Tasseographie

Auch Tasseomantie, Deuten der Zukunft aus Teeblättern, hat ihren Ursprung möglicherweise in China und wurde von den Briten nach Europa gebracht. Es wird angenommen, dass diese Form des Wahrsagens aus der Geomantie oder Punktierkunst entstanden ist, der Zukunftsdeutung aus Treibsandmustern oder wahllos auf der Erde verteilten Kieselsteinen.
Nachdem die Teeblätter auf dem Grund einer Tasse dreimal im Kreis geschwenkt wurden, wird der restliche Tee auf die Untertasse geschüttet und der in der Tasse verbliebene Satz je nach Form und Muster gedeutet. Formen am unmittelbaren Tassenrand erlauben eine Aussage über die unmittelbar bevorstehende Zukunft, während Formen zur Mitte der Tasse hin für die entferntere Zukunft gelten und der Tassenboden Ereignisse offenbaren soll, die noch in weiter Entfernung liegen. Die dabei auftretenden Formen umfassen fünf Hauptarten: Buchstaben, Gegenstände, mythische Wesen, Tiere und Zahlen.

Lit.: Wahrsagungen und Prophezeiungen: Geheimnisse des Unbekannten. Amsterdam: Time-Life Bücher, 1991.

Setze ein Lesezeichen für den Permalink.