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Grenzgebiete

Grenzgebiete der Wissenschaft (G

Grenzgebiete der Wissenschaft (GW)

Eine geschichtliche Analyse der verschiedenen Anschauungsformen von Welt und Mensch sowie der einschlägigen empirischen Forschung führte zur Feststellung, dass wir im Menschen mindestens vier Wirkqualitäten zu unterscheiden haben: die Physis, die unbelebte Materie, den Bios, den lebenden Organismus, die Psyche, die Fähigkeit zu Empfinden und Fühlen, und das Pneuma, den Geist, die Fähigkeit, Allgemeinbegriffe zu bilden und reflexiv zu denken.

Die Erforschung der Eigenart dieser vier Wirkqualitäten erfordert auch eine Be­schreibung und Analyse der Grenzphäno­mene und ihrer verschiedenen Deutungsformen. Grenzphänomene sind jene Er­scheinungsformen, die sich in den Grenzbereichen von Physis, Bios, Psy­che und Pneuma, von Beweis und Lebenserfahrung, von Gesetzmäßigkeit und Spontaneität, von Immanenz und Transzendenz ereignen.

Da im Bereich dieser außergewöhnlichen Grenzphänomene die Frage der Verur­sachung zunächst offen bleibt, kann eine Gliederung der einzelnen Phänomene nur nach phänomenologischen Gesichtspunk­ten erfolgen. So gesehen bietet sich eine Strukturierung des gesamten Gebietes des Paranormalen in die Sachgebiete Paraphy­sik, Parabiologie, Parapsychologie und Parapneumatologie an.

Bei dieser Einteilung darf jedoch die Tat­sache nicht übersehen werden, dass es zur Eigenart der Grenzphänomene gehört, über ein Sachgebiet hinauszuragen und zu­weilen sogar alle genannten Sachgebiete zu involvieren. Aus diesem Grunde erfolgt die Gliederung der einzelnen Phänomene nach dem phänomenologisch hervorste­chendsten Aspekt, mag auch die zugrun­deliegende, nicht identifizierbare Ursache in einem ganz anderen Sachbereich liegen. Den Abschluss dieser Gliederung bildet das Fachgebiet „Gemeinschaften und Lehren", das die aus der Phänomenik entstandenen Anschauungen und Verhaltensformen um­fasst.

Paraphysik: Zur Paraphysik gehören alle jene spontanen und nicht spontanen Phänomene, die einen physikalischen Aspekt aufweisen, deren Ursachen noch völlig unbekannt sind. Im einzelnen wer­den folgende Phänomene und Sachgebiete genannt: Alchemie, Amulett, Astrologie, Dematerialisation, direktes Schreiben und Malen, Efluviographie, eingebrannte Hän­de, Metallbiegen, physikalische Radiästhe­sie, Pyramidenenergie, Rematerialisation, Spuk, Telekinese, Tischrücken, Tonband­stimmen, magnetisiertes Wasser und so weiter.

Parabiologie: Unter Parabiologie ver­steht man all jene spontanen und nicht spontanen Phänomene, die einen biologi­schen Aspekt aufweisen, von den bekann­ten Ursachen aber völlig abweichen. Hier­zu gehören vor allem paranormale Hei­lung, Stigmatisation und Nahrungslosig­keit. In den Bereich der paranormalen Hei­lung fallen unter anderem Ferndiagnose, Fotodiagnose, Auradiagnose, Stimulation der Muskelreaktion, Irisdiagnostik, Aku­punktur, psychische Chirurgie, Handauf­legen, Spontanheilungen und Wunderhei­lungen. An der Tatsächlichkeit unerklär­licher Heilerfolge kann kein Zweifel sein, doch sind derartige Phänomene so kom­plex, dass allgemeine Aussagen nur dahin­gehend möglich sind, dass es letztlich im­mer die Natur ist, die Heilung bringt, wenngleich die Mobilisierung und Koordi­nierung der natürlichen Heilkräfte des Organismus von psychischen, geistigen oder, wie bei der Wunderheilung, von transzendenten Einflüssen abhängen mögen.
In das Gebiet der Parabiologie fallen aber auch Biorhythmus, biologische Uhr, Chiropraktik, Dermooptik (Hautsehen), Exobiologie, Feuerlaufen, Logurgie, Pen­deln, Psychotronik, Sensibilität, Theopa­thie, Transfiguration, Unverweslichkeit, Wünschelrute und so weiter.
Insgesamt kann gesagt werden, dass das gesamte Gebiet der Parabiologie noch völlig unerforscht ist und daher alle möglichen Deutungen und Anwendungen zulässt.

Parapsychologie: Die Parapsychologie beschäftigt sich mit Erkenntnismöglichkei­ten und Erfahrungen, die außerhalb der fünf Sinne liegen, nämlich mit Telepathie, Hellsehen, Präkognition (Vorschau) und Psychokinese (Bewegung von Gegenstän­den durch Konzentration beziehungsweise psychischen Einfluss).
Von den zahlreichen weiteren parapsy­chischen Erscheinungsformen seien hier noch folgende genannt: Abzapfen, Anti­pathie, Autohypnose, Autosuggestion, Ekstase, Farbenhören, Fernhypnose, Glossolalie, Kardiognosie, Medialität, mentale Imprägnation, außerkörperliche Erfahrung, mentale Radiästhesie, Sympa thie, Wahrtraum und Zweites Gesicht, die jedoch noch kaum untersucht sind.

Parapneumatologie: Zur Parapneuma­tologie gehören alle jene paranormalen Phänomene, die sich nicht auf psychische, biologische oder physikalische Faktoren reduzieren lassen, sondern geistige Quali­täten aufweisen wie die Phänomene der Mystik, die Frage des Fortlebens, der Ein­gebung und Erleuchtung, der Heiligkeit, der Gottesschau, der Inspiration und In­tuition, der Prophetie, der Jenseitskontak­te, der Offenbarung, der Theophanie, der Unsterblichkeit, der Wiedergeburt und so weiter.

Gemeinschaften und Lehren: In den Bereich der Grenzgebiete fällt auch die Beschreibung von: Gemeinschaften, die sich in diesem Zusammenhang gebildet haben und bilden wie Anthroposophie, Freimaurer, Rosenkreuzer, Theosophie; die Lehren wie Esoterik, Gnosis, Spiritualismus, Spiritismus; die Weltbilder: Astrologie, Grals-lehre, I Ging, Kabbala, Numerologie, Runenlehre, Tarot, Alchemie — Myste­rienreligionen — Mythologie — Symbolik —und so weiter.

Schlußbemerkungen

Diese stichwortartige Gliederung macht bereits hinreichend klar, dass die Grenzgebiete einen überaus großen Bereich der menschlichen Lebenserfahrung und Lebensbetrachtung umfasst, der an allen Seiten mit den Grenzen des menschlich Möglichen konfrontiert wird und zudem das tiefe Bestreben des Menschen, über sich und die Welt hinauszuwachsen aufdeckt, beziehungsweise die Sicherheit im transzendenten Schutz zu suchen.

 


Anregungen zu Beiträgen für die einzelnen Rubriken und sonstige Hinweise werden gerne entgegengenommen