(Griech., Röhre), arkadische Nymphe, die auf der Flucht vor Pan beim Fluss Ladon in Schilfröhricht verwandelt wurde, aus der sich Pan eine nach ihm benannte Flöte baute. Ab diesem Zeitpunkt galt die Hirtenflöte als Instrument, welche die Liebessehnsucht zum Ausdruck brachte. 1913 schuf Claude Debussy die impressionistische Komposition „Syrinx“ für Querflöte. Das flötenähnliche Stimmorgan der Vögel, der für den Gesang zuständige untere Kehlkopf, wird ebenfalls als S. bezeichnet.
Röhrenförmige Auftreibungen in Rückenmark und Hirnstamm sind seit dem 19. Jh. als Syringomyelie und Syringobulbie bekannt.
Lit.: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, Bd. 11. Hrsg. v. Hubert Cancik u. Helmuth Schneider. Stuttgart/Weimar: J.B. Metzler, 2000; Karenberg, Axel: Amor, Äskulap & Co. Stuttgart: Schattauer, 2005.