(„Stierschlaf“), Weissagungspraxis in der keltischen Religion, die von irischen Druiden praktiziert wurde. Nachdem diese einen (für gewöhnlich weißen) Stier geschlachtet und aus dem Fleisch eine Suppe gekocht hatten, wickelte sich ein Druide in das frisch gehäutete Fell und sank in einen tiefen Schlaf, in dem er die Antworten zu wichtigen Fragen träumte. Meist ging es um die Nachfolge eines Königs.
Lit.: Birkhan, Helmut: Kelten: Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. Wien: Verlag der Österr. Akademie der Wissenschaften, 1997.