Institut

IGW

INSTITUT FÜR GRENZGEBIETE DER WISSENSCHAFT

Die am 15. September 1978 in den Innsbrucker Stadtsälen erffolgte feierliche Eröffnung des INSTITUTS FÜR GRENZGEBIETE DER WISSENSCHAFT war für Prof. Dr.Dr. P. Andreas Resch ein besonderer Meilenstein auf einem langen Weg in seinem Bemühen um das Beschreiben und Deuten des Außergewöhnlichen in Mensch und Welt.

1965 übernahmer er nach dem Tode des Verlegers Josef Kral die Redaktion der Zeitschrift „Verborgene Wel“ und das Sekretariat der „Internationalen Gesellschaft Katholischer Parapsychologen (I G KP)“. Die Gesellschaft, die bis dahin noch kaum in Erscheinung trat, baute er zu einer internationalen Interessengemeinschaft für Grenzge­biete der Wissenschaft aus und nannte sie „IMAGO MUNDI“, um das eigentliche Ziel der Gesellschaft, nämlich Weitung und Vertiefung des christlichen Welt- und Menschenbildes aus den Kenntnissen der Forschung in den Grenz­bereichen von Physis, Bios, Psyche und Pneuma ( Geist) hervorzuheben. Diese Umgestaltung wurde 1966 auf dem I. Internationalen Kongreß von IMAGO MUNDI, in München, gutgeheißen. 1967 erfolgte. die Umbenennung der Zeitschrift „Verborgene Welt“ in „Grenzgebiete der Wissenschaft“. Damit war der gedankliche Grundstein für ein eigenes Institut gegeben.
Durch die Übernahme von Verlag und Druck der Zeitschrift in den 1974 gegründeten Resch Verlag drängte sich die Notwendig­keitkeit einer räumlichen Ausweitung auf, nachdem die Räumlichkeiten im Redemptoristenkolleg und die gemie­teten Räume in der Schöpfstraße 21, in Innsbruck, nicht mehr ausreichten. Nach Überlegungen, die bis nach Rom führ­ten, stellte das Redemptoristenkolleg das alte Glashaus im Klostergarten als Baugrund zur Verfügung  Einsprüche der Anrainer verzögerten jedoch das Bauvorhaben um geschlagene 2 Jahre.

Klostergarten mit Glashaus und Arbeitsräumen im Hintergrund

 1978 war der Bau einzugsfertig und sollte zu einem Treffpunkt für alle Interessenten an den Grenzgebieten der Wissenschaft werden. Die spezielle Aufgabe des Institutes liegt nämlich in der Dokumentation, Interpretation und Förderung des Bemühens von Wissenschaft und Forschung im Grenzbereich von Physis, Bios, Psyche und Geist.

1978 erbautes Institusgebäude im Klostergarten an der Stelle des früheren Glashauses.

ERÖFFNUNGSFEIER

Die Eröffnungfeier  sollte ein Ausdruck der Dankbarkeit sein, gegenüber der österreichischen Redemptoristenprovinz, speziell dem Hause in Innsbruck, den Mitgliedern von IMAGO MUNDI sowie gegenüber allen Einzelpersonen und Behörden, die den Bau des Instituts gefördert hatten oder in Zukunft die Tätigkeit des Instituts unterstützten. Ferner galt der Dank dem Architekten des Instituts, Dipl. Ing. Peter Turner, dem Statiker, Dipl. Ing. Heinz Gamel, dem Baumeister, Ing. Pe­ter Anich. dem Ing. Robert Egg für die Sanitär- und Klimaplanung, Dr. Ernst Offer für die rechtliche Beratung, den Firmen Tusch, Stainer, Drach, Auer, Fuchs, Trenkwalder, Lang, Wernig, Gaisberger, Siemens, KSW, Klingler, Intra, Auhuber, Schwarzenberger, den Stadtwerken und der Post für die vorzügliche Bedienung. Nicht zuletzt aber galt der Dank dem Polier Alois Heis und den einzelnen Arbeitern, meinen Sekretärinnen Frau Minka Honeck und Mathilde Zimmermann, wie allen Beteiligten an Festfeier, vorallem den Musikern und dem Präsidenten von IMAGO MUNDI, Prof. Dr. Erwin Nickel, für seinen Festvortag.

