Andreas Resch: Biographie

Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch wurde am 29.10.1934 in Steinegg bei Bozen / Südtirol geboren, wo er auch die Volksschule besuchte. Diese blieb allerdings während des Krieges zwei Jahre geschlossen, sodass er nach dem Krieg, beim automatischen Aufrücken in die vierte Klasse, das Alphabet neu lernen musste. Von der Volksschule ging es ins Gymnasium nach Bozen, das er nach der dritten Klasse durch ein Jahr in Cortona bei Arezzo und ein weiteres Jahr in Katzelsdorf in Niederösterreich unterbrach. Nach Ablegung der Prüfungen über die vierte und fünfte Klasse in Bozen trat er in das Lyzeum in Meran ein, das er mit dem Abitur 1955 abschloss.
Nach einer Radrundfahrt um ganz Italien, einschließlich Sizilien, trat Resch im Dezember 1955 in Mautern in der Steiermark in den Redemptoristenorden ein und wurde nach den philosophischen und theologischen Studien am 16. Juli 1961 in Mautern zum Priester geweiht. Am 3. August 1962 wurde Resch als Missionar nach Innsbruck versetzt. Dort bereitete er sich auf die Rigorosen für das Doktorat in Theologie vor, nachdem die Doktorarbeit zum Thema „Deutung und Bedeutung des Traumes im Alten Testament“ unter Leitung von Doz. Dr. Dr. Klaus Schedl angenommen worden war. Die Arbeit wurde dann 1964 unter dem Titel „Der Traum im Heilsplan Gottes“ veröffentlicht. Die Promotion zum Dr. theol. erfolgte am 21. März 1963 an der theologischen Fakultät der Universität Graz.
Von Oktober 1963 bis Februar 1965 wirkte Resch als Kaplan in der Pfarre St. Barbara-Littenweiler in Freiburg im Breisgau, um sich zum Studentenseelsorger auszubilden. Der Studentenpfarrer ersuchte ihn jedoch, sich den Studenten ausschließlich als Beichtvater zur Verfügung zu stellen, insbesondere am Samstag. So nützte Resch die dadurch gewonnene Zeit zum Studium der Psychologie mit den Nebenfächern Medizin und Philosophie (insgesamt 32 Wochenstunden) an der Universität. Sein Studienziel war dabei jedoch die „Pastoralpsychologische Beratung“. Dafür bedurfte es allerdings auch einer psychotherapeutischen Ausbildung, die für Resch finanziell nicht erschwinglich war. An diesem Punkt sprang ihm Ing. Lehr, Statikprüfer von Baden Württemberg, zur Seite, der die Kosten für die Ausbildung übernahm.
Resch setzte nun sein Studium der Psychologie von 1965-1967 in Innsbruck fort, um nebenbei bei Prof. Dr. Eduard Grünewald die psychoanalytische Ausbildung zu machen. Zudem ging er auf Volksmissionen und Aushilfe. In den Nebenfächern (als Gasthörer wegen Fachtrennung) besuchte er auch Vorlesungen in Psychiatrie und Gehirnanatomie. Als eigentliches Nebenfach wählte er zunächst Pädagogik, dann aber Volkskunde.
Am 20. Mai 1967 erfolgte mit der Dissertation „Zur Geschichte und Theorie des siderischen Pendels mit Bericht über eigene Experimente“ bei Prof. Dr. Ivo Kohler die Promotion zum Dr. phil. in den Fächern Psychologie und Volkskunde.
Von 1967-1969 machte Resch neben seiner Tätigkeit als Volksmissionar und Psychotherapeut die Ausbildung in Verhaltenstherapie in München und in Hypnose auf den Lindauer Psychotherapiewochen. Im Zuge dessen wurde er zum Mitbegründer der Europäischen Gesellschaft für Verhaltenstherapie.
Doch bereits 1965 übernahm Resch ­- nach dem Tod des Verlegers Josef Kral – die Redaktion der Zeitschrift Verborgene Welt und rief am 17. Oktober 1965 die „Interessengemeinschaft IMAGO MUNDI“ ins Leben. 1966 veranstaltete er vom 26.-29. September auf Schloss Fürstenried in München den 1. Imago Mundi Kongress mit dem Thema „Im Kraftfeld des christlichen Weltbildes“. Dabei wurde er zum Generalsekretär von IMAGO MUNDI gewählt. 1967 benannte er die Zeitschrift Verborgene Welt in Grenzgebiete der Wissenschaft um.
