Tappe, Nancy Ann

(20. Jh.), aurasichtige Sensitive, Studium der Theologie und Philosophie, war Lektorin am San Diego Experimental College und hielt weltweit Vorträge und Seminare. Von T. stammt der Terminus „Indigokinder“ als Bezeichnung mir Kinder mit dunkelblauer (indigo) Aura und außergewöhnlichen, meist paranormalen Fähigkeiten. Nach Auskunft von Jan Tober („Die Indigo Kinder“) bemerkte T. seit Anfang der 1980er Jahre, dass vermehrt Kinder zur Welt kämen, die eine dunkelblaue (indigofarbene) Aura aufwiesen. Dabei werden angeblich fünf verschiedene Typen unterschieden: violette Kinder, Indigokinder, supermediale Kinder, Kristallkinder, Regenbogenkinder. China fördert schon seit einigen Jahrzehnten derartig begabte Kinder, die z.B. Blütenknospen von Blumen in kurzer Zeit zum Erblühen bringen können, telekinetische Effekte hervorbringen u.Ä. In Westeuropa wurden solche erst in den 90er Jahren entdeckt. Von manchen esoterischen Energetikern wird behauptet, dass die Zunahme von Indigokindem Ausdruck einer fortschreitenden Entwicklung der Menschheit sei („Kinder der Zukunft“?). Aus der Sicht der Verhaltenspsychologie erinnern Indigokinder an Kinder mit ADHS-Symptomen (Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsstörung); ob sie jedoch mit diesen gleichzusetzen sind, ist fraglich. Die ideologieverdächtige Hypothese der Indigokinder und ihrer Varianten ist allerdings kontrovers und polarisiert auch in sozialer Hinsicht.

Lit.: Dong, Paul: Die Indigo-Schulen Chinas. Koha Verlag, 1997; Carroll, Lee/Tober, Jan: Die Indigo Kinder. Koha Verl., 1999.

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