Tantalus

Mächtiger und unermesslich reicher lydischer oder phrygischer König, der gegen die Götter frevelte und sich dadurch ihren Fluch zuzog, der über fünf Generationen hinweg andauern sollte. Als er von den Göttern zum Essen geladen wurde, stahl er ihnen nicht nur Nektar und Ambrosia, sondern setzte ihnen auch seinen zuvor getöteten Sohn Pelops zum Mahl vor, um ihre Allwissenheit zu prüfen. Dafür wurde er in den tiefsten Winkel des Hades, den Tartarus, befördert, wo er ewig Hunger und Durst leiden muss. Früchte und Wasser sind zwar zum Greifen nah, er kann sie aber nicht erreichen. Daher kommt der Ausdruck „Tantalusqualen“. So gilt T. u.a. neben Sisyphus als Personifikation der Unerfüllbarkeit aller menschlichen Wünsche.
Nach T. benannte der schwedische Chemiker Anders Gustav Ekeberg auch das von ihm entdeckte chemische Element Tantal.

Lit.: Herder-Lexikon Symbole. Freiburg i.Br.: Herder, 7. Aufl. 1978; Knaurs Lexikon der Mythologie. Erftstadt: area, 2005.
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