Beim Eröffnungskonzert, das von drei Trompeten, zwei Posaunen, Tuba und Orgel bestritten wurde, kamen Werke für Trompete und Orgel, für Orgel-Solo, für Bläserquintett sowie Sonaten und Canzonen aus der Blütezeit der Veneziani­schen Mehrchörigkeit für Bläser und Orgel zur Aufführung. Das Bläserquintett gruppierte sich aus Bläsern der Bayeri­schen Staatsoper und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Den Orgelpart bestreitete der Domorganist aus Freiburg. die  Leitung hatte Valentin Resch inne

Die Begrüßung und Eröffnung des Institus erfolgte durch Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch, Generalsekretär von IMAGO MUNDI.

Den Festvortrag zum Thma:  Wie weit reicht unsere Erkenntnis. hielt Prof. Dr. Erwin Nickel, Universität Freiburg/Schweiz, Präsident von IMAGO MUNDI

 

TÄTIGKEIT DES IGW

 Am 1. Februar 1980 wurde das  IGW in Innsbruck als gemeinnütziger Verein eingetragen und am 15. Dezember 1987 als Mitglied der Österreichischen Wissenschaftlichen Gesellschaften aufgenommen.
Gemeinsam mit der Internationalen Interessengemeinschaft IMAGO MUNDI befasst sich das IGW mit den Phänomenen, Verhaltensformen und Kenntnissen in den Grenzbereichen

von Physis, Bios, Psyche und Pneuma (Geist),

von Beweis und Lebenserfahrung,

von Gesetzmäßigkeit und Spontaneität,

von Immanenz und Transzendenz.

Die Kenntnisse aus diesen Grenzgebieten versucht das IGW durch Interpretation, Publikation, Information und Dokumentation einem wahrheitsgerechten Welt- und Menschenbild (IMAGO MUNDI) einzugliedern. Zudem sollen jene Bemühungen in Wissenschaft und Forschung gefördert werden, die den Wissensbesitz spezieller Fachkenntnisse in ihrer Bedeutung für das Ganze beleuchten und jene Kenntnisse hervorheben, die für das Welt- und Menschenbild neue Aspekte beinhalten. Das IGW ist daher durch folgende zwei Forschungsbereiche gekennzeichnet:

Grenzgebiete und Grenzphänomene (Paranormologie)

– Grenzverhalten (Ethik)

1. Grenzgebiete

Die geschichtliche Analyse der verschiedenen Anschauungsformen von Welt und Mensch führt zur Feststellung, dass bereits in den antiken Kulturen die Vorstellung von einer vierfachen „energetischen Form“ in Welt und Mensch bestand, die mit Physis, Bios, Psyche und Pneuma (Geist) gekennzeichnet wird.
Erst seit Plato sprechen wir von zwei Prinzipien: Leib-Seele, Materie-Geist, wobei noch hinzuzufügen ist, dass seit Demokrit auch die Vorstellung von einem Prinzip, nämlich der Physis, besteht. Das heutige Wissen zeigt jedoch klar, dass wir in Welt und Mensch eine vierfache energetische Qualität unterscheiden müssen, eben Physis, Bios, Psyche und Pneuma. Es ist nämlich nicht gelungen, den Bios in die Physik zu übersiedeln. Der Bios hat eine eigene Qualität. Ebenso wenig ist es gelungen, die Psyche dem Bios gleichzusetzen. Schließlich scheiterte auch der Versuch, das Pneuma, den Geist, als Funktion der Psyche zu deuten. Diese vierfache Konturierung ist daher für das Verständnis von Welt und Mensch, für eine IMAGO MUNDI und die Grenzgebiete der Wissenschaft, von entscheidender Bedeutung.
Die Erforschung der Eigenart dieser vier Wirkqualitäten kann uns die Sprache der Natur und ihres Schöpfers wieder verständlich machen. Ein umfassendes Aufdecken dieser Grundsprache der Natur erfordert insbesondere auch die Beschreibung und Analyse der Grenzphänomene.
Das IGW befasst sich daher mit dem gesamten Bemühen von Wissenschaft und Forschung im Grenzbereich von Physis, Bios, Psyche und Pneuma (Geist) unter Einschluss von Grenzphänomene und Grenzverhalten.

