Stallspuk

Separat oder als Teil eines größeren Spukkomplexes auftretende unerklärliche Ereignisse in Stallungen: Vieh wirkt ohne erkennbare Ursache erschrocken, Pferdeschwänze sind plötzlich zu Zöpfen geflochten, es kommt zu unerklärlichen Objektbewegungen usw.
Die St.erzählungen des Volksglaubens sind für die parapsychologische Kasuistik insofern von Interesse, als die Landbewohner eine Reihe von Gegenmaßnahmen entwickelt haben, die Aufschluss über deren Verständnis des Unerklärlichen geben. Die apotropäischen Handlungen werden meist von zauberkundigen „Geisterbannern“ vorgenommen, während in katholischen Gegenden oft die Viehheiligen Martin, Wolfgang und Leonhard eine Rolle spielen.

Lit.: Moser, Fanny: Spuk: Irrglaube oder Wahrglaube? Eine Frage der Menschheit. Baden b. Zürich, 1950, S. 293-302.

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