Summa alchemiae

Verschiedene Alchemisten versuchten, das gesamte notwendige Wissen der „königlichen Kunst“ in einem einzigen Werk zusammenzufassen, inklusive theoretischer Vorüberlegungen, Beschreibung der Stoffe, Geräte und deren Verwendung.
Die älteste dieser „Summen“ stammt von Arnald von Villanova (1240-1311) mit dem Titel Quaestiones tam essentiales quam accidentales ad Bonifacium VIII und behandelt die gesamte Alchemie (Ausgangsstoffe, Vorbereitung, Prozessablauf, Geräte, Farberscheinungen). Ein weiterer prägnanter Traktat geht auf einen anonymen Verfasser des 14./15. Jahrhunderts zurück und trägt den Titel Elucidarium. Das umfangreichste Werk dieser Art, Margarita pretiosa novella, verfasste Petrus Bonus (14. Jh.), der zum Beweis der Alchemie streng nach der scholastischen Methode vorgeht, wobei er im letzten Abschnitt über die gedankliche Auseinandersetzung hinaus in den religiös-allegorischen Bereich verweist.

Lit.: Ploss, Emil E./Roosen-Runge, Heinz/Schipperges, Heinrich/Buntz, Herwig: Alchimia: Ideologie und Technologie. München: Heinz Moos Verlag, 1970.

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