Andenglühen/Andenlichter

Werden meist nachts in der Nähe von Berggipfeln beobachtet. Obwohl die Mehrzahl dieser Berichte von den Anden in Bolivien, Chile und Peru stammt, wurde das Phänomen auch in den europäi­schen Alpen, in Mexiko und Lappland aufgezeichnet. Es komme auch bei wolkenlosem Himmel vor. Manchmal sei es nur ein Blitz, wobei das Glühen in anderen Fällen unausgesetzt über Stunden hinweg wirksam bleibe. „Sehr geringe Feuchtigkeit wird häufig als dominierender meteorologischer Faktor erwähnt, wenn Andenlichter gesehen wer­den. Wahrscheinlich ist, dass die Andenlichter kein Blitz sind, sondern ein Elms­feuer in großem Maßstab, bei dem viele Punkte auf einer Bergspitze eine Scheitelentladung erleben.“ Die Sonnenflecken erhöhen den elektrischen Feldgradienten, also das Gefälle des Feldes der Erde. „In anderen Worten, das Glühen von Bergspit­zen und ,Auroras‘ könnten beide von der Sonnenaktivität stimuliert werden“ (Corliss, G1-94).

Lit.: Corliss, William R.: A Catalog of Geophysical Anomalies. Glen Arms: Sourcebook Project, 1976.
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