Süße

Intensive leib-seelische Empfindung, die zu den typischen mystischen Charismen gehört und häufig als lange andauernde Begleiterscheinung der Unio mystica geschildert wird.
Als mystisches Erleben ist von ihr in Biografien im Westen im Allgemeinen erst ab dem 12. Jh. die Rede. So wird die S. der Gottesminne besungen (Hadewijch), die S. der Ewigen Weisheit (Heinrich Seuse), die S. Jesu (Richard von Hampole Rolle). Die geistliche S. kennt auch die byzantinische Tradition (vor allem Gregor von Nyssa).

Lit.: Dinzelbacher, Peter: Wörterbuch der Mystik. Stuttgart: Kröner, 1989.

Setze ein Lesezeichen für den Permalink.