zedernberglandes“ im Libanon eingesetzt und von > Gilgamesch und Enkidu erschlagen. Er ist dem akkadischen > Chumbaba gleich. Lit.: Kramer, Samuel Noah: Geschichte beginnt mit Sumer. München: List, 1959; Schneider, … Weiterlesen
Chyliński, Raphael Melchior
(* 06.01.1694 Wisoczka; † 02.12.1741 Lagiewniki/Polen), Franziskaner-Konventuale, selig (9. Juni 1991, Fest: 2. Dezember), Beichtvater und geistlicher Begleiter. C. hatte die > Gabe der Tränen, war ein gefragter Exorzist und Fürsprecher in Krankheit und Lebensgefahr. Lit.: Resch, Andreas: Die Seligen Johannes … Weiterlesen
Chymische Hochzeit
Vereinigung der polaren Gegensätze als > coincidentia oppositorum. In der hermetisch-alchemistischen Symbolik ist C. die Bezeichnung des chemischen oder geistigen Schöpfungsaktes, der für die Geburt des Neuen nötig ist (> Androgyn). Da man sich Materie auch als belebt vorstellte, erschien … Weiterlesen
Cicero, Marcus Tullius
(* 03.01.106 Arpinum; † 07.12.43 bei Formia), römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph, der berühmteste Redner Roms und ab 63 v. Chr. Konsul. Sein Leben und seine Werke weisen eine Reihe von paranormologischen Themen auf. 53 v. Chr. wurde er zum > Auguren … Weiterlesen
Cideville, Spuk von
Vom 16.11.1850 an kam es im Pfarrhaus von C., einem kleinen Städtchen in der Normandie, Frankreich, zu einer Reihe von spukhaften Ereignissen wie Klopfen, rhythmisches Trommeln bekannter Melodien, Hämmern, Steinewerfen, Bewegungen von Tischen und Stühlen, Messerwerfen, brausender Wind, Wegreißen von … Weiterlesen
Cihuacoatl
(Indian., „Schlangenfrau“), die in der Stadt Colhuacan oder Culhuacan im vorkolumbianischen Mexiko verehrte Erd- und Muttergöttin der > Azteken. C. war die Schutzgöttin der Geburt und der im Kindbett Verstorbenen und wurde daher öfters mit einem Kind in den Armen … Weiterlesen
Cilider
(Griech. cilydros, „Erdwasser“), Schlange, die, wie schon der Name sagt, im Wasser und an Land lebt. Wo sie sich auf der Erde bewegt, fängt der Boden an zu rauchen. Sie bewegt sich immer aufrecht, denn wenn sie beim raschen Fortbewegen … Weiterlesen
Cimeries
Nach der > Pseudomonarchia daemonum ein > Dämon, unter dessen Kommando die Geister Afrikas stehen. Er erscheint als Soldat auf einem schwarzen Pferd und hat die Fähigkeit, verborgene Schätze aufzudecken. Lit.: Wierus, Joannes: Ioannis Wieri De Praestigiis Daemonum, et in … Weiterlesen
Cintamani
(Sanskr., „Wunschstein“), ein sagenumwobener indischer Edelstein, der aufgrund seiner Zauberkraft dem jeweiligen Besitzer angeblich alle Wünsche erfüllt. Er wird vor allem in der Märchenliteratur erwähnt. Lit.: Roberts, Marc: Das neue Lexikon der Esoterik. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2005.