Als Resch dann im Herbst 1969 an die Accademia Alfonsiana, Päpstliche Lateranuniversität, nach Rom berufen wurde, um Vorlesungen über klinische Psychologie und die Themenbereiche Esoterik, Okkultismus, Parapsychologie, Spiritismus usw. zu halten, war dies geradezu ein Presseereignis. Resch selbst stand dabei vor dem großen Problem, einen Begriff zu finden, der den Gesamtbereich des Paranormalen abzudecken vermochte, ohne dabei schon eine Deutung zu enthalten, ist doch in den meisten Fällen des Paranormalen selbst die Sicherung der Echtheit der Phänomene noch offen. Als Ausweg bot sich zunächst die allgemeine lateinische Formulierung Introductio in scientiam phaenomenum paranormalium (Einführung in die Wissenschaft der paranormalen Phänomene) an. Diese Formulierung fasste Resch schließlich in den Begriff Paranormologie zusammen, der ganz neutral die „Grenzgebiete der Wissenschaft“ bezeichnet.
1970 gründete er an der Accademia Alfonsiana in Abstimmung mit der Europäischen Gesellschaft für Verhaltenstherapie den International Circle of Personation and Psychotherapy (ICPP) zur Ausbildung von Studenten für die pastoralpsychologische Beratung. In diesem Zusammenhang hielt Resch 1972 auch Gastvorlesungen in den USA und in Japan.
Der Kreis verzeichnete einen großen Zulauf und erforderte viel Arbeit. Diese wurde jedoch 1974 vom damaligen Leiter der Accademia Alfonsiana aufgrund verschiedener Intrigen in Abwesenheit von Resch verboten. Zudem wurde er nicht mehr zu Vorlesungen eingeladen. Dieser Vorlesungsentzug wurde allerdings von P. General, Dr. Josef  Pfab, nicht angenommen. Er berief Resch erneut zu Vorlesungen nach Rom. Dieser konnte sich dabei auf Blockvorlesungen beschränken, gründete in Innsbruck im März 1974 den Resch Verlag und 1978 das Institut für Grenzgebiete der Wissenschaft. Durch den Institutsbau 1978 war seine weitere Tätigkeit neben den Vorlesungen in Rom besiegelt.
1979 wurde für spezielle Themen im Bereich der Grenzgebiete die Schriftenreihe „Grenzfragen“ eröffnet (20 Titel). 1983 kam es zur Herausgabe der Zeitschrifteninformation „Zinfo“, die 1986 vom Jahrbuch „Impulse aus Wissenschaft und Forschung“ und 1993 von der Zeitschrift ETHICA – Wissenschaft und Verantwortung abgelöst wurde. Für die Veröffentlichungen der Grundwerke des Physikers Burkhard Heim wurde 1996 die Reihe „Einheitliche Beschreibung der Welt“ eingeführt. 1998 wurden in Zusammenarbeit mit dem Vatikan-Verlag die Reihe „Miracoli dei Beati e Santi“ (3 Bände) und die Reihe „I Beati di Giovanni Paolo II“ (5 Bände) herausgegeben.
Das 1978 gegründete Institut für Grenzgebiete der Wissenschaft (IGW) wurde 1980 als Verein eingetragen mit Resch als Präsident auf Lebenszeit.
Von den weiteren Arbeiten seien, neben der Mitarbeit an Film- und Fernsehproduktionen sowie der reichen Vortrags- und Beratungstätigkeit, die Leitung der 15 Internationalen Imago Mundi-Kongresse (1966-1995) und insbesondere seine Tätigkeit als Herausgeber genannt. Darunter fallen: die Zeitschriften Grenzgebiete der Wissenschaft und ETHICA – Wissenschaft und Verantwortung; die Buchreihen Imago Mundi (15 Bde.), Grenzfragen (20 Bde.), Personation and Psychotherapy (5 Bde.), Wissenschaft und Verantwortung (3 Bde.), Burkhard Heim: Einheitliche Beschreibung der Welt (4 Bde.), Reihe R (10 Bde.) und Monographien (4 Bde.)
Hinzu kommen noch zahlreiche Veröffentlichungen in verschiedenen Zeitschriften, Sammelbänden und Lexika sowie der folgenden Bücher: Der Traum im Heilsplan Gottes; Depression: Ursachen, Formen, Therapie; Gerda Walther: Ihr Leben und Werk sowie das Jahrbuch Impulse aus Wissenschaft und Forschung (1986-1993); ferner: Wunder der Seligen und Heiligen, Bd. I-III: 1983-1995 (Resch, Innsbruck); Miracoli dei Beati e Santi, vol. I-III: 1983-1995 (Libr. Ed. Vaticana); I Veggenti di Medjugorje: Ricerca psicofisiologica 1998 (zus. mit G. Gagliardi, 2000); I Beati di Giovanni Paolo II, vol. I-IV und VI: 1979-2004 (Libr. Ed. Vaticana); Die Seligen Johannes Pauls II. Bd. I-VI: 1979-2004 (Resch, Innsbruck); Fortleben (2004); Das Antlitz Christi (2006); Die Seher von Medjugorje im Griff der Wissenschaft (2005); Die Wunder von Lourdes (2009, 2015); I Santi di Giovanni Paolo II, vol. V: 1982-2004 (2009); Lexikon der Paranormologie (Bd. 1-3, 2007-2017).