Teonanácatl

(Nahuatl-Sprache, „Gott-Pilz“, dt. „Mexikanischer Kahlkopf“), Bezeichnung der mexikanischen Nahuatl-Indianer für psychoaktive Pilze, die in vorspanischer Zeit zu religiösen und kultischen Zwecken verwendet wurden. Den Azteken galt der Pilz als „Fleisch der Götter“ in Anspielung auf die mystischen Visionen, die durch die halluziogenen Eigenschaften des Pilzes hervorgerufen werden können.
Das Wort T. bezieht sich auf verschiedene Blätterpilzarten, zu denen auch der Psilocybe-Pilz gehört. Der Schweizer Chemiker und Entdecker des LSD, Albert Hofmann, isolierte aus dieser Pilzart 1958 erstmals die psychedelisch wirksamen Stoffe der psilocybinhaltigen Pilze.

Lit.: Stamets, Paul: Psilocybinpilze der Welt. Aarau: AT Verlag, 1999.

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