Strindberg, August

(* 22.01.1849 Stockholm; † 14.05.1912 ebd.), schwedischer kirchen- und gesellschaftskritischer Schriftsteller, Dramatiker, Dichter, Künstler (Maler), Alchemist, von Emanuel Swedenborg und der Theosophie beeinflusst; Mitglied (als Frau August) des O.N.T. (Ordo Novi Templi, 1900 von A.J. Lanz v. Liebenfels gegründet). In seinen „Blaubüchern“ (3 Bde. über Swedenborg) findet sich der Niederschlag seiner paranormalen Erfahrungen. Sein literarisches Schaffen ist u.a. geprägt und überschattet von seiner psychotischen Veranlagung und seinen drei gescheiterten Ehen. Nach S.s Tod gab der Bonniers Verlag seine Schriften in 55 Bänden heraus.

W.: Okkultes Tagebuch. Hamburg 1964, Franke 1971.
Lit.: Rahmen, Sigismund: August Strindberg ‒ eine pathologische Studie. Reinhardt, 1907; Marcuse, Ludwig: Strindberg: das Leben einer tragischen Seele. Zürich: Diogenes, 1989; Hammacher, Wilfried: Wiedergeboren: Lebenswege von August Strindberg und Carl Ludwig Schleich. Dornach: Verlag am Goetheanum, 1994; Behschnitt, Wolfgang: Die Autorfigur: autobiographischer Aspekt und Konstruktion des Autors im Werk August Strindbergs. Basel: Schwabe, 1999; Schütze, Peter: August Strindberg. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 3. Aufl. 2002.

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