Sundar Singh, Sadhu

(* 03.09.1888 Rampur/Punjab; † 1929 ?), christlicher Mystiker ohne Bindung an eine bestimmte Denomination, Sohn einer hinduistischen Sikh-Familie im Punjab (am 3. Sept. 1905 getauft), lernte in einer presbyterianischen Schule die Bibel kennen. Nachdem er infolge einer Lichtvision Christ geworden war, wurde er von seiner Familie verstoßen. Er unternahm Reisen nach England, Ostasien, USA und Australien. Auf einer 1929 unternommenen Pilgerfahrt nach Tibet verschwand S. spurlos. Sein Todesdatum ist unbekannt. Die zeitlichen Angaben (z.B. Geburtsjahr u.a.) differieren bei seinen Biografen. Paul Gabler, ein in Indien geborener evangelischer Missionar, verfasste über S. eine Dissertation (Leipzig, 1937).

W.: S.S.S. Gesammelte Schriften, hrsg. v. Friso. Stungart: Melzer, 10. Aufl. l984, 2000; Gesichte aus der jenseitigen Welt. Aarau, 1930 (Visions of the Spiritual World. A Brief Description of the Spiritual Life, its different states of existence, and the destiny of good and evil men as seen in visions. London, 1926).
Lit.: Heiler, Friedrich: S.S.S. München, 1924; Appasamy, A.J.: S.S.S. London, 1958, Heiler, F.: Sadhu Sundar Singh: ein Apostel des Ostens und Westens. München, 1924 (Neuausg. Bietigheim, 1987); Biehl, Michael: Der Fall Sadhu Sundar Singh. Theologie zwischen den Kulturen. Frankfurt/M./Bern u.a., 1990.

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