Splendor solis

(Lat., „Sonnenglanz“), das älteste, in 20 Manuskripten erhaltene Exemplar zur Alchemie, das um 1530 im deutschen Sprachraum entstand. Das Werk gehört zur alchemischen Florilegienliteratur und enthält Aussagen sowohl antiker als auch mittelalterlicher Autoritäten zur Bereitung und Wirkung des Steins der Weisen.
Geschaffen wurde der S. s. von einem unbekannten Meister im Auftrag eines Mitglieds der Familie Fugger aus Augsburg. Die seit dem 16. Jh. übliche Zuschreibung an Ulrich Poyssel unter dem Pseudonym Salomon Trismosin scheint erfunden. Die neuzeitliche Auffassung, dass an den bildkünstlerisch hochstehenden Illustrationen der Nürnberger Illuminator Albrecht Glockendon bzw. seine Werkstätte maßgeblichen Anteil hatte, ist ebenso nicht gesichert.

Lit.: Priesner, Klaus/Figala, Karin: Alchemie (Hrsg.): Lexikon einer hermetischen Wissenschaft. München: Beck, 1998.

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