Farb(en)symbolik

Beschäftigt sich mit Motiven und Eigenschaften von Farben, wobei einzelne Farben mit bestimmten Motiven verbunden sind. Vor allem menschliche Eigenschaften, Gefühle und elementare Erfahrungen lassen sich mit Farben assoziieren.
Farbsymbole sind in einem Kulturkreis mehr oder weniger allgemein verständlich und entsprechend „gültig“. Sie spielen sowohl in der Kunst (Malerei, Film, Literatur) als auch im Alltag eine Rolle.
Bereits in der Jungsteinzeit wurde in Mitteleuropa die rote Farbe als Kraftquelle betrachtet. Es gab zu dieser Zeit große Ockerbergwerke am Plattensee (Ungarn). In Gräbern wurden beispielsweise bis zu 10 kg roter Ocker gefunden.
Bei den alten Kulturvölkern hatten die Farben eine unterschiedliche Symbolik. So war Weiß bei den Ägyptern ein Symbol für Pracht und Herrlichkeit, bei den Juden für Reinheit, bei den Chinesen für Gerechtigkeit. Schwarz hingegen bedeutete für die Ägypter den Tod, für die Juden Trauer, für die Chinesen Weisheit.
Ferner spielten und spielen Farben in Alchemie, Astrologie, in der Freimaurerei, der Athroposophie, in den Weisheitslehren und in der Psychologie eine jeweils eigene Rolle.

Lit.: Roberts, Marc: Das Lexikon der Esoterik. München: Goldmann, 1993; Heller, Eva: Wie Farben wirken: Farbpsychologie. Farbsymbolik. Kreative Farbgestaltung. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2004.
Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.