Cinvat-Brücke
(Awest. Chinvat-peretu, „Brücke der Scheidung“), im > Zoroastrismus Ort der Prüfung im Jenseitsgericht. Die C. spannt sich vom Berg Hara-Berezaiti, der in der Mitte der Welt liegt, zum Berg Elburz am Rande des Himmels. Hier erwarten die Totenrichter > Mithra, … Weiterlesen
Cipactli
(Indian.), im altmexikanischen Schöpfungsepos ein Ungeheuer der > Azteken in Form eines krokodilartigen Fisches, der im Urwasser lebte. Aus ihm formten die vier Götter, > Quetzalcoatl, > Huitzilopochtli sowie der rote und schwarze > Tezcatlipoca die Erde. Lit.: Roberts, Timothy … Weiterlesen
Cipaktonal
(Indian.), in der Mythologie der > Azteken der sterbliche Urmann und Stammvater der Menschheit. C. wurde zusammen mit seiner Gattin Oxomuco von > Quetzalcoatl und > Tezcatlipoca geschaffen, um Nachkommen zu zeugen und Kultur zu stiften. Lit.: Roberts, Timothy Roland: Mythologie … Weiterlesen
Cipriani, Lidio
(1902-1962), italienischer Anthropologe. C. war Direktor des Nationalen Instituts und Museums für Anthropologie an der Universität Florenz, gewann 1933 den internationalen Broca-Preis von Paris für Anthropologie und führte bis 1946 zahlreiche wissenschaftliche Expeditionen in Afrika, Asien und Europa durch. 1949 … Weiterlesen
Circa instans
(Lat.), alphabetisch geordnetes Kräuterbuch mit Bildern. Das Buch ist im ersten Teil der Petroneller Handschrift enthalten und stellt das erste „europäische Arzneibuch“ dar. Es enthält eine Abschrift vom Hauptwerk der salernitanischen Drogenkunde, dem „Circa instans“, in seiner Langfassung. Die Originalversion … Weiterlesen
Circadiane Rhythmik
Auch circadianer Rhythmus (lat. circa, „um“, „um herum“, „ungefähr“; dies, „der Tag“; griech. rhytmos, Rhythmus; dt. „zirkadianer Rhythmus“), bezeichnet in der > Chronobiologie die inneren (endogenen) Rhythmen mit einer Periodenlänge von 24 Stunden. Der Begriff wurde 1959 von Franz Halberg … Weiterlesen
Circe
(Griech. kirke, Falke), auch Kirke oder Zirze, Name einer Zauberin der griechischen Mythologie, die in der Odyssee > Homers (8. Jh. v. Chr.) erwähnt wird. Sie ist die Tochter des Sonnengottes > Helios und der Okeanide Perse sowie die Schwester … Weiterlesen
Circle of Lilith
Esoterische Gruppe, die den > Wiccacult und den > Satanismus mit dem weiblichen Dämon > Lilith, einer alten Gottheit der Sumerer, verbindet, um eine Lehre der dunklen Urmutter (> Erdmutter) zu kreieren. Im Mittelpunkt der Lehre steht der Egoismus als … Weiterlesen
Cirette, Abbé
Geheilter von Lourdes. Abbe C. wurde am 15. März 1847 in Poses (Eure) geboren und lebte zum Zeitpunkt der Heilung, am 31. August 1893, in Beaumontel (Frankreich). Er war Pfarrer einer Gemeinde in der Diözese Evreux. Nach einer schweren Grippe … Weiterlesen
Cirolli, Delizia
Geheilte von Lourdes. Delizia C. wurde am 17. November 1964 geboren und lebte zur Zeit der Heilung um Weihnachten 1976 in Paternò in Sizilien (Italien). Anfang März 1976 wurde die elfjährige Delizia, die bis dahin nie ernsthaft krank gewesen war, … Weiterlesen
Ciruelo, Pedro Sanchez
(Ca. * 1470 Daroca, Saragossa; † 1548 Salamanca), span. Theologe. C. studierte an der Universität Salamanca und promovierte 1492 in Paris in Theologie. Während seines zehnjährigen Aufenthaltes in Paris unterrichtete er an der Sorbonne und veröffentlichte 1495 den Tractatus arithmeticae practice. … Weiterlesen
Cisneros, García Jiménez de
(1455-27.11.1510), spanischer Benediktiner. C. war ein Vetter des Reformers Francisco Cardinal Jiménez de Cisneros. Er studierte in Salamanca und trat 1475 in das Benediktiner-Reformkloster von Valladolid ein. 1493 wurde er zur Einführung der Reform nach Montserrat gesandt. Auf Wunsch seiner … Weiterlesen
Ciste
(Lat. cista, Kasten), Behälter für Kultgegenstände in den > Mysterien und heilige Symbole („cista mystica“), die von den > Cistophoren getragen wurden. Sie hatten oft die Form eines geflochtenen Korbes, konnten aber auch aus Ton sein. Stein-C. mit auf den … Weiterlesen
