Eine der buddhistischen Höllen, gekennzeichnet durch sengende Hitze, wo die Sünder auf die brennenden Speere der Höllenwächter gespießt werden und aus ihren Augen und Mündern Flammen schlagen.
Diese Höllen sind ursprünglich ein Element des Hinduismus, das Eingang in den Buddhismus gefunden hat. Es handelt sich dabei nicht um dauerhafte Aufenthaltsorte, sondern um befristete, wenngleich bis zu Milliarden Jahren dauernde Zwischenstationen und Strafanstalten im Rad des Lebens mit aufeinanderfolgenden Wiedergeburten.
Wie viele Höllen es genau gibt, weiß niemand. Manche sprechen von mehreren Tausend, traditionell unterscheidet man acht. Vorstellen kann man sich diese als riesige, übereinanderliegende Höhlen mit jeweils 16 höllischen Unterabteilungen, wobei der Aufenthalt in jeder dieser Höllen achtmal länger sein soll als in der darüberliegenden.
Lit.: Brooke-Hitching, Edward: Der Atlas des Teufels: eine Erkundung des Himmels, der Hölle und des Jenseits. München: Knesebeck, 2022.