(Lat., Weltgeist), antike Vorstellung, nach der die Welt als einheitlich belebtes Ganzes gesehen wird. Die Annahme eines Weltgeists oder einer Weltseele, anima mundi, findet ihre neuzeitliche Fortsetzung in der Annahme eines Weltbewusstseins, an dem die Individualseelen als Partialseelen teilhaben und aus dem sie wie aus einem Kosmischen Reservoir, einem Weltgedächtnis, überindividuelle Informationen gewinnen können.
Lit.: Bonin, Werner F.: Lexikon der Parapsychologie und ihrer Grenzgebiete. Bern/München: Scherz, 1976.