Sterne

Symbole für das die Finsternis durchdringende geistige Licht. Die Bewegung der S. in regelmäßigen Bahnen steht für das harmonische Zusammenspiel göttlicher Mächte.
In den mythologischen Vorstellungen mancher Völker wurden die S. allgemein oder bestimmte unter ihnen als an den Himmel versetzte Verstorbene gedeutet. Einige indianische Kulturen teilten sogar jedem Lebewesen auf der Erde ein Pendant unter den S.n zu.
Unter dem Gesichtspunkt der Vielzahl symbolisiert der S.nhimmel im AT die verheißene zahlreiche Nachkommenschaft Abrahams (Gen 22,17). In den frühen Hochkulturen Mesopotamiens und Ägyptens bestand eine enge Beziehung zwischen den S.n und den Astrologen, deren Aufgabe es war, die an die Herrscher gerichtete „Götterschrift“ am Sternenhimmel zu entziffern.
Wie die mythischen Gottheiten zugeordneten Planeten, galten in der hellenistisch-römischen Antike auch die Sternbilder als himmlische Manifestationen der das Universum und den Menschen bestimmenden Mächte. Diese Astralmythologie prägte, häufig in Verbindung mit Astrologie, vor allem seit Augustus die Religiosität.
Werden die S. als einflussreiche Elementarmächte verstanden, wird S.nkult zur Magie. Werden sie hingegen als anzeigende Phänomene gedeutet, wird auch eine nicht deterministische Astrologie möglich, vor der jedoch wegen möglichen irreführenden Wirkens christlicherseits ebenfalls gewarnt ist.

Lit.: Lexikon für Theologie und Kirche, 9. Bd. Freiburg i.Br. u.a.: Herder, 2000; Wetzel, Christoph: Das große Lexikon der Symbole. Darmstadt: Primus, 2008.

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