In der römischen Mythologie Personifikation der Erde, aus der alles geboren wird und entsteht. Damit ist sie Göttin und Heimat allen Lebens. T. schenkt das Leben, das am Ende wieder in ihren Schoß zurückkehrt, womit sie auch zur tröstenden Todesgöttin wird. Der griechischen Gaia ähnlich, ist sie die Muttergöttin, die alle irdischen Wesen aus sich selbst erschuf.
Gleich der griechischer Demeter galt sie zudem als Göttin der Ordnung der Ehe. Vor allem aber wurde T. in Verbindung mit Ceres als Göttin der Erdfruchtbarkeit verehrt.
Neben der weiblichen Gottheit verehrte man auch einen Gott Tellumo.
Das chemische Element Tellur leitet seinen Namen ebenfalls von T. ab.
Lit.: Phillips, C. Robert: Tellus, in: Der Neue Pauly (DNP), Bd. 12/1. Stuttgart/Weimar: Metzler, 2002, Sp.100-102.