Resch, Andreas: Heilung einer Psychose in Bildern

Dieser außergewöhnliche  Beitrag „Heilung einer Psychose in Bildern“ versteht sich als Ergänzung zu „Der Fall Jolanda. Heilung einer Psychose“. Diese Heilung der Psychose ist nämlich vor allem durch die Bildgestaltung von Jolanda zum echten Erfolg geworden. Das hängt damit zusammen, wie in „Heilung einer Psychose“ ausführlich dargelegt wurde, dass Jolanda sich anfangs nur mit Zeichnungen und Bilder mitteilte, weshalb sich das therapeutische Gespräch einseitig in diesem Rahmen bewegte. Jolanda folgte der Deutung durch den Therapeuten mit entsprechenden Kopfzeichen, bis sie auf einmal zu sprechen begann. Dazu ist noch zu bemerken, dass die einzelnen Bilder Momentaufnahmen einer psychischen Gestimmtheit von meist nur kurzer Dauer sind, sodass eine nachfolgende Deutung inhaltlich kaum möglich war. Aus diesem Grunde sollen hier die Bilder ohne Kommentar angeführt werden, da sie für sich sprechen. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass einzelne  Bilder selbst die Originalität und Qualität der Darstellungen eines Picasso übersteigen.

Hier sollen die Bilder daher nur nach der Verlaufsstruktur der Heilung gegliedert und mit Überschriften versehen werden. Dabei sei einleitend noch der Hinweis gestattet, dass diese Darstellung der „Heilung einer Psychose in Bildern“ weltweit einmalig dasteht.


Rausch und Drogen

Der Einstieg in die Therapie stand noch unter den vorhergehenden Rausch – und Drogenszenen. Dies sich mit dem Einstieg in die Therapie durch den Bezug zum Therapeuten rasch auflösten.


Schwarz-Weiß

Die Abkehr von den Drogen löste zunächst eine Phase der Bezugslosigkeit und der Ohnmacht aus, die kaum noch eine Farbe duldete. Es war ein Fall ins Nichts.

Innere Dynamik

Der Fall ins Nichts führte zu einer Inneren Dynamik, die in allen Farben und Formen zum Ausdruck kommt.


Versuch der Selbstfindung

Die innere Dynamikebnete den Weg zur Selbstdingung durch Ausloten aller psychischen Möglichkeiten, was zu den verschiedensten Erlebnisse führte.

Begegnung mit dem Du

Die Sättigung der Erlebnisse im Selbst führte zum Suchen nach dem Du, wobei die männliche Partnerschaft ins Zentrum rückte. Diese Begegnung mit dem Du löste die Ichgebundenheit und ebnete den Weg Zum Liebebezug mit dem Du.

Bezug zum Therapeuten

Die Begegnung mit dem Du blieb auf der Ebene des Abwägens. Die Erfahrungen in der Drogenszene, wo Jolanda zum Spielball der unverbindlichen Begierden wurde, von denen sie sich durch die Abkehr von allem und die  Flucht in den Innenraum ohne Blick nach außen zu retten suchte. Die Einsamkeit im Innenraum verschlug ihr nicht nur die Sprache, sondern auch jede Form des Kontaktes mit Menschen.

Diese unerträgliche Einsamkeit war für mich der therapeutische Einstieg in die Welt der Jolanda und zwar durch eine grenzenlose Loyalität, jenseits jeder Anforderung. Das Misstrauen der Welt, dem Menschen und sich selbst gegenüber war für Jolanda zu groß, um sich durch Sprechen öffnen zu können bis ihr das nötige Vertrauen die Zunge löste. Im Letzten ging es nicht um die Lösung von Problemen, sondern um das Erleben der Duung des Ichs ohne Ichverslust, wie ihr Abschiedsgruß so wunderbar bezeugt:

„Lieber Andreas!

Für diesse Zeit, für dieses Jetzt möchte idch Dir eine paas Worte schikcen, die aber das Eigentliche nicht sind. So wie ein oder zwei sehr liebe Worte, die sich selbst in ihrer Süße nur so kennen, dass es nicht Worte mehr sind, sondern, Dir möhcte ich es sagen, aber ich ich kann nur eines. An Dich denken und bei Dir sein.

In der Hoffnun, dass Du das Bild noch zeitig bekommen wirst, und dass ich in Liebe bei Dir bleiben darf, grüße ich Dich herzlich,

Jo.“