Super-Psi

Von dem amerikanischen Parapsychologen und Prof. für Soziologie Hornell N. Hart (1888-1967) eingeführter Begriff, der eine hypothetische Fähigkeit bezeichnen soll, die noch weiter greift als Psi. Während man bei Letzterem von zwei beteiligten Personen ausgeht, bezieht S. einen größeren Kreis involvierter Psychen mit ein.
S. steht u.a. für eine Theorie, der zufolge alles, was auf ein Weiterleben der Seele nach dem Tod hinweist, in Wirklichkeit nur auf extremen übersinnlichen Kräften des lebenden Gehirns beruhen soll. Erscheint also jemandem ein gerade erst verstorbener Bekannter, könnte es sich demzufolge lediglich um Hellsehen handeln, wobei die Vision traumartig in einer für den menschlichen Geist leichter verarbeitbaren Weise gestaltet wird.
Phänomene wie Mediumismus im Zusammenhang mit Jenseitskontakten versucht die Parapsychologie dahingehend zu erklären, dass mit außergewöhnlichen parapsychologischen Fähigkeiten ausgestattete Personen (Medien) ihre Informationen dadurch gewinnen, dass sie das Bewusstsein anderer lebender Personen „anzapfen“. Im Gegensatz dazu steht die Annahme, dass der Informationsgewinn auf das Überleben des Bewusstseins nach dem Tod zurückzuführen sei.
Niemand weiß genau, wo die Grenzen paranormaler Fähigkeiten liegen, weshalb die S.-Theorie bislang weder zu bestätigen noch zu widerlegen ist. So wird sie in schwer erklärbaren Fällen von Informationsaustausch auf nicht üblichem Weg als vorläufige Arbeitshypothese eingesetzt.

Lit.: Hoffmann, Arne: Lexikon des Jenseits. Güllesheim: Silberschnur, 2005.

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