Cistophoren
(Griech. cista, Kasten, Kiste; phero, tragen), 1. Träger der heiligen Behälter oder Kisten (> Cisten), die vor allem während der > Bacchanalien und > Cerealia eine wichtige Rolle spielten. Bei den > Dionysien enthielten die Cisten die von Schlangen bewachten … Weiterlesen
Cit
(Sanskr., „Sitz“), im hinduistischen Denken das reine > Bewusstsein. Als solches ist es die wesentliche und nicht rückführbare Qualität des ewigen Selbst oder des > Brahman im Unterschied zu geistigen Zuständen oder Ideen. Diese werden vielmehr von ihm erleuchtet und … Weiterlesen
Citipati
(„Herr der Leichenstätte“), 1. Buddhistische Friedhofsdämonen, vor allem in Tibet. Sie sind die Begleiter des Totengottes > Yama und werden als zwei tanzende Skelette dargestellt. Nach tibetischer Mythologie waren die beiden C. im früheren Leben asketische Mönche, die in tiefer … Weiterlesen
Citraga
Ein hieroglyphisches Zeichen, das die Inder mit rotem Sandelholz, Asche von Kuhmist oder heiliger Erde auf Brust und Stirn malen, um damit die religiöse oder philosophische Sekte anzudeuten, zu der sie sich bekennen. Am Stoff der Farbe erkennt man den … Weiterlesen
Citrinitas
(Lat., „Gelbung“; griech. xanthosis), die 3. Stufe des großen Werkes (> Opus magnum) beim alchemistischen Prozess zur Herstellung des Goldes. Der Begriff wurde im 15. und 16. Jh. von Alchemisten geprägt, um die Stufe der „Gelbheit“ als Stufe des Goldes … Weiterlesen
Citta
(Sanskr. und Pali, „das, was gesehen wurde“, „was zum Bewusstsein gehört“). Im > Hinduismus der reflektierende und bewusste Geist, im > Buddhismus einer der drei Teile des gesamten Daseins neben den Geistesfaktoren (> Cetasikas) und der Körperlichkeit (rupa). Lit.: Das … Weiterlesen
Ciupipiltin
(Indian.), weibliche > Vampire Alt-Mexikos. Bei den > Azteken bezeichnete man Frauen, die im Wochenbett starben, mit diesem Namen, da man glaubte, sie würden nach dem Tod mit weißer Hautfarbe auftreten, um das Blut der Kinder aufzusaugen. Lit.: Encyclopedia of … Weiterlesen
Civitavecchia
Stadt in der Provinz Rom, Region Latium, die durch die Bluttränen (> Blutwunder) einer Marienstatue bekannt wurde. Zwischen 2. Februar und 15. März 1995 zeigte die im Garten der Familie Fabio Gregori aufgestellte Marienstatue vierzehnmal Bluttränen. Es handelt sich um … Weiterlesen
Claflin Woodhull Martin, Victoria
Auch Victoria Woodhall (* 23.09.1838 Homer, Ohio USA; † 09.06.1927 Tewkesbury, England), US-amerikanische Journalistin, Zeitungsverlegerin, Finanzmaklerin, Spiritistin und eine der bekanntesten Frauenrechtlerinnen des 19. Jahrhunderts, die sich zugleich für soziale Reformen und die Gleichberechtigung der Afroamerikaner einsetzte. Sie war außerdem die erste … Weiterlesen
Clairon
(Künstlername), franz. Schauspielerin. Ihr eigentlicher Name war Claire Josèphe Hippolyte Leris de LaTude (* 25.01.1723 bei Condé-sur-l’Escaut; † 18.01.1803 Paris). Bereits mit 12 Jahren trat sie in der italienischen Komödie als Soubrette auf, war dann Mitglied der Bühnen in Rouen, Lille, Dünkirchen … Weiterlesen
Clairsentience
(Frz. clair, klar; sentir, fühlen; von lat. clarus, klar; sentire, fühlen), Hellfühlen, eine Form der > Außersinnlichen Wahrnehmung, bei der die Person die Informationen primär über das Gefühl erhält. Der Begriff spielt auch im religiösen Raum eine Rolle. So ist … Weiterlesen
Clanwesen
„Innerer Lehrer“. Darunter versteht man einen inneren Begleiter, ähnlich dem „heiligen Schutzengel“ von Aleister > Crowley, der den Menschen von Geburt an begleitet bzw. besetzt. Im Gegensatz zum christlichen Schutzengel trägt das C. gegensätzliche Aspekte, Licht und Dunkel, in sich. … Weiterlesen
Clara von Montefalco
Klara vom Kreuz (*1268 Montefalco, Umbrien/Italien; † 17.08.1308 ebd.), heilig (08.12.1881, Fest: 17. August), Augustinereremitin und Mystikerin. Im Alter von sechs Jahren trat C. in die von ihrer Schwester Johanna gegründete Reklusengemeinschaft bei Spoleto ein. 1290 übersiedelte die Gemeinschaft nach Santa … Weiterlesen
