Synchronistisches Prinzip

Das von C.G. Jung im Gegensatz zum Kausalprinzip formulierte Prinzip, welches zwischen seelischen Gegebenheiten und kosmischen Konstellationen einen Zusammenhang, eine Synchronizität, postuliert: „Ich fand nämlich zuerst, dass es psychologische Parallelerscheinungen gibt, die sich kausal schlechterdings nicht aufeinander beziehen lassen, sondern in einem anderen Geschehenszusammenhang stehen müssen. Dieser Zusammenhang erschien mir wesentlich in der Tatsache der relativen Gleichzeitigkeit gegeben, daher der Ausdruck ‚synchronistischʻ. Es scheint nämlich, als ob die Zeit nichts weniger als ein Abstraktum, sondern vielmehr ein konkretes Kontinuum sei, welches Qualitäten oder Grundbedingungen enthält, die sich in relativer Gleichzeitigkeit an verschiedenen Orten in kausal nicht zu erklärendem Parallelismus manifestieren können, wie z.B. in Fällen von gleichzeitigem Erscheinen von identischen Gedanken, Symbolen oder psychischen Zuständen“ (Jung, C.G./Pauli, W., Naturerklärung und Psyche, 1952).

Lit.: Jung, Carl Gustav/Pauli, Wolfgang: Naturerklärung und Psyche. Zürich: Rascher Verlag, 1952; Markus, Jana: Die Synchronizitätshypothese bei C.G. Jung. Dipl.arbeit 2004, Freie Universität Berlin.

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