(* 1754 Rabenstein bei Zwiesel, Niederbayern; † 1806), angeblicher Waldprophet, der als Waise (Findelkind) von einer Familie in Rabenstein bei Zwiesel um die Mitte des 18. Jahrhunderts aufgenommen worden sein soll. Als Waldhirte lebend, habe er vielen Leuten ihren Todestag vorausgesagt. Die Inhalte seiner Prophezeiungen sind im Bayrischen Wald angesiedelt, im Unterschied zu jenen von Mühlhiasl, mit denen seine Texte nahezu identisch zu sein scheinen (vermutlich eine gemeinsame Quelle). Möglicherweise verbirgt sich hinter beiden Namen nur eine historische, nicht genau fixierbare Gestalt. Die mündlich tradierten Voraussagen wurden erst später schriftlich fixiert (Fassung von 1830 und 1842). Sein Leichnam wurde außerhalb des Friedhofs beim Kriegerdenkmal in Zwiesel beigesetzt.
Lit.: Zahlner, Ferdinand: Personenlexikon zur Paranormologie. Hrsg. Andreas Resch. Innsbruck: Resch, 2011.