Hauptmotiv der Ikonografie des südlichen Andenraumes, religiöses Symbol, zeigt eine menschliche oder menschenähnliche Gestalt, Mann oder Frau, meistens von vorne und mit ausgestreckten Armen. Die Figur hält zwei Stäbe bzw. stabähnliche Attribute in Händen. Ob es sich tatsächlich um Gottheiten handelt, bleibt offen. Einige Forscher sprechen aufgrund ihrer räumlichen Ausrichtung von Ritualpraktikern. Das Bild taucht erstmals in der Chavín-Kultur (900-200 v. Chr.) auf.
Lit.: Jones, David M./Molyneaux, Brian L.: Die Mythologie der Neuen Welt. Reichelsheim: Ed. XXL, 2002; Makowski Hanula, Krzysztof: Royal statues, staff gods and the religious ideology of the prehistoric state of Tiwanaku. Tiwanaku: Papers from the 2005 Mayer Center Symposium in the Denver Art Museum. Denver: Denver Art Museum, 2009.