Swastika

Auch Svastika (skrt. svasti, Glück, Heil). 1. Glückbringendes Kreuzsymbol in indischen Religionen, dessen Enden rechtwinklig nach rechts weitergeführt werden, mystisches Religionszeichen, das als Hakenkreuz auf Tempeln und Kunstobjekten zu finden ist.
2. Das uralte S.-Zeichen wird im Buddhismus als Symbol des Rades der Lehre (Dharma-Chakra) oder der buddhistischen Lehre im Allgemeinen interpretiert.
Bei den Hindus wird der S. mit der Sonne in Verbindung gebracht, die den Dingen immer wieder das Leben zurückgibt.
In China symbolisiert der S. die Zahl 10.000, d.h. das Unendliche, Ewige, das sich im Geist des Buddha offenbaren soll. Daher ist er bei chinesischen Buddha-Darstellungen oft auf der Brust in Höhe des Herzens abgebildet. ‒ Im Zen steht der S. für das „Siegel des Buddha-Geistes“, das von Patriarch zu Patriarch weitergegeben wird.
Im 20. Jh. wurde der S. von der NSDAP als Wahrzeichen übernommen und fälschlicherweise als arisches Symbol verstanden, das rassische Reinheit und Überlegenheit zum Ausdruck bringe. Nach 1945 behielt das Hakenkreuz weltweit seine Funktion in der antisemitischen Agitation.

Lit.: Lexikon der östlichen Weisheitslehren: Buddhismus, Hinduismus, Taoismus, Zen. Bern u.a.: Scherz, 1986; Bowker, John (Hrsg.): Das Oxford-Lexikon der Weltreligionen. Düsseldorf: Patmos, 1999.

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