Strigen

(Lat, strigae, Sing. striga), in der römischen Mythologie blutsaugende, vogelartige Dämonen, die es vor allem auf Kinder abgesehen haben. Sie haben Ähnlichkeit mit den Lamien in der griechischen Mythologie, der lesbischen Gello und den Lillim, den Kindern der Lilith, in der jüdischen Mythologie.
Ovid berichtet von ihnen in den Fasti (Gedicht) im Anschluss an die Geschichte von der römischen Göttin Cardea, die vom zweigesichtigen Janus als Buße für die geraubte Jungfräulichkeit einen Zweig des Weißdorns überreicht bekommt, mit dem sich die St. abschrecken lassen.
Im Zusammenhang mit den vampirähnlichen St. taucht schon in der Antike neben dem Weißdorn der Knoblauch als Abwehrmittel auf.

Lit.: Ovid, Fasti 6,127-168; Serenus Sammonicus, Liber medicinalis 58 v. 1035f.

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