Anklopfen

Hat zunächst die Bedeutung der Bitte um Einlass und Aufnahme: „Klopfet an, so wird euch aufgetan.“ (Mat 7,8; Luk 12, 36)
Bei einer > Loge klopft man an, um in den Bund aufgenommen zu werden.

A. bedeutet aber auch so viel wie „ankommen“. Wenn die letzte Stunde kommt und der Tod anklopft, dann heißt es gehen. Gehen heißt es auch, wenn das Gericht anklopft.
Schließlich hat A. noch die Bedeutung einer Warnung. So soll man, wenn man bei Nacht einen Besuch macht, nicht an die Zimmertür klopfen, denn bei Nacht klopfen die Hexen an. Wer hingegen mit den Füßen anklopft, der ist willkommen, weil er die Hände voll hat.

Lit.: Gossner, Johannes: Das Anklopfen des Heilandes vor der Tür des Menschen. Konstanz: Hirsch, 1929; Grimm, Jacob: Deutsches Wörterbuch/Hg. von der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Bd. 1. Leipzig: Hirzel, 1954; Fischer, Hermann: Schwäbisches Handwörterbuch: schwäbisch-deutsch, deutsch-schwäbisch/auf der Grundlage des „Schwäbischen Wörterbuchs“ von Hermann Fischer und Wilhelm Pfleiderer bearb. von Hermann Fischer und Hermann Taigel. Tübingen: Laupp, 1999.
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