Surin, Jean-Joseph

Auch Seürin, J.-J. (* 09.02.1600 Bordeaux; † 22.04.1665 ebd.), Jesuit, Mystiker, geistl. Schriftsteller; infolge einer im Alter von 12 Jahren zuteil gewordenen Vision in der Kirche des Karmelitenklosters trat er 1616 in das College des Jésuites ein; 1626 Priester. 1629/30 Studium bei Louis Lallemant in Rouen; betreute 1634-37 als Exorzist in Loudun Sr. Jeanne des Anges. Er bat Gott, er möge den bösen Geist, der die Schwester in Besitz genommen habe, über ihn kommen lassen. Überzeugt von der Erhörung seiner Bitte litt P. Surin in der Folgezeit (1635 bis ca. 1651 oder später) an Schizophrenie (nach seiner eigenen Einschätzung ein Zustand der „Umsessenheit“) und ließ sich selbst exorzisieren. 1637 Versetzung nach Bordeaux; ab 1654 begann er wieder zu arbeiten und wirkte fruchtbar als Prediger und anerkannter Schriftsteller über Mystik.

W.: La gloire de Saint Joseph en l’expulsion des démons du corps de la mère prieurc des ursulines de Loudun. Saumur, 1636; L’histoire de la délivrance de la mère des Anges, hrsg. unter dem Titel „Triomphe de l’amour sur les puissances de l’enfer en la personne d’une fille possédée. Avignon, l828f.; La Science expérimentale des choses de l’autre vie, acquise en la possession des ursulines de Loudun. Avignon, 1828, 1829.

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