Traumbuchart, benannt nach einem der berühmten Traumdeuter aus dem Alten Testament. Einer einleitenden Erklärung des Losverfahrens folgte eine Liste des Alphabets mit den zugehörigen Deutungen. Ein Gebet war zu sprechen und dann ein Psalter aufzuschlagen. Um zu einer Deutung zu kommen, sollte anschließend der erste Buchstabe auf der linken Seite in der Liste nachgeschlagen werden.
Die S. J. stellten eine Verbindung zwischen Losorakel und Traumdeutung dar, wobei die Deutung durch Punktieren oder Würfeln zustande kam. Vgl. Somniale Danielis.
Lit.: Kruger, Steven F.: Dreaming in the Middle Ages. Cambridge: Cambridge University Press, 1992.