Männlicher Haarknoten, typische germanische Männerfrisur, die dem Stamm der Sueben zugeschrieben wurde und nicht nur durch Abbildungen und schriftliche Überlieferung, sondern auch durch archäologische Funde (zwei Moorleichen: Mann von Osterby, Mann von Dätgen) belegt ist.
Das Tragen eines solchen Knotens wurde nicht nur als Schmuck angesehen, sondern der Sinn sei nicht zuletzt der gewesen, in der Schlacht größer und furchteinflößender zu wirken. Vermutlich hatte der Knoten aber auch magische Bedeutung und ist mit dem Vorgang von Gürtung und Bindung in Zusammenhang zu bringen. Analog zu römischem und christlichem Bindezauber spielte die Lösung des Haarknotens eine Rolle.
Lit.: Haak, Birte: Einige Bemerkungen zum so genannten „Suebenknoten“, in: Stefan Burmeister/Heidrun Derks/Jasper von Richthofen (Hrsg.): Zweiundvierzig. Festschrift für Michael Gebühr zum 65. Geburtstag. Rahden/Westf.: Leidorf, 2007, S. 175-180.