Clarendon, Spuk von
In der kanadischen Stadt C., Provinz Quebec/Kanada, ereigneten sich 1889 im Haus des Landwirts Dagg spukhafte Phänomene destruktiver Natur. Speisen wurden verunreinigt, Gegenstände verschwanden, Fenster wurden eingeworfen, Brände brachen aus, Wasserpfützen bildeten sich in der Wohnung. Nach einiger Zeit begann … Weiterlesen
Claret de la Touche, Louise-Marguerite
(* 15.03.1868 St-Germain-en-Laye, Frankreich; † 14.05.1915 Vische bei Turin, Italien), Nonne, Mystikerin und Ordensgründerin. C. trat 1891 in Romans, Frankreich, in den Orden von der Heimsuchung Mariens ein und legte 1892 die Ordensprofess ab. Ab 1901 hatte sie regelmäßig > … Weiterlesen
Claret y Clará, Antonius Maria
Heilig (07.05.1950, Fest: 24. Oktober), Gründer der Claretiner und Claretinerinnen, geb. am 23.12.1807 in Sallent, Spanien, lernte das Weberhandwerk und wurde als Spätberufener 1835 zum Priester geweiht. Nach kurzer Pfarrseelsorge wurde er für die Volksmission in Katalonien bestimmt. C. schlief … Weiterlesen
Clarke, Jane
Hexenprozess. Der letzte Versuch, jemanden wegen Hexerei zu verurteilen, wurde 1717 in Leicester unternommen. Jane Clarke sowie deren Sohn und Tochter, alle aus Great Wigstone, wurden dem > Schwemmen und > Hexenkratzen unterzogen, da man ihnen schwarzmagische Verbrechen zur Last … Weiterlesen
Claros
(Griech.), Orakelstadt. C. war eine der zwölf ionischen Städte an der Westküste der heutigen Türkei. Nach den Eroberungszügen > Alexanders des Großen im 4. vorchristlichen Jahrhundert strömten griechische Siedler in die Kolonien Kleinasiens und brachten neben Wohlstand auch > Orakel … Weiterlesen
Clauder, Gabriel
Lat. Gabrielis Clauderi (* 18.10.1633 Altenburg, Deutschland; † 10.10.1691 ebd.), deutscher Arzt und Verteidiger der > Alchemie. Seine Verteidigung der Alchemie richtete sich vor allem gegen Werner Rolfink und Athanasius > Kircher. Er berief sich dabei auf Tatsachen, welche die … Weiterlesen
Claudius Coelestinus
(Deckname) hat in seiner Schrift De his que mundo mirabiliter eveniunt (Paris, 1542) bemerkenswerte Äußerungen über das Außergewöhnliche in der Welt gemacht, indem er dieses schon damals möglichst natürlich zu erklären suchte. Wenn Menschen in den Zustand des Außersichseins (Ekstase) … Weiterlesen
Claudius Ptolemäus
(Lat.; griech. Klaudios Ptolomaios, * um 100 n. Chr. vermutlich in Ptolomais Hermii; † um 175 vermutlich in Alexandria), griechischer Mathematiker, Geograph, Astronom, Astrologe, Musiktheoretiker und Philosoph. C. wirkte als Bibliothekar an der berühmten Bibliothek in > Alexandria. Seine drei Schriften zur Astronomie, Geographie … Weiterlesen
Clauss, David der Ältere
(* 1628/29 in Lemgo/Deutschland.; † 09.08.1696 ebd.), Scharfrichter in Lippe, u.a. auch bei Hexenprozessen. In die fast fünfzigjährige Dienstzeit von C. fielen nicht nur die beiden Lemgoer Prozesswellen ab 1653 und ab 1665, sondern auch die Hälfte aller anderen in Lippe … Weiterlesen
Clausura nigromantika
(Lat. clausura, Schließung; nigromantica, schwarzmantisch), nach Theophrastus > Paracelsus eine besondere Art der > Zauberei, durch die ohne Verletzung etwas Widernatürliches in den Körper eingebracht oder demselben entnommen wird. Hierzu gehören etwa in den Körper eingebrachte bzw. dem Körper zu … Weiterlesen
Clauzel, Gabrielle
46. Geheilte von Lourdes. C. wurde am 15. August 1894 geboren und lebte zur Zeit der Heilung, am 15. August 1943, im Alter von 49 Jahren zu Hause in Oran (Algerien). 1937 musste sie wegen einer durch einen schmerzhaften Hämorrhoidenabszess … Weiterlesen
Claver, Petrus
(* 1580 Verdú, Katalonien, Spanien; † 08.09.1654 Cartagena, Kolumbien), heilig (15.01.1888, Fest: 9. September), spanischer Jesuit und Missionar, Schutzheiliger Kolumbiens und Patron der Menschenrechte (1985). C. trat 1602 in das Noviziat der Gesellschaft Jesu in Tarragona ein und wurde 1610 nach … Weiterlesen