Andreas Resch: Biografische Notizen Zur Paranormologie

Der vorliegende Band der Schriftenreihe R fasst die zahlreichen biographischen Notizen von Autoren zusammen, die durch ihre Arbeiten das Gebiet der  der Paranormologie bereicherten.

Die einzelnen Biographien sind alphabetisch geordnet, mit wenigen Ausnahmen mit einem Foto versehen und weisen je nach Eigenart verschiedene Längen auf. Um voll auf der sachlichen Informationsebene zu bleiben werden keine thematischen Gliederungen vorgenommen.

Neben den biographischen Daten sind besonders die gedanklichen Einstellungen bzw. die wissenschaftlichen Arbeiten der Einzelnen von besonderer Bedeutung für das Verständnis der Vielschichtigkeit der Paranormologie. Dies soll hier anhand einiger Aussagen der hier  dargestellten Personen veranschaulicht werden.

So gilt es nach Hans Bender, die Tatsachen auf dem Gebiet der Paranormologie sachlich zu prüfen und sie gegen zwei Fronten zu sichern: gegen die aprioristischen Negativisten und gegen die gläubigen Okkultisten. Was das Fortleben betrifft, so hielt Bender die Möglichkeit im Rahmen einer positivistischen Methode die Frage zu klären für nicht zielführend. Eine zentrierte experimentelle Untersuchung müsste nämlich über den Grad der Trennbarkeit und Möglichkeit einer vollständigen und unabhängigen Existenz des Teiles der Persönlichkeit angesetzt werden, die dem Begriff des Geistes entspricht.

Heinz Berendt kam in seinen Ausführungen auch auf die Ethik und Moral beim Überschreiten der eigenen Grenzen von Sensitiven zu sprechen.

Nach  Giuseppe Capra verlangt das Leben eines Exorzisten letzten Einsatz, ein hohes Maß an Selbständigkeit sowie  ein reiches Wissen um spirituelle und psychische Probleme.

Nach dem Hellseher Gerard Croiset muss sich der Paragnost bewusst sein, dass er an der irdischen Welt teilhat, wenngleich er sich in den Zustand des Nichtdenkens  zu versetzen hat.

Der  bekannte Trance-Chirurg De Queiroz kam nach seinen Aussagen in einen Trancezustand unabhängig davon, ob er sich spontan oder im Rahmen eines geplanten Einsatzes einstellte, durch das Gespür von „Geistern“ in Form eines Druckes im Bereich des Genicks und der Großhirnrinde an der Oberfläche des Kopfes.

Der Physiker Burkhard Heim sprach von der nicht materiellen Seite der materiellen Welt und Nina Kulagina verfügte über die psychokinetische Fähigkeit bis zu 380 g schwere Objekte ohne Berührung zu bewegen.

Die Seherin Lucia dos Santos konnte nicht nur die Gottesmutter in Fatima sehen und das von ihr vorausgesagte Sonnenwunder erleben, sondern es auch beschreiben.

Der Astronaut Edgar Mitchel kam zur Überzeugung, dass es inzwischen klar geworden sei, dass die objektive Beobachtung von sich aus nicht in der Lage sei, ein ethisches und soziales System zu entwickeln, das die individuellen Interessen erfüllen könne.

Christina Mylius hat mit dem Bericht über ihre zukunftsbezogenen Träume der Traumforschung einen großen Dienst erwiesen.

Beeindruckend ist insbesondere auch das Leben und Werk von Paracelsus.

Die Heilerin Josephine Sison hat an mir selbst ihre außerordentliche diagnostische Begabung demonstriert.

Die Arbeiten von Jan Stevenson zur Reinkarnation unterzogen dieses uralte Thema einer eingehenden Erforschung, wenngleich ohne freilich eine sichere Lösung zu finden.

Wilhelm Tenhaeff hat darauf verwiesen, dass durch eine quantitative Methode nur die Peripherie der außergewöhnlichen Phänomene erforscht werden könne.

Schließlich hat Gerda Walther aus einer inneren Erfahrung Angesicht des Todes ihres Vater bei der Frage „Was dann“ den Weg zu Mystik und zum Seelengrund gefunden.

Diese stichwortartigen Hinweise auf Äußerungen einzelner Autoren, deren Biographie in diesem Band beschrieben wird, zeugen von der Vielfalt der Themen, die von der Paranormologie erfasst werden.

So darf ich hoffen, dass auch der Leser dieses Bandes historisch und inhaltlich über die Welt des Paranormalen bereichert wird.