Tapas

(Skrt., wörtl. Glut, Hitze, Askese, Kasteiung), intensive spirituelle Übungen, die von der Sehnsucht getragen sind, Gott oder Brahman zu verwirklichen. T. gehört, neben Shaucha (Reinheit), Santosha (Genügsamkeit), Svādhyāya (Studium der heiligen Schriften) und Īshvara-Pranidhāna (Hingabe an Gott), zu den fünf geforderten Tugenden des Rāja-Yoga.
Der indische Terminus T. steht allgemein für die Glut, die auf der Basis von Askese bei der Meditation entsteht und im Schamanismus als magische Beherrschung über das Feuer eine nicht nur indische Grunderfahrung darstellt.

Lit.: Lexikon der östlichen Weisheitslehren: Buddhismus, Hinduismus, Taoismus, Zen. Bern u.a.: Scherz, 1986.
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