Fimbulwinter

(Von altnord. Fimbulvetr, „riesiger Winter“), in der nordischen Mythologie die erste der vier eschatologischen Katastrophen, die den Untergang der Götter, Ragnarök genannt, einleiten.
Es handelt sich um eine Eiszeit mit drei strengen Wintern, ohne Sommer dazwischen, mit Schnee, klirrendem Frost und eisigen Stürmen.
Während Snorri Sturluson den F. in der Prosa-Edda als Auftakt zu Ragnarök erwähnt, wird er im Wafthrudnirlied der Lieder-Edda als Synonym zum Weltuntergang gebraucht. In skandinavischen Ländern bezeichnet F. heute umgangssprachlich einen außergewöhnlich kalten und harten Winter.
In der Zukunftserwartung des Parsismus entspricht dem F. der Winter des zweitletzten Jahrtausends, der so furchtbar sein wird, dass von tausend Menschen nur einer in der Welt übrig bleibt.

Lit.: Bertholet, Alfred: Wörterbuch der Religionen. Stuttgart: Kröner, 1985.
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