Spontanheilung

Auch Spontanremission, Verschwinden einer Krankheit ohne ersichtlichen Grund und ohne jede medizinische Intervention.
Als Grundlage für S.en werden körpereigene Reparaturmechanismen bzw. das Abwehrsystem angesehen, das zur Elimination eines bestimmten Erregers führt. Die verantwortlichen Mechanismen sind Gegenstand der Forschung, wobei von „psychoneuroimmunologischen“ Mechanismen über Immunreaktionen bis hin zu hormonellen Veränderungen verschiedene Ansätze untersucht werden.
Dennoch ergeben sich im Zusammenhang mit solchen Heilungen weiterhin ungelöste bzw. nur unbefriedigend gelöste Fragen. So zeigte sich bei näherer Betrachtung verschiedener Fälle als gemeinsamer Faktor eine veränderte Haltung der Patienten. Einige erlebten eine S., nachdem sie sich in unbedingter Gläubigkeit an ein bestimmtes Heilverfahren klammerten, sämtliche Bedenken ignorierten und selbst gut gemeinte ärztliche Ratschläge in den Wind schlugen. Allem Anschein nach kann alles zum Erfolg führen,

„wenn man nur fest genug daran glaubt ‒ sei es nun Weizengras, die Sandmalereien der Navajo, Heilquellen oder Chemotherapie. (Es gibt keinen vernünftigen Grund, bei Patienten, die gesund werden, nachdem sie ‒ wie etwa in der Chemotherapie ‒ einem massiven Angriff von Giften ausgesetzt waren, nicht von spontaner Remission zu sprechen. Auch in solchen Fällen könnte man sagen, dass sie aufgrund ihrer Einstellung trotz der Behandlung wieder gesund wurden.)“ (Achterberg, Die heilende Kraft, 1987, S. 231)

Lit.: Achterberg, Jeanne: Die heilende Kraft der Imagination. Heilung durch Gedankenkraft. Grundlagen und Methoden der neuen Medizin. Bern: Scherz, 1987.

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