Die gleichnamige Oase liegt als die westlichste Oasengruppe Ägyptens in der Lybischen Wüste. Die Mehrheit ihrer Bewohner gehört der Bevölkerungsgruppe der Berber an.
Die Geschichte der Oase kann bis 1500 v. Chr. zurückverfolgt werden. Der dem Gott Amun geweihte Haupttempel und die Sprüche des Orakels von S. waren weit über die Grenzen des Pharaonenreiches hinaus bekannt. Der berühmteste Besucher des Orakels war Alexander d. Gr., der sich in S. als „Sohn des Zeus“ begrüßen ließ. > Amun.
Lit.: Bliss, Frank: Siwa: die Oase des Sonnengottes. Leben in einer ägyptischen Oase vom Mittelalter bis in die Gegenwart (Beiträge zur Kulturkunde; 18). Bonn: PAS, 1998.