T’ai Hsüan Ching

Name eines alten Orakelbuches, das vor über 2000 Jahren von dem Philosophen Yang Hsiung (53 v. Chr.-18 n. Chr.) zusammengestellt wurde und neben dem berühmten I Ging ein langes Schattendasein führte. Im Gegensatz zu diesem hat das T. einen logischen Aufbau und ergibt eine einheitliche Philosophie. Vorausgesetzt werden drei Grundkräfte: Yin, Yang und Jen („Menschheit“). Durch Yin und Yang können keine neuen Ideen hervorgebracht werden. Erst die schöpferische Kraft des menschlichen Geistes lässt Neues entstehen. Durch diese Philosophie der Triade, der Dreiheit, bildet das T. das vollkommene Gegenstück zum I Ging, das nur di Prinzipien Yin und Yang kennt.

Lit.: Werner, Helmut: Lexikon der Esoterk. Wiesbaden: fourier, 1991.
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