Tag und Nacht

Entsprechen dem Gegensatz von Licht und Finsternis. In früheren Kulturen begann die Tagzählung mit der Nacht, weil diese in Magie und primitiver Religion als die bedeutendere Zeit gilt in der alles Unheimliche sein Spiel treibt, verkörpert durch geheimnisvolle Geister, begleitet vom Leuchten der Gestirne, hinter denen man höhere Wesen vermutete. In den Kulten chthonischer Gottheiten wurde die Nacht besonders gefeiert, so bei den Azteken und vor allem auch im frühen Christentum. Besondere Bedeutung hat die Nacht im Mythos bzw. in der Legende und Biografie religiöser Persönlichkeiten und Religionsstifter (Osternacht).
Im Gegensatz zur N. ist der Tag ein Symbol der Klarheit, der Vernunft und der Unverstelltheit.

Lit.: Reimbold, Ernst Th.: Die Nacht im Mythus, Kultus, Volksglauben und in der transpersonalen Erfahrung: eine religionsphänomenologische Untersuchung. Wison Verlag, 1970.

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