Spelic, Franz

(* 24.09.1927 Smaver in Suha krajina; † 10.04.2012 Wisell, Slowenien), auch „Smaverski“ genannter stigmatisierter Priester und Visionär (empfing Botschaften der Jungfrau Maria) in Kurešček/Slowenien. Er durchlebte in einer armen Familie eine schwere Kindheit und Jugend. Im Mai 1942 schloss er sich den Partisanen an, die ihn atheistisch umerzogen. 1945 Polizist, 1946 Zivilehe mit der Witwe Sida († 24.12.1992). 1949 Eintritt in die Offiziersschule, einige Jahre später Lehrer. 1954 begann beim Lesen der Bibel seine innere Abkehr von seiner bisherigen Lebenshaltung, auch Austritt aus der kommunistischen Partei, wodurch er in der Folge viel zu leiden hatte. Bedingt durch mehrmalige Krankenhausaufenthalte ging S. in Frühpension. Kontakte mit verschiedenen christlichen Sekten brachten ihm nicht die Erfüllung seines Suchens. Des Öfteren betete er in der Kirche seines Heimatortes Begunje. 1969 begann er Theologie zu studieren und arbeitete nebenbei zur Finanzierung seines Studiums als Nachtwächter in einer Fabrik. Durch sein anhaltendes Gebet wandten sich auch seine Frau, die beiden Töchter und die Stieftochter wieder dem Glauben zu. Als seine Frau gegen Ende seines Theologiestudiums an multipler Sklerose erkrankte, gab er seinen Priesterwunsch auf und schloss mit ihr eine kirchliche Ehe. Von Erzbischof Sustar wurde er am 24.12.1984 zum Diakon geweiht. Ebenfalls 1984 empfing er die schmerzhaften Stigmen. 1989 starb nach fünfjähriger mysteriöser Krankheit seine Enkelin Dunja im Alter von 13 Jahren. Im Dez. 1989 soll ihm in Medjugorje erstmals Maria erschienen sein, später auch an anderen Orten, am häufigsten in Kurešček. Erzbischof Sustar setzte am 5. Oktober 1993 eine Kommission zur Untersuchung der Marienerscheinungen ein und weihte S. am 21.11.1993 in Bohinjska Bistrica zum Priester.

Lit.: Veroi, Luigi Walter: France Špelič ‒ Die Marienerscheinungen auf dem Kurešček: das slowenische Medjugorje. Hauteville/CH: Parvis Verlag, 2021.

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