2. Grenzphänomene

Grenzphänomene sind jene Erscheinungsformen des Kosmos, die sich in den Grenzbereichen von Physis, Bios, Psyche undPneuma, von Immanenz und Transzendenz, von Beweis und Lebenserfahrung, von Gesetzmäßigkeit und Spontaneitätereignen.
Nach der Gesetzmäßigkeit der Funktionsabläufe unterscheidet man normale und paranormale Grenzphänomene.
Als normal gelten jene Grenzphänomene, deren Verlaufsstrukturen den bekannten Naturprozessen bzw. den anerkannten Vorstellungsmustern entsprechen. Als paranormal hingegen sind die Grenzphänomene zu bezeichnen, deren Verlaufsstrukturen von den bekannten Naturprozessen bzw. den anerkannten Vorstellungsmustern der Deutung von Welt und Mensch abweichen oder abzuweichen scheinen.
Die normalen Grenzphänomene sind vornehmlich Gegenstand interdisziplinären wissenschaftlichen Bemühens, das sich mit der Aufdeckung von Gesetzmäßigkeiten befasst, um sie in Forschung, Technik und Wirtschaft nutzbar zu machen.
Die paranormalen Grenzphänomene wiederum sind Gegenstand der Paranormologie, die sich mit der Absicherung der Echtheit, der Beschreibung der Erscheinungsformen, dem Aufdecken der Abweichungen von den bekannten und anerkannten Gesetzmäßigkeiten und dem Suchen nach möglichen Gesetzmäßigkeiten paranormaler Phänomene befasst.

3. Grenzverhalten

Unter Grenzverhalten versteht das IGW alle Entscheidungs-, Handlungs- und Verhaltensformen des Menschen im Bereich von Physis, Bios, Psyche und Pneuma, die eine besondere Eigenart aufweisen.

4. Arbeitsgebiete

Die Arbeit des IGW fußt daher auf zwei völlig verschiedenen Säulen, den Grenzphänomenen und dem Grenzverhalten. Geht es bei den Grenzphänomenen letztlich um Grundfragen des Welt- und Menschenbildes, so wird bei der Betrachtung des Grenzverhaltens die harmonikalste Form der Lebensverwirklichung des Menschen anvisiert. Beide Betrachtungen erfolgen auf dem Boden der allgemein gültigen wissenschaftlichen Methoden, mag dabei vieles auch nur im beschreibenden Bereich verbleiben, sofern eine logische, experimentelle oder statistische Verifizierung nicht möglich ist oder noch nicht vorliegt.

GRENZGEBIETE DER WISSENSCHAFT

Die Grenzgebiete der Wissenschaft umfassen das gesamte Bemühen von Wissenschaft und Forschung im Grenzbereich von Physis, Bios, Psyche und Pneuma (Geist) unter Einschluss der Grenzphänomene.

ETHIK

Ethik versteht das IGW als harmonische Entfaltung der Eigenart von Physis, Bios, Psyche und Pneuma. Sie dient daher der Förderung von Natur und Leben, von seelischem Wohlbefinden und geistiger Kreativität. Ihre besondere Herausforderung kommt vornehmlich im Grenzverhalten zum Ausdruck.

5. Bibliothek

Die Bibliothek des IGW ist eine Präsenzbibliothek für den gesamten Bereich der Grenzgebiete der Wissenschaft und dient vornehmlich der eigenen Institutsarbeit.