Sterbebettvisionen

Bei S. handelt es sich um Wahrnehmungen Sterbender im Zustand der Agonie, aber auch bei normalem Bewusstsein, die auf Jenseitskontakte hinweisen. Die betreffende Person empfängt in einer Vision, meist von verstorbenen Verwandten, die Einladung, in ihrer Begleitung „hinüberzugehen“. Bei der Vision einer solchen Einladung, meist durch einen Verstorbenen, blickt die betreffende Person mit offenen Augen, selbst im Zustand der Agonie, die Erscheinung an und spricht mit ihr in einer für die Umstehenden wahrnehmbaren Form. Auf die Einladung folgt bald darauf der Tod.
Die Vertreter einer rein biologischen Lebenserklärung des Menschen versuchen nach wie vor, jedes Anzeichen einer nichtmateriellen Informationsstruktur zu verneinen. Dabei bilden paranormale Phänomene wie u.a. Sterbebettvisionen eine geradezu willkommene Zielscheibe.

Lit.: Haraldsson, Erlendur/Osis, Karlis: Der Tod ‒ ein neuer Anfang? Visionen am Sterbebett und Erfahrungen an der Schwelle des Seins. Aktual. Neuaufl. Osiris Verlag, 2018; Osis, Karlis: Was sahen sie zur Stunde des Todes? Grenzgebiete der Wissenschaft (GW) 28 (1979) 4, 233-250.

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