Symeon der Neue Theologe

(949-1022), auch S. der Jüngere genannt, griechischer Heiliger, gilt als der größte Mystiker der orthodoxen Kirche. Mit 20 Jahren soll er seine erste Vision Gottes als Licht gehabt haben. Es folgten Erleuchtungen und Erscheinungen, schließlich das Vernehmen von Worten und Offenbarungen. Seine mystischen Erfahrungen baute er in seine Predigten ein.
S. hinterließ 36 Ansprachen (Katechesen), theologische und ethische Abhandlungen, theologische, gnostische und praktische Aussprüche, 58 Hymnen sowie Briefe. In seinen Ansprachen bezeichnet er die Erleuchtung als ein von jedem zu erreichendes Ziel. Sie führe zur Selbsterkenntnis und diese zur Demut.
Seine mystischen Erfahrungen, vor allem die Lichtvisionen, waren nicht zuletzt ein Wegbereiter für den Hesychasmus.

Lit.: Dinzelbacher, Peter: Wörterbuch der Mystik. Stuttgart: Kröner, 1989.

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