Eine botanisch nicht eindeutig indentifizierte Pflanze, der seit jeher wunderbare Eigenschaften zugeschrieben wurden und die vermutlich schon im Altertum ausgestorben ist, da es nicht möglich gewesen sei, sie zu kultivieren.
S. soll ausschließlich in der Gegend von Kyrene, einer antiken griechischen Stadt im heutigen Lybien, vorgekommen sein und als eines der größten Reichtümer gegolten haben, das sogar in Gold bzw. in Silberdenaren aufgewogen wurde. Die Pflanze oder zumindest Teile von ihr erschienen auf allen kyrenäischen Münzen.
Griechen wie Römer verwendeten vor allem den aus Stängel und Wurzel gewonnenen Saft, der als universelles Gegengift und als Arzneimittel Verwendung fand. Schon Plinius der Ältere nennt in seiner Naturalis historia (19,38) die Pflanze Laserpitium und den Saft Laser. Da S. von nahezu allen antiken Schriftstellern erwähnt wurde, muss die Pflanze große ökonomische Bedeutung besessen haben.
Lit.: Peretz, Michael: Silphium: The Wonder Drug from Cyrenaica, in: Pharmaceutical Historian, Bd 35, 2005, S. 45-47.