Stacking effect

Beim S. geht es um die Frage, ob eine bestimmte Randomisierungssequenz ‒ z.B. die zufällige Abfolge von Zener-Karten in einem Präkognitionsexperiment ‒ für mehrere Versuchspersonen verwendet werden kann oder ob für jede Vp eine eigene, neu generierte Sequenz vonnöten ist. Menschen neigen nämlich dazu, eine Rateserie mit einem bestimmten Merkmal zu beginnen (z.B. eher ja als nein) oder die real vorkommende Häufigkeit von Mehrfachereignissen (z.B. dreimal hintereinander Rot) zu unterschätzen. Korreliert man die verwendete Zufallssequenz mit einer dieser Tendenzen, könnte sich in Abwesenheit eines echten Psi-Effekts dennoch ein künstlicher Trefferüberhang ergeben, weshalb in parapsychologischen Experimenten großer Wert auf die Qualität der Randomisierung gelegt wird.

Lit.: Schmidt, Stefan: Experimentelle Psi-Forschung, in: Gerhard Mayer/Michael Schetsche/Ina Schmied-Knittel/Dieter Vaitl: An den Grenzen der Erkenntnis. Handbuch der wissenschaftlichen Anomalistik. Stuttgart: Schattauer, 2015, S. 106/7.

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