(Griech. telos, Ende, Ausgang, Ziel), Lehre von der Zweckbestimmtheit bzw. Zielgerichtetheit von Natur- und Weltgeschichte. Der Zweck wird dabei nicht in funktionaler Abhängigkeit von gegenwärtigen Bedingungen gesehen, sondern in Analogie zum menschlichen Zweckhandeln gedacht. Formal bedeutet T. die Aufhebung der Kausalität.
Die Philosophin Hedwig Conrad-Martius (1888-1966) betont hingegen, dass zwar nach der teleologischen Naturbetrachtung alles Geschehen durch Absichten determiniert ist, diese Art der Betrachtung der kausalen aber dennoch nicht widersprechen muss.
Lit.: Conrad-Martius, Hedwig: Der Selbstaufbau der Natur. München: Kösel, 2. Aufl. 1961.