(* 1435 Rheinfelden; † 06.12.1495 Straßburg), 1475 Dr. theol., Prior des Kölner Dominikanerkonvents (1472-88) und Provinzial (1488-95). 1480 Dekan der theologischen Fakultät Köln. 1481 für die Diözesen Köln, Mainz und Trier zum Inquisitor ernannt, 1484 auch für Salzburg und Bremen. Seine Mitautorschaft am berüchtigten Hexenhammer des Heinrich Institoris (Kramer) geht auf dessen bewusste Täuschung zurück. Nach eigenem Geständnis von S. habe er von der Abfassung des Malleus nicht einmal Kenntnis gehabt. Leider hat Johannes Trithemius diesen Irrtum einer Mitautorschaft durch seinen ,Catalogus illustrium virorum“ von 1495 weiter verbreitet. Als Provinzial der Provinz Teutonia ist dann auch S. gegen seinen Ordensbruder und dessen skandalöse Agenden mit diversen Verweisen und Sanktionen vorgegangen.
Lit.: Hansen, J.: Quellen und Untersuchungen zur Geschichte des Hexenwahns und der Hexenverfolgung. Bonn, 1901; Klose, H.C.: Die angebliche Mitarbeit des Dominikaners Jakob Sprenger am Hexenhammer nach einem alten Abdinghofer Brief, in: Paderbornensis ecclesia (Festschr. L. Jäger). Paderborn 1972, S. 197-205.