Auch Taschenspielerkunst, vorsätzliche Täuschung der Zuschauer zum Zweck der Unterhaltung; arbeitet mit Fingerfertigkeit, menschlicher und apparativer Hilfe. Ein wesentlicher Teil der „Kunst“ besteht darin, die Wahrnehmungen und Vorstellungen des Betrachters zu manipulieren.
Für die Parapsychologie sind Taschenspieler als „Trickexperten“ von Bedeutung, weil sie bei der Entlarvung angeblicher Medien oder der Aufklärung von Spukvorfällen helfen können.
Die Bezeichnung „Taschenspieler“ leitet sich von der Tasche ab, in der die Betreffenden die nötigen Requisiten transportierten. Früher gerieten solche Personen leicht in den Ruf, Zauberer zu sein, was für sie insofern gefährlich werden konnte, als sie keiner sozialen Gruppierung angehörten und somit weitgehend rechtlos waren. Noch im 19. Jh. wurden sie „Zauberkünstler“ oder „Gaukler“ genannt.
Lit.: Marian, Rudolf: Das Ganze der Salonmagie. Wien, 1888; Felderer, Brigitte/Strouhal, Ernst: Rare Künste: zur Kultur- und Mediengeschichte der Zauberkunst. Springer Verlag, 2006.