Ein im Zuge der Untersuchungen der Seher von Medjugorje aufgetretenes Phänomen, das durch verschiedene wissenschaftliche Beobachtungen dokumentiert ist. Es bezeichnet den Zeitpunkt, wo am Anfang, in der Mitte und gegen Ende der Ekstase alle im selben Moment Gesten oder Handlungen ausführten, z.B. das Auf-die-Knie-fallen, das den Anfang der Ekstase/Erscheinung signalisierte. Ein weiterer S. trat mitten in der Verzückung auf. Während der einzelne Seher/die Seherin jeweils für sich mit der Vision kommunzierte und dabei die Lippen bewegte, begannen alle ganz plötzlich (offensichtlich in Serbokroatisch) das Vaterunser zu beten. Die Stimme setzte bei allen im gleichen Moment wieder ein. Gegen Ende der Vision, als diese in den Himmel aufzufahren schien, erhoben die Seher alle im selben Moment die Augen und folgten gemeinsam der entschwindenden Erscheinung. Dieser letzte S. wurde durch eine entsprechende Elektrookulografie dokumentiert, die eine Abweichung zwischen den Bewegungen zweier Seher von 200-250 Millisekunden aufwies.
Lit.: Margnelli, Marco/Gagliardi, Giorgio: Ekstasen bei Marienerscheinungen: ein psychologisches, paranormales oder spirituelles Phänomen?, in: Andreas Resch: Paranormologie und Religion (Imago Mundi; 15). Innsbruck: Resch, 1997, S. 419-431, hier: 428-430; Resch, Andreas: Die Seher von Medjugorje im Griff der Wissenschaft (Reihe R; 3). Innsbruck: Resch, 2005.