Mythisches Urvolk der Ägäis, vor allem von Rhodos, ihr Name soll sich einer antiken Etymologie zufolge von thélgein (behexen) ableiten. Sie sind mit dem Meer verbunden und tragen zum Teil Fischattribute. Angeblich können sie ihr Aussehen verändern, ihre angebliche Zwerggestalt ist jedoch nicht eindeutig belegt.
Die T. treten als Gruppe von drei, vier oder neun Individuen auf. Sie gelten als Erfinder der Metallurgie. So sollen sie den Dreizack des Poseidon und die Sichel des Kronos gefertigt haben.
In den antiken Quellen überwiegt das negative Bild der T. als schadenstiftende Zauberer. So würden sie die Felder durch Besprengung mit Wasser des Styx unfruchtbar machen. Zudem werden sie mit Neid und Missgunst assoziiert und besäßen den bösen Blick.
Möglicherweise handelte es sich bei den T. um Götter der vorgriechischen Bevölkerung, die bei den Griechen zu niederen dämonischen Wesen herabsanken.
Bildliche Darstellungen gibt es nicht.
Lit.: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, Bd. 12. Hrsg. v. Hubert Cancik u. Helmuth Schneider. Stuttgart/Weimar: J.B. Metzler, 2000.